Ausschuss

Sportpauschale soll acht Vereinen helfen

Der Tennisclub Grün-Weiß (hier links Trainer Alexander Müller-Gotthardt im Doppel) bringt mit der Sportpauschale die Plätze auf Vordermann. Archivfoto: Doro Siewert
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Der Tennisclub Grün-Weiß (hier links Trainer Alexander Müller-Gotthardt im Doppel) bringt mit der Sportpauschale die Plätze auf Vordermann. Archivfoto: Doro Siewert
  • VonNadja Lehmann
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Beantragte Summe beläuft sich auf 26 000 Euro – Griff in die Rücklage notwendig – Entscheidung fällt am 20. Mai.

Burscheid. Burscheid fühlt sich als Musikstadt; das Herz vieler Kommunalpolitiker hängt aber auch am Sport. „Im Zweifel sind wir im Sportausschuss immer für den Verein“, hatte im März auf dessen Sitzung der Fraktionsvorsitzende des Bündnis für Burscheid (BfB), Michael Baggeler, erklärt – und damit sicher einigen Ausschusskollegen aus dem Herzen gesprochen. Das Thema „Sportpauschale 2021“ wandert derzeit durch die Gremien: Im März sprach der Sportausschuss über die dem entsprechenden Summen, nun war der Hauptausschuss an der Reihe, im Mai wird es in den Rat gehen – sofern dieser unter den Corona-Regeln tagen darf.

Die Pandemie prägt die Politik, sie prägt aber auch den Sport. Auf dessen Anlagen ist es ruhig geworden; Sport zu treiben ist meist nur noch in digitaler Form möglich. Viele Burscheider Vereine sind in diesem Bereich pfiffig und innovativ unterwegs. Gleichwohl müssen die Anlagen weiterhin gepflegt und in Schuss gehalten werden. Acht Burscheider Vereine haben sich um Unterstützung aus der Sportpauschale beworben: Ballspielverein Burscheid, Burscheider Turngemeinde, Hilgener Schützenverein, Turnerbund Groß Oesinghausen, Turngemeinde Hilgen 04, Ländlicher Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh, Burscheider Schützenverein und Tennisclub Grün-Weiß.

Insgesamt stehen in diesem Jahr rund 18 000 Euro zur Verfügung. Zu wenig. Denn sollten alle politischen Gremien die Anträge aller Sportvereine abnicken, kämen mehr als 26 000 Euro zusammen. In der Beschlussvorlage schlägt die Stadtverwaltung deshalb vor, die fehlende Summe aus der Rücklage zu entnehmen. „Ausnahmsweise“ heißt es ausdrücklich in der Vorlage, und dieses „Ausnahmsweise“ hatte auch Bürgermeister Stefan Caplan bereits im Sportausschuss immer wieder mahnend hervorgehoben. Doch so soll sichergestellt werden, dass die Sportvereine vom landesweiten Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ profitieren, mit dem das Land bereits vorhandene Anlagen wieder aufmöbeln will. Die Mehrheit aller in der Sportpauschale beantragten Maßnahmen hängt mit diesem Förderprogramm und dessen Umsetzung zusammen. „Mit diesem Förderprogramm werden dringende Investitionen der Vereine in die vereinseigenen Sportstätten finanziell erst möglich“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Auf 6000 Euro hofft die Burscheider Turngemeinde für Fußbodenheizung und Sanierung des Hallenbodens. Ebenso der Ballspielverein, der damit Inneneinrichtung, Dachdecker- und Elektrikerarbeiten seines neuen Vereinsheims finanziert (wir berichteten). Heizungsanlage und Kaminsanierung hat der Hilgener Schützenverein im Blick. Zuschuss: knapp 1800 Euro.

Turnerbund Groß Oesinghausen will seine Sanitärräume sanieren

Der Turnerbund Groß Oesinghausen will die Sanitärräume sanieren, der Kostenvoranschlag liegt bei 50 000 Euro. Rund 36 000 Euro gab es bereits durchs Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“; aus der Sportpauschale hofft man auf rund 2000 Euro.

„Der Fußboden fault durch“, heißt es im Antrag der Turngemeinde Hilgen über ihren Schiedsrichtercontainer, in dem diese duschen und sich umziehen können. Eie Reparatur sei unwirtschaftlich, schreibt der Vorsitzende Horst Buttkus: „Wir planen einen Austausch.“ Der kostet rund 12 000 Euro, und die TGH wünscht sich einen Zuschuss von rund 3300 Euro.

Seine Reithalle in Oberwietsche will der Ländliche Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh auffrischen, indem der nötige Sand ergänzt und aufgefüllt wird. Eine notwendige Maßnahme, da die Halle speziell im Winter intensiv genutzt werde, so der Reitverein, der einen Zuschuss von 420 Euro beantragt hat.

Der Burscheider Schützenverein will seine Lüftungsanlage erneuern und nimmt dafür knapp 20 000 Euro in die Hand. Aus der Sportpauschale haben die Schützen knapp 6000 Euro beantragt.

Tennisclub Grün-Weiß setzt seine Plätze auf seiner Anlage Auf dem Schulberg instand. Das kostet mehr als 4000 Euro; die Sportpauschale könnte mit knapp 1300 Euro beispringen.

Der Hauptausschuss gab ebenso grünes Licht, wie es der Sportausschuss getan hatte. Die endgültige Entscheidung soll am 20. Mai fallen, wenn der Stadtrat zusammentritt.

Hintergrund

Ortsrecht: Die Stadt fördert den Sport im Rahmen der vom Land NRW bewilligten Sportpauschale. Vorrangiges Ziel ist die Sanierung und der Erhalt der vorhandenen Sportstätten (Substanzerhaltung), um den Sport für alle Teile der Bevölkerung zu ermöglichen und die Aufgabenerfüllung bei der Kinder- und Jugendförderung sowie Gesundheitsentwicklung zu erleichtern. Weiteres Ziel ist der wirksame Ausbau der Sportstätteninfrastruktur im Sinne einer gemeinschaftlichen Aufgabe von Stadt, Sportverband und Vereinen.

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