Neu strukturierte Pflegeberatung soll vor Ort bleiben

Eine Pflegeberatung vor Ort zu haben – für Senioren ist das ein wichtiger Faktor.Archivfoto: Oliver Berg/dpa
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Eine Pflegeberatung vor Ort zu haben – für Senioren ist das ein wichtiger Faktor.Archivfoto: Oliver Berg/dpa

UWG gibt Informationen der Kreistagsfraktion der Freien Wähler weiter

Von Nadja Lehmann

Die Pflegeberatung aus Burscheid abziehen und unter die Fittiche des Kreises stellen: Auf diesen Plan hatten sowohl UWG als auch „Bündnis für Burscheid“ (BfB) und CDU verärgert reagiert (wir berichteten). Zum neuesten Stand der Dinge meldet sich nun der Fraktionsvorsitzende der UWG, Gerd Pieper, zu Wort – mit Informationen der Kreistagsfraktion der Freien Wähler: „Gemäß der Aussage des Dezernenten Markus Fischer plant der Kreis eine Zentralisierung der Zuständigkeit für die Pflegeberatung. Bisher wurde diese Aufgabe aufgrund einer Vereinbarung von den einzelnen Kommunen wahrgenommen. Die Beratung soll weiter vor Ort und nicht zentral in Gladbach erfolgen.“ Eine Änderung gibt es dennoch, nämlich eine strukturelle. „Die Pflegeberatung wird künftig als örtliches Angebot aufsuchend konzipiert“, heißt es in dem von Gerd Pieper öffentlich gemachten Schreiben.

Leistungen, Entgelte und Qualität standen auf dem Prüfstand

„Hauptgründe für die organisatorischen Änderungen waren die unterschiedlichen Qualitäten und Standards der Beratungs- und Unterstützungsleistungen in den Kommunen, die regelmäßigen und grundsätzlichen Differenzen im Abrechnungsverfahren und die steigenden Anforderungen an die leistungsübergreifenden Beratungsstrukturen mit demografisch bedingten Aufgabenmehrungen. Deshalb wurde im Jahr 2017 mit allen kreisangehörigen Kommunen vereinbart, die Leistungen, Qualitäten und Entgelte neu zu verhandeln. Es wurde einvernehmlich entschieden, die bestehenden Strukturen der Pflegeberatung im Rheinisch-Bergischen Kreis umfassend zu analysieren und zu bewerten, mit dem Ziel, das Konzept zu überarbeiten und die Leistung entsprechend neu zu vereinbaren. In das Projekt sind alle acht Kommunen des Kreises eng eingebunden“ – so endet die Aussage der Kreistagsfraktion der Freien Wähler.

Die drohende Zentralisierung mit damit verbundenen Fahrten hatte Pieper scharf kritisiert. „Wir halten das für eine absurde Idee und lehnen die sogenannte Neuausrichtung ab. Wir wollen die Beratung vor Ort erhalten, das sind wir unseren Senioren und älteren Mitbürgern schuldig“, hatte der UWG-Fraktionsvorsitzende im Juli erklärt. Ähnlich hatte das auch BfB-Bürgermeisterkandidatin Ulrike Hanke eingestuft: „Ausgerechnet den Senioren zuzumuten, auf Beratungen warten zu müssen oder bei jeder Beratung auf eine andere Person zu treffen, macht aus fachlicher Sicht keinen Sinn“, hatte Hanke betont.

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