Freizeitangebot

TG Hilgen will Jugendförderverein gründen

Hier gibt es Kurse und wird Fußball gespielt: Die Anlage am Sportplatzweg ist Dreh- und Angelpunkt der Turngemeinde Hilgen.
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Hier gibt es Kurse und wird Fußball gespielt: Die Anlage am Sportplatzweg ist Dreh- und Angelpunkt der Turngemeinde Hilgen.

Sportverein setzt auf den Nachwuchs.

Von Stephan Eppinger

Burscheid. Im Freizeitbereich ist die Konkurrenz der verschiedenen analogen und digitalen Angebote bei Kindern und Jugendlichen groß. Da müssen auch die Sportvereine mehr bieten als das reine Spiel- und Trainingsprogramm. Hier geht die Turngemeinschaft Hilgen (TGH) im Fußballbereich mit ihrem neuen Jugendförderzentrum (JFZ) künftig neue und nachhaltige Wege.

„Der Stellenwert des Fußballs bei den Kindern und Jugendlichen ist weiterhin ungebrochen und groß. Wir hoffen mittels der Idee des JFZ das auch noch zu bestätigen und positiv auszubauen. Das ist unser großes Ziel, und wir sehen hier die Hauptaufgabe unserer ehrenamtlichen Tätigkeit“, sagt Klaus Nierhoff, der die Fußballabteilung bei der TGH leitet.

Das Konzept dazu steht auf drei Säulen: So will man bei der TGH allen Jugendlichen in ihren Altersjahrgängen die Teilnahme am Meisterschaftsspielen ermöglichen, und das unter einer qualifizierten Betreuung durch lizenzierte Trainer. „Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit Unterstützung der TG Hilgen ausbilden zu lassen. Dafür stellen wir alle für den Spiel- und Trainingsbetrieb notwendige Sportmaterialien zur Verfügung“, erläutert Nierhoff.

Wir hoffen, zur neuen Fußballsaison alle Jahrgänge anmelden zu können.

Klaus Nierhoff

„Neben dem normalen Spiel und Trainingsbetrieb möchten wir weitere Freizeitaktivitäten anbieten. Dazu zählen zum Beispiel Fahrten zu anderen Turnieren unter Einbindung von in der Nähe befindlichen Freizeitparks, Zeltlagern, Freizeitcamps und Sportwochen während der Ferienzeit.“ Geplant sind zudem Besuche von Kulturstätten in der Region sowie eigene Turniere mit Übernachtungen von weiter anreisenden Kindern in den hiesigen Familien. „Das Ganze wird immer den jeweiligen Jahrgängen angepasst und geschieht unter der Einbindung der Eltern“, betont Nierhoff.

Die dritte Säule des Jugendförderprogramms bei der TGH besteht aus Elementen wie Nachhilfeunterricht unter pädagogischer Betreuung, Deutschkursen für nicht sprachkundige Jugendliche sowie Ernährungskursen. Dazu kommen Angebote zum richtige Verhalten in und mit den sozialen Netzen, die Einführung in die Praxis der IT-Welt sowie der Einstieg in die Berufs- und Studienwelt durch Vorträge von Mitgliedern des Vereins oder externen Beratern.

„Wir stehen kurz vor der Gründung eines Jugendfördervereins, um Mitglieder, Spender und Sponsoren zu akquirieren. Die neuen Räume in der Containeranlage sind installiert und auch bereits technisch angeschlossen. Die Inneneinrichtung ist auf einem guten Weg, und wir gehen von einer offiziellen Vorstellung und Einweihung nach den Sommerferien aus. Noch fehlen die Eingangstreppen, die separat hergestellt werden müssen“, berichtet Nierhoff vom aktuellen Stand des Projekts. Die bewilligten finanziellen Mittel aus Landesfördermitteln und Sportpauschalen wurden von der TGH in die Finanzierung des Ausbaues eingesetzt. Weitere Anträge für den Innenausbau sind laut Nierhoff gestellt.

Insgesamt sieht sich die TGH beim Fußball im Jugendbereich derzeit gut aufgestellt: „Im Nachwuchsbereich sieht es bei uns gut aus, und wir hoffen, zur neuen Saison alle Jahrgänge anmelden zu können. Während wir in den unteren Jahrgängen der E-, F-, D- und C-Jugend zum Teil mit mehreren Mannschaften vertreten sein werden, gestaltet es sich im B- und A-Jugend-Bereich etwas schwieriger. Hier sind wir weiterhin an Zugängen interessiert und würden uns über Anfragen und Anmeldungen sehr freuen.“

Zu den großen Herausforderungen für die TGH gehört nach wie vor der Umgang mit den Folgen von Corona: „Die Pandemie hat weiterhin noch starke Auswirkungen im Amateurbereich, und ich denke, dass dies nicht nur im Fußball der Fall ist. Alleine unser Bauprojekt hat sich um zwei Jahre nach hinten verschoben und auch gleichzeitig um 45 Prozent verteuert. Gleichzeitig hat sich der DFB in dieser Zeit um seine weit mehr als 20 000 Fußballvereine einfach nicht gekümmert. Es gäbe weder heute noch morgen eine Nationalmannschaft, wenn es nicht die Amateurvereine gäbe. Denn nur dort wird der Grundstock gelegt für das Heranbringen an den Ball und die Freude am Fußball“, sagt Abteilungsleiter Klaus Nierhoff, der sich zu diesem schwierigen Thema auch gerne direkt mit den Funktionären des DFB austauschen würde.

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