Sportvereine sollen auf Fördertöpfe zugreifen

Dach muss saniert werden: Die Burscheider Schützen nutzen ihr Haus an der Hauptstraße gern (hier in der Vorbereitung aufs letzte Oktoberfest) und fungieren es zu Karneval auch als Rathaus um. Archivfoto: Doro Siewert
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Dach muss saniert werden: Die Burscheider Schützen nutzen ihr Haus an der Hauptstraße gern (hier in der Vorbereitung aufs letzte Oktoberfest) und fungieren es zu Karneval auch als Rathaus um. Archivfoto: Doro Siewert

Stadt will dabei unterstützen und dafür auch die Rücklagen der Sportpauschale anzapfen.

Von Nadja Lehmann

Zwar ist es auf den Sportanlagen und -plätzen Burscheids derzeit ruhig. Doch hinter den Kulissen tut sich einiges – und das nicht nur bei Aktivitäten und Angeboten, die ins Internet wandern. Sondern auch beim Geld. Stichwort: Sportpauschale. Schon der Sportausschuss hatte sich im Januar damit beschäftigt und grünes Licht für die Verteilung gegeben: Rund 18 000 Euro sollen den Burscheider Vereinen zugute kommen.

Eine Sonderrolle nahm dabei der Tennisclub Grün-Weiß ein: Er sollte zuerst nur das bekommen, was vom Geldsegen übrig blieb. So hatte es der Stadtsportverband entschieden, der dem Wunsch von Grün-Weiß nach einer Frühjahrsinstandsetzung auf der Antragsliste die niedrigste Priorisierung zugewiesen hatte. Als dann der Hauptausschuss zusammentrat, hatte sich der Tennisclub umentschieden, seinen Antrag zur Frühjahrsinstandsetzung zurückgezogen und stattdessen einen neuen Antrag zur Sanierung der Heizungsanlage gestellt. Auch der Burscheider Schützenverein zog mit einem Antrag nach: für Dachsanierung und Erneuerung der Elektroanlage. „Der Stadtsportverband befürwortet die Anträge der beiden Vereine und hat eine neue Priorisierung vorgenommen“, berichtete Bürgermeister Stefan Caplan im Fachgremium.

Konkret bewerben sich beide Vereine um Aufnahme ins Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. Ihr zu leistender Eigenanteil soll dann mit einem Zuschuss aus der Sportpauschale abgemildert werden. Diese würden dann zum ersten Mal in Gänze ausgeschöpft bzw. sogar um rund 5800 Euro überschritten werden. Caplan warb dafür, denn: „Der Eigenanteil bleibt hoch. Aber wir müssen jetzt auf diese Töpfe zugreifen, sonst gibt es nichts mehr.“ Die Eigenanteile sollten alle finanziert werden, so Caplan: „Es ist der einzige Weg, wie wir helfen können.“

Vorschlag der Stadtverwaltung: Man solle die 5800 Euro ausnahmsweise aus den Rücklagen der Sportpauschale finanzieren. Auf der hohen Kante schlummern derzeit knapp 37 300 Euro. Der Hauptausschuss machte dafür den Weg schon einmal frei – einstimmig.

Land hat Förderung „Moderne Sportstätten 2022“ aufgelegt

Damit soll es den Sportvereinen ermöglicht werden, vom Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ zu profitieren. Dieses hatte das Land aufgelegt: Nordrhein-Westfalen will so die Modernisierung, Instandsetzung, Ausstattung und Sanierung von Sportstätten und -anlagen unterstützen und den bestehenden Investitionsstau mindern.

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