Tri-Café soll in die Innenstadt ziehen

Im Kramer-Haus in der Hauptstraße 42 sollen Tri-Café und Stadtbücherei untergebracht werden.Foto:Stadt Burscheid
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Im Kramer-Haus in der Hauptstraße 42 sollen Tri-Café und Stadtbücherei untergebracht werden.Foto:Stadt Burscheid

Die Stadt hat das Kramer-Haus erworben, das auch die Stadtbücherei nutzen wird

Von Nadja Lehmann

Die Burscheider hatte es schon lange geschmerzt: Ein Schmuckstück war das ehemalige „Kramer-Haus“ schon länger nicht mehr. Dabei könnte seine Lage schöner nicht sein: im Herzen der Stadt, zentral am Markt. Nun sei es der Stadt nach „zahlreichen Bemühungen“ gelungen, die Hauptstraße 42 zu erwerben, wie die Verwaltung mitteilt. „Wir haben eine Reihe von Anregungen aus der Bevölkerung erhalten. Viele Menschen, und auch ich haben den baulichen Zustand des Hauses an prominenter Stelle in der Innenstadt schon lange bedauert“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan.

Im Rahmen des Investitionspaktes und der Förderrichtlinien zur Stadterneuerung fördert das Land Nordrhein-Westfalen jetzt sowohl den Kauf als auch den Umbau des Gebäudes. Somit stehen mit einer 90 Prozent-Förderung rund 750 000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Derzeit ist die Stadtverwaltung in Gesprächen mit Architekten, um den Planungsprozess zu sichern. Eingeplant sind dafür rund sechs bis neun Monate; die Stadtbücherei als Nachbar und das Burscheider Tri-Café sollen eingebunden werden.

Ziel ist es, das Tri-Café mit seinem interkulturellen, inklusiven und generationsübergreifendem Begegnungsangebot aus seinem Domizil an der Bürgermeister-Schmidt-Straße in die Innenstadt zu holen. Gleichzeitig soll ein zusätzliches Raumangebot für die Stadtbücherei als sogenannten „Dritten Ort“ entwickelt werden – dahinter verbirgt sich die Definition einer Stadtbücherei als Anlaufstelle und Aufenthaltsort neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz.

„Wir sehen es als eine große Chance, in dem mitten in der Innenstadt gelegenen Wohn- und Geschäftshaus ein niederschwelliges Begegnungsangebot mit einladender Atmosphäre und einer Bündelung verschiedener Nutzungen zu etablieren“, sagt Stefan Caplan zum Abschluss des Kaufvertrages und über die Förderung. Es sind Pläne, die die Stadt schon länger verfolgte; anfangs war dies an das Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ gekoppelt.

„Wir sehen es als eine große Chance, in der Innenstadt ein niederschwelliges Begegnungsangebot zu etablieren.“

Stefan Caplan, Bürgermeister

2007 wurde aus dem einstigen Schuhhaus das „ehemalige Kramer-Haus“: Damals nämlich packte Heinz Kramer seine Sachen und trat beruflich kürzer. Damit endeten im Kramer-Haus 78 Jahre Handwerkstradition: Heinz Kramers Vater Fritz hatte sich 1929 im Gebäude als Schuhmacher selbstständig gemacht.

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