Sportpauschale

Tennisclub verwandelt seinen Matchball

Beim Tennisclub Grün-Weiß müssen jedes Jahr die Ascheplätze instandgesetzt werden. Archivfoto: Xenia Heß
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Beim Tennisclub Grün-Weiß müssen jedes Jahr die Ascheplätze instandgesetzt werden.
  • Markus Schumacher
    VonMarkus Schumacher
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Grün-Weiß erhält 1295 Euro Zuschuss aus der Sportpauschale für die Instandsetzung seiner sechs Ascheplätze.

Burscheid. Es war die allererste Sitzung des neuen Sportausschusses. Und doch lag wieder ein altes Thema auf dem Tisch: Der Tennisclub Grün-Weiß beantragte einen Zuschuss aus der Sportpauschale für die Instandsetzung seiner sechs Tennisplätze. Laut Dirk Runge, Leiter des Fachbereichs 2 in der Stadtverwaltung, reize man damit die Richtlinien aus: „Das ist ein Grenzfall.“ Man habe deshalb in Absprache mit dem Verein einen Experten angehört. Und der Verein hatte deshalb auch die Gelegenheit bekommen, seinen Antrag in der Ausschusssitzung zu begründen.

Thomas Schöppmann, der stellvertretende Vorsitzende von Grün-Weiß, hatte die Politiker spätestens auf seiner Seite, als er die noch junge Kooperation des Tennisclubs mit der benachbarten Johannes-Löh-Gesamtschule ins Spiel brachte: „Wir kooperieren mit der Schule, die nutzen unsere Plätze.“ Seit einem Jahr habe man nun einen neuen Trainer, und seitdem ziehe der Club auch wieder mehr Kinder an. Doch Wind, Wetter, Spiele, Löcher und vor allem Frost sorgten dafür, dass die Ascheplätze in jedem Frühjahr instandgesetzt werden müssten.

„Im Zweifel sind wir immer für den Verein.“

Michael Baggeler, BfB

Per Video wurde noch Ralf Schöpp, Geschäftsführer der Remscheider Firma Schöpp Böden, hinzugeschaltet: „Die Plätze bestehen aus Ziegelmehl, das nimmt immer Feuchtigkeit auf. So zwei Tonnen pro Platz müssen ersetzt werden.“ Mit 4316 Euro Gesamtkosten rechnet der Verein bei seinen sechs Plätzen. 1295 Euro soll es dafür nun aus der Sportpauschale geben.

Michael Baggeler (BfB) sprach wohl nicht nur für seine Fraktion: „Im Zweifel sind wir im Sportausschuss immer für den Verein.“

Für etwas Verwunderung sorgte der Antrag des BV Burscheid, er möchte für sein Clubhaus 6000 Euro bekommen: Das Gebäude sei aber doch erst ein Jahr alt. Hier konnte Dirk Runge aufklären, der noch im vergangenen Herbst selbst vor Ort gewesen sei: „Da war da innen noch nichts fertig.“ Und ja, sagte er, geplant sei auch eine Theke in dem Clubhaus, „aber es wird vor allem für die Jugendabteilung genutzt.“

Einstimmig empfahl der Sportausschuss dem Rat, die beantragten Zuschüsse zu gewähren. Geld sollen demnach außer TC Grün-Weiß und BV Burscheid auch bekommen: BTG 6000 Euro für Sanierung Hallenboden; Hilgener Schützenverein 1787 Euro für Heizungsanlage; TBÖ 2008 Euro für Renovierung Sanitärräume; TG Hilgen 3317 Euro für Schiedsrichtercontainer; Reit- und Fahrverein 420 Euro für Reitbodensand; Burscheider Schützenverein 5816 Euro für Lüftungsanlage.

Insgesamt sollen 26 643 Euro bewilligt werden. Dabei stehen der Stadt nur 18 000 Euro zur Verfügung. „Ausnahmsweise“, betonte Bürgermeister Stefan Caplan mehrmals, „ausnahmsweise nehmen wir wie schon 2020 das zusätzliche Geld aus der Rücklage der Sportpauschale.“ Denn so hätten die Burscheider Vereine die Möglichkeit, von dem Förderprogramm des Landes „Moderne Sportstätte 2022“ zu profitieren. Diese Empfehlung hatte auch der Stadtsportverband gegeben. Die Rücklage beträgt aktuell noch rund 30 000 Euro.

Der Rat soll in seiner Sitzung am 20. Mai über die Sportpauschale entscheiden.

Hintergrund

„Jeder setzt sich hin, wo Platz ist“, begrüßte Bürgermeister Stefan Caplan die Politiker vor der ersten Sitzung des neuen Sportausschusses im Haus der Kunst. So saßen plötzlich die beiden Grünen, Heidi Neumann und Frank Schmidt, weit auseinander. Sich kurz abstimmen konnten sie sich da nicht.

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