Die Streusalzdepots sind gut gefüllt

Gut vorbereitet auf den ersten Schnee in diesem Winter sind die Technischen Betriebe und die Straßenmeisterei.Archivfoto:Roland Keusch
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Gut vorbereitet auf den ersten Schnee in diesem Winter sind die Technischen Betriebe und die Straßenmeisterei.Archivfoto:Roland Keusch

Straßenmeisterei und Baubetriebshof sind auf einen Wintereinbruch vorbereitet

Von Stephan Eppinger

An manchen Tagen erreichen die Temperaturen jetzt schon wieder niedrige einstellige Werte. Da wird es im November nicht lange dauern, bis in den Höhen des Bergischen Landes die ersten Minusgrade gemessen werden oder der erste Schnee der Saison fällt. Dann beginnt auf den Straßen im Kreis und im Burscheider Stadtgebiet die Arbeit der Schneepflüge und der Streufahrzeuge.

Gut vorbereitet sieht sich die Straßenmeisterei in Burscheid, die mit ihren 21 Mitarbeitern für die Bundes- und Landesstraßen zuständig ist: „Unsere Salzhalle ist voll, dort lagern insgesamt 1700 Tonnen. Das ist das Fassungsvermögen der Halle“, sagt Leiter Sascha Mertens. Insgesamt acht entsprechend aufgerüstete Fahrzeuge stünden bereit. Dazu kommen noch einmal drei Leihfahrzeuge am Stützpunkt Königsforst. Wenn es losgeht, werden zunächst die großen Hauptverkehrsadern frei gemacht sowie Straßen an Schulen und Krankenhäusern. Meist geht die Arbeit Mitte beziehungsweise Ende November los. Einsatzbereit ist man in Burscheid bis Ende April.

Um glatte Straßen wieder befahrbar zu machen, wird bei der Straßenmeisterei in der Regel Feuchtsalz eingesetzt. Nur an der L 409 kommt wegen der Dhünntalsperre Splitt zum Einsatz. Dort ist Salz nicht erlaubt. Der Bezirk reicht von den bergischen Städten wie Burscheid, Wermelskirchen, Leichlingen, Leverkusen, Odenthal, Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath bis hinunter nach Niederkassel. Die Zentrale der Straßenmeisterei hat ihren Sitz in Burscheid, dazu kommt noch der Stützpunkt Königsforst.

„In den vergangenen beiden Jahren hatten wir deutlich weniger zu tun als sonst. 2019 haben wir gerade mal 400 Tonnen Salz verbraucht.“

Sascha Mertens, Leiter der Straßenmeisterei Burscheid

„In den vergangenen beiden Jahren hatten wir deutlich weniger zu tun als sonst. 2019 haben wir gerade mal 400 Tonnen Salz verbraucht“, berichtet Mertens. Für das Stadtgebiet in Burscheid ist der Baubetriebshof der Technischen Werke zuständig. Auch hier ist das Salzsilo mit 90 Tonnen voll. Zum Einsatz kommt in der Stadt das sogenannte Feuchtsalz. „Wenn man das Salz ohne die Zugabe von Sole auf die Straße streuen würde, würde es in Richtung Straßenrand verweht und man hätte nicht den gewünschten Auftaueffekt. Wenn man es am Streuteller befeuchtet, kommt es genau dort hin, wo es soll – auf die gesamte Fahrbahn“, sagt Leiter Stefan Cserép. Für die Räum- und Streuarbeiten habe man 15 Mitarbeiter und drei Großfahrzeuge sowie weitere Trekker, die aufgerüstet sind. Dazu kommen Fremdunternehmen, die im Auftrag der Stadt den Winterdienst mit übernehmen.

„Los geht es in der Regel früh morgens zwischen 3 und 4 Uhr, dann kommt der Anruf von der Straßenmeisterei, die als erste ausrücken. Mit der Straßenmeisterei gibt es auch Absprachen für Straßen, die am Rande des Burscheider Stadtgebietes liegen.“ Um alle Straßen in der Stadt freizubekommen, braucht es bei Glätte etwa eine Schicht von acht Stunden. Kommt Schnee dazu, dauert es entsprechend länger.

Zuerst werden neuralgische Punkte wie die Hauptverkehrsadern, Steigungen sowie Straßen vor Schulen und Kindergärten wieder befahrbar gemacht. Dann kommen die Anliegerstraßen dran. Allerdings sind bei winterlichen Bedingungen nicht nur die Profis gefragt. Auch jeder Anlieger muss den Gehweg vor seinem Haus werktags bis 7 Uhr sowie sonn- und feiertags bis 9 Uhr in einer Breite von 1,50 Meter frei gemacht haben. Das gilt für den gesamten Schnee, der nach 20 Uhr gefallen ist.

Bei Glätte dürfen nur abstumpfende Mittel und kein Salz verwendet werden. Die genauen Regeln gibts online.

www.tw-burscheid.de

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