Tipp: Wasser in leeren Gebäuden abstellen

Der Winter hat schöne Seiten wie diese vereisten Zweige. Versicherungskaufleute geben aber Tipps, worauf nun zu achten sei. Foto: Doro Siewert
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Der Winter hat schöne Seiten wie diese vereisten Zweige. Versicherungskaufleute geben aber Tipps, worauf nun zu achten sei.

Sprecher der Versicherungskaufleute erinnert an „Obliegenheitspflichten“

-ms- Eis, Schnee und gefährliche Glätte bestimmen derzeit das Straßenbild. „Viele Bürger fragen sich jetzt, welche Versicherungen sind bei möglichen Schäden zuständig?“, weiß Martin Hardenacke, der Sprecher des Bezirks Köln-Bonn im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Der Bergisch Gladbacher hat wertvolle Tipps dazu.

So seien die Gehwege vielerorts zur gefährlichen Rutschbahn für Passanten geworden. „Doch die Satzungen der Kommunen schreiben ihren Bürgern vor, dass die Bürgersteige von Schnee und Eis frei zu räumen sind.“ Je nach Ortssatzung ist das meistens von 7 oder 8 Uhr morgens bis 20 Uhr am Abend der Fall. Wenn es zu einem Unfall kommt, geht es um den Schadensersatz. Das kann den Eigentümer oder den Mieter treffen, den Hausmeister oder sonst jemanden, der mit der Verkehrssicherungspflicht der Wege beauftragt war. Die Spannweite des Schadensersatzes sei dabei groß: Sie reiche von der Reinigung eines verschmutzten Mantels bis zur lebenslangen Rente.

Versicherer prüfen Uhrzeit, Satzung und ein mögliches Verschulden

„Dann sind die privaten Haftpflichtversicherungen der Räumpflichtigen gefordert. Sie sehen sich zuerst die Uhrzeit des Unfalls an und was die jeweilige Ortssatzung dazu meint“, berichtet Hardenacke. „Danach will man wissen, ob den Versicherten ein Verschulden trifft. Wenn ja, zahlt die Versicherung für ihn, wenn nicht, wehrt sie den Anspruch eines Geschädigten ab.“ Eine oft unterschätzte Nebenfolge der plötzlich einsetzenden Minustemperaturen seien zugefrorene und gerissene Wasserleitungen in ungeheizten und leerstehenden Gartenlauben oder Schuppen. In der kalten Jahresperiode verlangen deshalb die Wohngebäude- und Hausratversicherungen in nicht ständig genutzten Wohnungen oder Häusern das Absperren der außenliegenden Wasserleitungen oder deren schützende Innenbelüftung. „Stellen die Versicherungen Gleichgültigkeit und Untätigkeit des Hauseigentümers als Obliegenheitsverletzung fest, können sie die Zahlung mindern“, betont Hardenacke.

Auch bei Autofahrern sei jetzt erhöhte Vorsicht angesagt, mahnt er, weil sich die Unfallgefahr durch glatte Straßen erhöhe. Außerdem sollten vor Fahrtantritt die Pkw-Scheiben eisfrei sein, um einen klaren Durchblick zu erlauben. Passiere nämlich aufgrund einer eingeschränkten Sicht ein Unfall, könnten die Kfz-Versicherer dies als grobe Fahrlässigkeit werten und ihre Entschädigungsleistung einschränken.

Wetterstatistik

Der Januar war niederschlagsreich: Es fielen 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter mehr als durchschnittlich. Dies ergaben die Aufzeichnungen des Wupperverbandes. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid waren es 148 Liter, durchschnittlich sind es 107 Liter. 151 Liter wurden in der Kläranlage Solingen-Burg erfasst, im Durchschnitt sind es 133 Liter. Am nassesten war es am 28 Januar: Zwischen 29 bis 30 Liter pro Quadratmeter fielen da an den Messstationen. Am wenigsten Regen fiel mit 102 Litern an der Station auf der Kläranlage Leverkusen. Das dortige langjährige Mittel beträgt 68 Liter. Am 21. Januar kam es aufgrund stürmischer Böen zwischen 8 und 10 Beaufort zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen wegen abgebrochener Äste und umgeknickter Bäume.

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