Stadt fehlen Ressourcen, um Anlage zu kontrollieren

Glasbruch und Dreck: Die BfB-Fraktion hatte den Zustand der Schulsportanlage Im Hagen dokumentiert.Archivfoto: BfB
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Glasbruch und Dreck: Die BfB-Fraktion hatte den Zustand der Schulsportanlage Im Hagen dokumentiert.Archivfoto: BfB

BfB hatte Zustand an der Schulsportanlage Im Hagen kritisiert – Jetzt diskutierte der Hauptausschuss darüber

Von Nadja Lehmann

Glasbruch, Dreck und überquellende Mülleimer: Ein Zustand, den das Bündnis für Burscheid (BfB) für die Schulsportanlage Im Hagen nicht länger hinnehmen mochte. Die Fraktion wandte sich an Bürgermeister Stefan Caplan und forderte ihn auf, „durch gezielte ordnungsbehördliche Maßnahmen Sicherheit und Ordnung auf der Schulsportanlage Im Hagen herzustellen und die gesamte Anlage einer Generalreinigung zu unterziehen.“ Jetzt diskutierten Burscheids Kommunalpolitiker auf der Hauptausschusssitzung über die Situation.

Es sei der Stadt bekannt, dass dort „nicht die sauberste Ecke“ sei, räumte Fachbereichsleiter Marc Baack auf der Sitzung im Haus der Kunst ein. Normalerweise übernehme der dortige Hausmeister anstehende Säuberungen, möglicherweise hätten die Sommerferien diesen Rhythmus unterbrochen. „Wir haben deshalb außer der Reihe die Technischen Werke mit dem Kehrwagen durchfahren lassen.“

Baack bestätigte, dass auch die Verwaltung den Eindruck habe, Müllaufkommen und Rücksichtslosigkeit nähmen an dieser Stelle zu. Aber er machte auch eines unmissverständlich klar: „Wir können nicht versprechen, dass es jetzt sauber bleibt. Wir können diesen Standard nicht halten. Anderenfalls müssten wir über eine Aufstockung unserer Ressourcen sprechen.“

Leichtathleten sind inzwischen auf dem Griesberg

Stadt und Schule teilten sich Im Hagen die Zuständigkeit, erklärte Amtsleiter Dirk Runge: „Zwei Drittel gehören zur Sportanlage. Diese wurde früher stark von den Leichtathleten genutzt. Inzwischen aber sind sie auf der Anlage am Griesberg. Stattdessen feiern Im Hagen die Jugendlichen.“

In seinem Antrag hatte das BfB darauf gedrungen, „ordnungsbehördliche Maßnahmen“ zu ergreifen, sprich: Ordnungsamt und Polizei dort gemeinsam auf Streife zu schicken. „Man müsste dort Präsenz zeigen“, betonte BfB-Fraktionsvorsitzender Michael Baggeler. „Das ist inzwischen ein Hotspot.“

„Einen kommunalen Ordnungsdienst gibt es nicht. Wir haben vier Leute im Außendienst, die für den ruhenden Verkehr zuständig sind“, lautete die Antwort von Dirk Runge. In Corona-Zeiten habe man deshalb eigens Externe einstellen müssen, die die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln überprüft hätten.

Runge wies darauf hin, dass sich aus seiner Sicht das Problem durch Kontrollen lediglich verlagern würde. Die Stadt werde aber die Polizei informieren, mit der Bitte, an der Anlage auch auszusteigen und zu Fuß nach dem Rechten zu sehen.

Runge griff aber auch einen Hinweis Michael Baggelers auf die zu 2022 erhoffte Förderung und damit verbundene Sanierung der Sportanlage auf: „Wir hoffen, dass dann mit der neuen Anlage pfleglicher umgegangen wird“, betonte der Amtsleiter. Bereits vor zwei Jahren hatte die BfB-Fraktion schon einmal auf den Zustand der Anlage hingewiesen.

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