Burscheid

Stadt stellt drei neue Mitarbeiter vor

Bürgermeister Stefan Caplan (l.) stellte gestern Nadine Becker, Stefan Cserép und Sebastian Nocon (v. l.) vor. Foto: Nadja Lehmann
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Bürgermeister Stefan Caplan (l.) stellte gestern Nadine Becker, Stefan Cserép und Sebastian Nocon (v. l.) vor.
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Im Rathaus macht sich der demografische Wandel bemerkbar: Viele gehen demnächst in den Ruhestand.

Von Nadja Lehmann

Eine Frau und zwei Männer – diese Konstellation spiegelt die Wirklichkeit des Burscheider Rathauses nicht wider, wie Bürgermeister Stefan Caplan gestern Vormittag bei der Vorstellung von drei Neuzugängen feststellte: „Wir haben deutlich mehr Frauen.“ Zu diesem Team gehört nun auch Nadine Becker, die zu gleichen Teilen im Standes- und im Wahlamt arbeitet, gehört Sebastian Nocon, Vorstand der Technischen Werke Burscheid und gehört Stefan Cserép, Leiter des Baubetriebshofs.

Die Burscheider dürften dem Trio vielleicht schon begegnet sein, denn seine Arbeit aufgenommen hat es bereits im vergangenen Jahr. „Wir warten immer etwas ab, bevor wir die Mitarbeiter der Öffentlichkeit vorstellen“, verriet Stefan Caplan. „Dann haben sie schon etwas zu erzählen und wissen, ob es ihnen hier gefällt.“

Dass der Bürgermeister überaus zufrieden mit seinen „Neuen“ ist, daran ließ er keinen Zweifel. Ebenso wenig wie an der Tatsache, dass das Rathaus gerade intensiv nach neuen Gesichtern Ausschau halten muss. „Nicht, weil sie so viele wechseln würden. Aber viele gehen in den Ruhestand. Das wird uns noch die nächsten Jahre begleiten, auch auf der Führungsebene.“

„Wir gucken uns Leute an, die zu uns passen könnten.“

Stefan Caplan, Bürgermeister

Neue Mitarbeiter zu finden, sei nicht einfach, berichtete der Bürgermeister. Es gelte, mit Soft Skills zu punkten: mit gutem Team und Wohlfühlatmosphäre. Früher sei der Ablauf klar gewesen: Ausschreibung, Auswahl, Einstellung. So kam auch Stefan Cserép ins Haus. Bei Nadine Becker war das bereits anders: „Wir gucken uns Leute an, die zu uns passen könnten und sprechen mit ihnen“, skizzierte Caplan die neue Art der Akquise. Im Fall Becker gab’s den entscheidenden Tipp von Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss: Da gebe es im Gummersbacher Jugendamt eine Mitarbeiterin, die gern aus privaten Gründen nach Burscheid wechseln würde. Man lud die die 40-Jährige zum Bewerbungsgespräch ein und fand beim Thema Standesamt zueinander. Dort wurde dringend eine zweite Kraft neben Amtsinhaberin Carola Preuß gesucht. Nadine Becker, ausgebildet für den gehobenen Verwaltungsdienst, holte sich den letzten standesamtlichen Schliff beim Lehrgang in Bad Salzschlirf. „Ich war anfangs etwas ängstlich mit gleich zwei Aufgabenbereichen“, bekannte sie gestern mit Blick auf ihren zweiten Part im Wahlbüro. „Aber ich bin so gut aufgenommen wurden. Ich bereue es keine Sekunde.“

Die jahrelange Pendelei von Gummersbach zum Burscheider Lebensgefährten hat damit ihr glückliches Ende genommen. Die 40-Jährige ist angekommen – mit Arbeitsplatz und Wohnsitz in Burscheid. 27 Trauungen hat sie mittlerweile vollzogen und drei Hausgeburten (waschechte kleine Burscheider) willkommen heißen dürfen. Bike-Fans dürften ihren Namen schon gehört haben: Beim Stadtradeln glänzte sie fürs Rathaus mit den meisten Kilometern.

Vorstand Sebastian Nocon hat sich in den Technischen Werken Burscheid hochgearbeitet, wie er selbst sagt. 2010 fing er als Sachbearbeiter an, wurde 2017 stellvertretender Vorstand. Der 39-Jährige, der aus Wermelskirchen stammt und vier Kinder hat (lachend: „Jetzt ist auch Schluss“), hat sich über den rathauseigenen Kurs für Nachwuchskräfte, der rund zweieinhalb Jahre dauert, für die größere Aufgabe empfohlen. Der Diplom-Verwaltungswirt hatte zuvor in Bergisch Gladbach und Kürten gearbeitet und schätzt technische Innovation: wie den Flüssigboden, den er in die obere Hauptstraße eingebaut hat.

Stefan Cserép hat Leverkusen für Burscheid verlassen. Jedenfalls arbeitsmäßig. Der 56-Jährige ist gelernter Betriebsschlosser und hat bei den Technischen Betrieben Leverkusen gearbeitet. Winterdienst, Straßenreinigung: Dem zweifachen Familienvater ist nichts fremd. „Ich will die Mitarbeiter nach ihren Fähigkeiten einsetzen“, sagte er über sein 24-köpfiges Team, dessen Aufgabenfeld von der Grünpflege bis zur Straßenunterhaltung reicht und das es durch Corona schwer hatte: „Wir haben in zwei Schichten gearbeitet“, so Cserép. Das ist zwar nun aufgehoben, das Team aber bleibt geschrumpft: Denn nun wollen viele nach der Krise in den Urlaub. „In der Grünpflege arbeiten wir deshalb noch dran, dass wir wieder im Plan sind.“

Hintergrund

Weiterbildung: Gemeinsam mit seinen Nachbarstädten Wermelskirchen und Hückeswagen bietet Burscheid für die Verwaltung ein Nachwuchskräfteführungsprogramm an, das zweieinhalb Jahre dauert. Daraus hervorgegangen sind beispielsweise Ordnungsamtsleiter Marco Fuss, Heike Wunderlich, Leiterin Stadtentwicklungsamt, und Fachbereichsleiter Marc Baack.

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