Förderung

Sportstätten sind in die Jahre gekommen

Die Max-Siebold-Halle ist das Zuhause der Bergischen Panther. Die Fans jubeln (noch) von der alten Tribüne. Archivfoto: Doro Siewert
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Die Max-Siebold-Halle ist das Zuhause der Bergischen Panther. Die Fans jubeln (noch) von der alten Tribüne. Archivfoto: Doro Siewert
  • VonNadja Lehmann
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Grünes Licht durch die Politik für Förderantrag, der Max-Siebold-Halle und Sportanlage Im Hagen zugute kommt.

Burscheid. Das Thema „Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten“ ist für die Burscheider Kommunalpolitiker bereits ein guter alter Bekannter. Was auf der Sportanlage Im Hagen und mit der Tribüne in der Max-Siebold-Halle passieren soll, wenn es mit dem Förderantrag klappt, darüber sprach im Oktober schon der Sportausschuss noch in seiner alten Besetzung. Und das unter Zeitdruck: Denn Ende Oktober musste der Förderantrag in Richtung Düsseldorf fertiggestellt und abgeschickt sein. Deshalb lief das Prozedere im Oktober als Dringlichkeitsbeschluss. „Erst Mitte Juni kam überhaupt die Ankündigung, dass es ein solches Programm gibt“, hatte Fachbereichsleiter Dirk Runge berichtet. Bürgermeister Stefan Caplan hatte der Eile auch etwas Gutes abgewonnen: „Wir könnten Glück haben, weil andere Städte nicht schnell genug sind und das nicht so huppeldiwupp hinbekommen.“ Bereits im Oktober war aber natürlich auch klar: Sobald der neu gewählte Stadtrat zusammentritt, muss auch er noch sein Okay zum Dringlichkeitsbeschluss geben. Wegen Covid-19 hatte dann jedoch der Hauptausschuss die Rolle des Stadtrats übernommen. „Und so eine Beschlussvorlage wird mitgeschleift, bis der Rat endlich tagt“, sagte Caplan nun ein paar Monate später in der Aula der Johannes-Löh-Gesamtschule. Einstimmig gaben die Kommunalpolitiker grünes Licht.

Profitieren vom Förderprogramm sollen die Sportanlage Im Hagen sowie die Tribüne der Max-Siebold-Halle in Hilgen. Erstere ist mit Kosten von rund 750 000 Euro veranschlagt, die Tribüne mit knapp 380 000 Euro. „Es ist dringend geboten, etwas zu machen“, hatte schon im Oktober Dirk Runge betont – mit Blick auf Im Hagen, das im Antrag nun unter „Priorität 1“ läuft.

Denn die Sportanlage, entstanden 1979, ist in die Jahre gekommen: Die Leichtathletikanlagen befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand, die Spielfläche ist aufgeplatzt. Entstehen sollen neben Sprunggrube und Laufbahn zwei sanierte Kleinspielfelder, ein Skatepark, eine mit Wildblumen begrünte Aufenthaltsfläche, ein Kleinspielfeld, eine Schatteninsel mit Boulebahn, Stationen für Gymnastik und fürs Klettern sowie ein Rückzugsraum für Qigong und Yoga. Eine wichtige Rolle spielen Begrünung sowie die Anbindung an die Trasse.

In der Beschlussvorlage wird auch der gesellschaftliche Aspekt dieser Umgestaltung hervorgehoben. Auf vergleichsweise überschaubarer Fläche würden Sport- und Naherholungsmöglichkeitenfür Familien, für Jung und Alt, für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, gesellschaftlichen, sozialen und religiösen Hintergründen geschaffen: „Der Sport ist immer wieder ein wichtiger Antrieb zur sozialen Integration. Eine Sportanlage, die so viele verschiedene Möglichkeiten zum gemeinsamen Sporttreiben bietet, kann hierzu erheblich beitragen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Handlungsbedarf besteht auch in Hilgen

Handlungsbedarf herrscht auch in Hilgen: Die aus dem Jahr 1976 stammende Max-Siebold-Halle wird von der Ernst-Moritz-Arndt-Schule sowie der Grundschule Dierath genutzt, aber auch von Kindergärten und Vereinen. Und von der Handballspielgemeinschaft Bergische Panther, deren Fans sie von der Teleskopbühne anfeuern. Diese ist jedoch in die Jahre gekommen – und damit reparaturanfällig.

Die neue Tribüne soll elektrisch betrieben werden. Heißt: Mittels einer Steuerung kann sie ein- und ausgefahren werden. Und nicht genug: Weil sie ein Höchstmaß an Flexibilität mitbringen soll, sollen auch einzelne Teile der Tribüne beweglich und ausfahrbar sein. Geplant ist auch eine Beleuchtung der dahinterliegenden Arbeitsräume.

Drei Angebote wurden eingeholt, um eine Kostenschätzung vornehmen zu können. Für die Modernisierung fallen Kosten von rund 378 000 Euro an; für Wartungs- und Reparaturkosten sind jährlich 1000 Euro veranschlagt.

„Geprüft wird aktuell, ob ein neues Brandschutzkonzept notwendig ist und ob gegebenenfalls ein Bauantrag gestellt werden muss“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Insgesamt stehen für den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ für das Jahr 2021 voraussichtlich rund 31 Millionen Euro zur Verfügung – für ganz Nordrhein-Westfalen. Burscheid will die maximale Förderhöhe bei den Tiefbaumaßnahmen von 750 000 Euro ausschöpfen.

Hintergrund

Im Hagen: Die Sportanlage Im Hagen, fertiggestellt im Oktober 1979, besteht aus zwei Kleinspielfeldern (Kunststoff), einer 100-Meter-Laufbahn (einst sechsbahnig), einer Kugelstoßanlage, einer Weitsprunganlage, drei Tischtennisplatten, einer Spielfläche (Asphalt). Im Juni 2006 wurde die Sportanlage um eine Beachvolleyball-Anlage erweitert, diese wurde an die Burscheider Turngemeinde verpachtet.

Max-Siebold-Halle: Die Sporthalle wurde 1976 fertiggestellt. Die Teleskoptribüne bietet rund 400 Zuschauern Platz – wichtig für die Heimspiele der Bergischen Panther. Die Handballer spielen seit 2016 in der 3. Liga. Eine neue Tribüne gilt als wichtiger Eckpunkt für die Attraktivität der Sportstätte in Hilgen.

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