CDU ist im Stadtrat weiter die dominierende Kraft

Bündnis für Burscheid gewinnt zwei Direktmandate und etabliert sich auf Platz zwei

Von Nadja Lehmann

Die CDU bleibt die unangefochten stärkste Kraft im Burscheider Stadtrat. Sie erringt 34,6 Prozent und ist künftig mit 14 Sitzen im Stadtrat vertreten. Damit schneidet sie etwas schwächer als 2014 ab, als sie 38,4 Prozent bekam und 16 Sitze im Stadtrat.

Das Bündnis für Burscheid hat sich als zweitstärkste Kraft etabliert: Die Wählervereinigung bekommt 19,6 Prozent und damit acht Sitze im Stadtrat. 2014 war sie noch daran gescheitert, die SPD von Platz zwei zu verdrängen. Erst der Austritt von Manfred Liesendahl aus der SPD und sein Eintritt ins BfB hatte dafür gesorgt, dass das BfB die SPD als zweitstärkste Kraft im Rat ablöste.

Dem BfB gelingt es auch, zwei Direktmandate zu erringen und so das Bollwerk der CDU doch etwas aufzuweichen: Werner Hambüchen holt den Wahlbezirk Griesberg mit 37,4 Prozent, der Fraktionsvorsitzende Michael Baggeler Wahlbezirk Blasberg, Paffenlöh, Benninghausen mit 37,3 Prozent. Alle übrigen 14 Wahlbezirke gehen geschlossen an die CDU. 41,6 Prozent kann in Büchel, Eulenflug, Füllsichel Barbara Düchting für die CDU im Direktmandat holen: Damit schafft die Burscheider Lehrerin das beste Ergebnis unter den Direktkandidaten der CDU – dicht gefolgt von Richard Kretzer in Hilgen Nord mit 40,2 Prozent.

„Wir machen weiter.“

Ralph Liebig, künftiges Ratsmitglied über die SPD

Die SPD erringt 18,2 Prozent und damit sieben Sitze. Damit verschlechtert sie sich geringfügig (2014: 21 Prozent). Der unterlegene Bürgermeisterkandidat Ralph Liebig hat Reservelistenplatz 1 und zieht damit in den Rat ein. „Wir machen weiter“, hatte er bereits auf der Wahlfeier im Pastor-Löh-Haus angekündigt.

Die Grünen schaffen 16,8 Prozent und erhalten damit ebenso viele Sitze wie die SPD: Für die Grünen, die zuvor über vier Sitze verfügt hatten (10,6 Prozent) ein Wahlerfolg, der den hochfliegenden Trend auf Bundesebene widerspiegelt. Burscheids Grüne hatten im Wahlkampf ein Klimaschutz-Programm erarbeitet, das unter anderem die Gründung einer Energiegenossenschaft vorsieht („Egon“).

Die FDP war 2014 dramatisch eingebrochen und hatte fast die Hälfte ihrer Wähler verloren. Nur noch zwei Sitze waren den Liberalen im Stadtrat geblieben, und dabei bleibt es auch im neuen Stadtrat. 2014 hatte die FDP 5,2 Prozent geholt, gestern waren es 4,8 Prozent. Die UWG landet bei 3,6 Prozent und ist unverändert ebenfalls mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten.

Die Linke schafft es auf 1 Prozent, ebenso Einzelbewerber Jurek mit 1,3 Prozent.

Für die CDU holen Argirios Papazoglou, Swantje Wilms, Professor Dr. Jens Feldermann, Fraktionsvorsitzender Dr. Hartmut Schepanski, Barbara Düchting, Reiner Höpken, Peter Tilmans, Daniel Gehrmann, Phil Diederichs, Stefan Bublies, Horst Buttkus, Richard Kretzer, Bernhard Gierse und Christian Mikus die Direktmandate in ihren Wahlbezirken. Phil Diederichs ist dabei der Jüngste in den Reihen der CDU: Der 19-Jährige will sich in seiner Ratsarbeit besonders für den Öffentlichen Nahverkehr und eine funktionierende Anbindung an die Rheinschiene stark machen.

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