Sternsinger: Der Segen kommt per Post

In diesem Jahr werden die Sternsinger nicht wie gewohnt an den Türen klingeln und ihren Segen an die Hauswand schreiben. Aber es gibt Alternativen. Archivfoto: Monika Steinmetzler
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In diesem Jahr werden die Sternsinger nicht wie gewohnt an den Türen klingeln und ihren Segen an die Hauswand schreiben. Aber es gibt Alternativen. Archivfoto: Monika Steinmetzler

Katholische Gemeinde in Burscheid hat frühzeitig über Alternativen informiert

Von Nadja Lehmann

Sternsinger einmal ganz anders. „Die etwas andere Aktion“ heißt es auch auf der Homepage der Katholischen Kirche in Burscheid und Wermelskirchen. „Wir haben uns sehr frühzeitig klargemacht, dass wir Alternativen entwickeln müssen“, sagt Diakon Reimund Scheurer, der gemeinsam mit einem vielköpfigen Vorbereitungsteam die Aktion betreut. „Immer von Oktober an tüten wir alles ein.“ Und noch bevor die offizielle Absage der diesjährigen Sternsingeraktion vom federführenden Kindermissionswerk in Aachen gekommen sei, sei in Burscheid schon die Entscheidung gefallen, in Corona-Zeiten auf Touren von Haus zu Haus zu verzichten. „Wir waren anfangs selbst etwas skeptisch“, bekennt Scheurer. „Aber wir sind jetzt doch bestätigt worden.“

In den Gottesdiensten wurde die Gemeinde eingestimmt

In den Gottesdiensten in Sankt Laurentius und in der Liebfrauenkirche stimmte das Sternsinger-Team die Gemeinde auf die etwas andere Aktion ein: „Wir bringen eine frohe Botschaft. Wir folgen einem guten Stern. Normalerweise – denn dieses Jahr ist alles anders.“ „Wir nehmen Rücksicht“, so steht es in dem Brief, den Reimund Scheurer mit einer Schar freiwilliger Helfer an die katholischen Haushalte Burscheids verteilte: rund 3000 an der Zahl. Im Inneren des Briefes: ein Aufkleber mit den vertrauten Initialen „C+M+B“. Genauer: „20*C+M+B+21“ heißt es dieses Mal mit Blick auf die beiden Jahre, dem alten und dem neuen, die sich von allem bisher Gewesenen unterscheiden. Das C, das M und das B stehen für „Christus Mansionem benedicat“, „Gott beschütze dieses Haus“. Ein Segen, den sich jeder, der mag, ans Haus heften kann. Nicht nur die katholischen Haushalte, an die bereits die Briefe ausgetragen wurden – mitsamt dem Magazin, der übers Gemeindeleben berichtet. „Weitere Briefe liegen außerdem in unseren Kirchen aus“, berichtet Scheurer. Gesegnet wurden die darin befindlichen Aufkleber bereits im Gottesdienst vor Weihnachten.

Die Sternsinger sammeln für notleidende und bedürftige Kinder in aller Welt. Und Spenden sind auch 2021 willkommen: per Überweisung, im Umschlag im Briefkasten am Pfarrhaus oder zu jeder Messe im Kollektenkörbchen. „Natürlich gibt es auch Spendenquittungen“, sagt Scheurer.

„Heller denn je - die Welt braucht eine frohe Botschaft“, unter diesem Motto stand die bundesweite Eröffnung der Sternsingeraktion am 29. Dezember in Aachen. Die Corona-Pandemie hat alles verändert – auch den Eröffnungsgottesdienst, der mal ganz anders geplant war. Ursprünglich sollten dort 1 200 Kinder mitfeiern. Jetzt waren es insgesamt zwölf. In ganz Deutschland und darüber hinaus haben Sternsinger und alle Interessierten den Gottesdienst im Aachener Dom live im TV und Internet verfolgt und auch interaktiv per Chat und Umfrage mitgestaltet.

„Wir sind fasziniert, wie kreativ die Sternsinger-Gruppen und Gemeinden in diesen Tagen sind“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Nichts zu machen, ist auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie keine Alternative.“

www.gl-gutes-leben.de

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