Stadtbücherei träumt vom „Raum der 100 Experimente“

Der Förderverein der Stadtbücherei möchte einen positiven Akzent in der Innenstadt setzen und hat sich mit dem „Raum der 100 Experimente“ bei Leader beworben. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Der Förderverein der Stadtbücherei möchte einen positiven Akzent in der Innenstadt setzen und hat sich mit dem „Raum der 100 Experimente“ bei Leader beworben. Archivfoto: Nadja Lehmann

Förderverein hat Bewerbung bei Förderprogramm Leader abgeben

Von Nadja Lehmann

Der Förderverein der Stadtbücherei Burscheid träumt von einem „Raum der 100 Experimente“ – und will damit einen positiven Akzent in der Innenstadt setzen. Ganz konkret heißt das: Man will einen multifunktionalen Raum schaffen, der verschiedenen Nutzungen Rechnung trägt und möchte insbesondere ein „Maker-Space“ einrichten. Das ist ein Multifunktionsraum, in dem man beispielsweise mit Coding-Workshops und Robotikkursen Richtung Zukunft gehen will – in Richtung Digitales und Programmieren. Einüben könnte man aber auch das Nähen mit einer Overlookmaschine.

Möglich soll es das EU-Förderprogramm „Leader“ machen. Dort reichten nämlich drei Bewerber ihre Projekte ein, darunter auch der Burscheider Förderverein – pünktlich zum Bewerbungsschluss in der Leader-Region Bergisches Wasserland, deren 11. Bewerbungsrunde am 31. Januar endete. „Insgesamt würden zur Realisierung der drei aktuellen Projekte rund 142 000 Euro Leader-Fördermittel benötigt“, sagt Martin Deubel, Regionalmanager von Leader-Bergisches Wasserland. Auf seiner Sitzung am 22. März wird der Vorstand des Vereins diese Bewerbungen nun sichten und bewerten.

Hilgen-Neuenhaus und Wipperfürth machen auch mit

Leader ist eine Erfolgsgeschichte. Deubel nennt Zahlen: „Bisher werden in der Leader- Region 39 Projekte vorbereitet oder umgesetzt, die mit insgesamt rund 2,35 Millionen Euro gefördert werden sollen.“ Falls auch die drei aktuellen Bewerbungen berücksichtigt werden, dann neigt sich dieser Topf seinem finanziellen Ende entgegen: „Dann wird das bereitstehende Budget von rund 2,5 Millionen Euro vollständig ausgeschöpft sein“, sagt Deubel.

Welche Ideen gab es noch außer dem Raum der 100 Experimente? Gleich in der Nachbarschaft soll etwas Neues entstehen. Die evangelische Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus möchte auf ihrem Grundstück in Wermelskirchen einen integrativen und multifunktionalen Spielplatz bauen. Dieser soll allen Bürgern offenstehen und so für Familien eine attraktive Anlaufstelle werden. Er ist als Erweiterung des bestehenden Spielplatzes gedacht.

Ebenfalls um „Raum“ geht es in dem Projekt der Wipperfürther Beckmanns Danisch GbR: Auf einem Bauernhof sollen beim „Hofworking – PupUp Co-Working auf dem Land“ mobile Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Arbeit neu definiert: Im oberbergischen Wipperfürth möchte man ein kreatives Netzwerk schaffen, das den Möglichkeitsspielraum ländlicher Strukturen erweitert und Menschen dazu einlädt, neue Arbeitsweisen zu entdecken und gemeinsam Begegnungsorte zu schaffen. Dafür ist neben Büros auch ein „Bulli-Hafen“ geplant, der Übernachtungen ermöglicht.

Die Messlatte, gefördert zu werden, ist durchaus hoch. „Gefördert werden können nur Projekte, die nach Ansicht des Vorstands einen starken Beitrag zur Erfüllung der Ziele des Vereins leisten“, sagt Deubel. Als weitere Fördermöglichkeit können sich Interessierte bis zum 28. Februar um eine Förderung über das Regionalbudget bewerben.

www.leader-bergisches-wasserland.de

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