Sturmtief Zeynep sorgt für 33 Einsätze im Stadtgebiet

Auf der L 359 zwischen Paffenlöh und Witzhelden stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn. Fotos: Feuerwehr Burscheid
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Auf der L 359 zwischen Paffenlöh und Witzhelden stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn.

Feuerwehr warnt vor dem Betreten der Wälder – Noch immer könnten Bäume umstürzen

Von Leon Hohmann

Das Sturmtief Zeynep sorgte für ein angespanntes Wochenende bei den Burscheider Einsatzkräften. Allein bis Samstagabend rückte die Burscheider Wehr 33 Mal aus. Und weil der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den späten Sonntag mit neuem Sturm und Orkanböen rechnete, ist auch heute und an den kommenden Tagen mit Schäden zu rechnen. Die Feuerwehr appelliert daher an die Bürger, Wälder nach Möglichkeit nicht zu betreten. Bäume seien durch vorangegangene Böen geschwächt, so dass schon ein leichter Windstoß die Bäume umstürzen lassen könnte.

Alle vier Burscheider Löschzüge waren am Wochenende im Einsatz. „Ab 18 Uhr am Freitag gingen die Alarme bei uns fast im Minuten-Takt ein“, berichtete Feuerwehrsprecher Jens Knipper. In den meisten Fällen hätten umgestürzte Bäume direkt beseitigt werden können, in anderen Fällen wurden Straßen vorsorglich gesperrt. Darunter auch die Kreisstraße 9 im Bereich Grünscheid.

„Sperrungen veranlassen wir, wenn eine Beseitigung zu gefährlich ist. Eigenschutz geht immer vor“, begründet Knipper die Entscheidung, die nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern auf Verständnis stieß. „Wenn eine Straße gesperrt ist, dann umfahren Sie die Baken nicht“, warnt die Feuerwehr, und berichtet: „Leider ist dies im Laufe der Einsätze das ein oder andere Mal passiert. Wir sperren nicht aus Spaß oder gar Langeweile, sondern weil es eine Gefahr gibt. Die Absperrung zu umfahren, uns beim Arbeiten oder sogar sich selbst zu gefährden, ist nicht nachvollziehbar“.

Wie lange im Einzelfall die Strecken noch gesperrt bleiben, war am Sonntag noch nicht abzusehen. „Die gesperrten Straßen müssen durch den Straßenbaulastträger gesichtet werden. Dieser entscheidet dann, wann und wie die Gefahr beseitigt wird“, erklärten Feuerwehr und ein Sprecher der Kreishauses in Bergisch Gladbach das Vorgehen.

Aus gleichem Grund blieben zunächst auch der Friedhof, öffentliche Kinderspielplätze und die Sportanlagen in Burscheid, Hilgen und Im Hagen gesperrt. Diese wurden am Samstag von den Technischen Werken (TWB) auf Sturmschäden kontrolliert, ehe sie wieder für Besucher geöffnet werden sollten. Ob dies bereits am heutigen Montag wieder der Fall sein wird, wurde am Wochenende nicht bekannt.

Um die Sturmlage möglichst gut abzuarbeiten, hatten sich die Burscheider Einsatzkräfte auf die unruhige Nacht vorbereitet. So wurden zwar die Notrufe wie gewohnt über die Kreisleitstelle in Bergisch Gladbach entgegengenommen, die Einsätze in der Stadt ausnahmsweise aber direkt in der Burscheider Feuerwache koordiniert. So sollte die Notrufzentrale entlastet werden. Ebenfalls besetzte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) außer der Reihe einen Rettungswagen und auch das Notarztfahrzeug. Bis 3 Uhr am Samstag unterstützte der zusätzliche Rettungswagen den Rettungsdienst, der Notarzt war noch bis in den Morgen unterwegs.

„Etwas Schlaf könnten wir jetzt alle gut gebrauchen“, machte Feuerwehrsprecher Jens Knipper gestern am BV-Telefon deutlich. Doch angesichts der erneuten Unwetterwarnung des DWD, der Orkanböen mit bis zu 120 Kilometer Windgeschwindigkeit pro Stunde vorhersagte, seien vermehrte Einsätze am Sonntagabend und in der Nacht nicht auszuschließen. Die Feuerwehr empfiehlt daher den Bürgern, sich beispielsweise über die Warn-App „Nina“ über aktuelle Wettergefahren zu informieren – nicht nur heute und in den folgenden Tagen.

Ein Baum wurde in der Pastor-Löh-Straße entwurzelt. Die Feuerwehr rückte mit der Kettensäge an. Die Straße war kurzzeitig voll gesperrt.

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