Hoffnung ruht auf nächstem Jahr

Sportanlage hängt in der Warteschleife

Die Sportanlage Im Hagen hat ihre besten Tage hinter sich. Ihre Sanierung ist nun jedoch in die Warteschleife geraten. Foto: Doro Siewert
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Die Sportanlage Im Hagen hat ihre besten Tage hinter sich. Ihre Sanierung ist nun jedoch in die Warteschleife geraten.

Land berücksichtigt Förderantrag für das Areal Im Hagen für 2021 nicht.

Von Nadja Lehmann

Bodo Jakob ist enttäuscht: Eigentlich sollte die in die Jahre gekommene Sportanlage Im Hagen noch 2021 aufgemöbelt und mit einer neuen Skateranlage wieder attraktiver gemacht werden. Doch daraus wird nichts, wie Bodo Jakob, der dem Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln angehört und dem Stadtsportverband Burscheid vorsteht, nun mitteilt. Denn die Förderung bleibt (zunächst) aus: Geld, das aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2021 stammt. „Doch Burscheid wurde vom Landesministerium als eine von zwei Kommunen mit A-Stempel nicht berücksichtigt“, bedauert Jakob. Die Bezirksregierung Köln habe dies in der Sitzung der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen (KRS) mit der landesweiten Überzeichnung des Programmes begründet.

„Viele Jugendliche hatten sich besonders auf die neue Skateranlage gefreut, die in der neu gestalteten Sportanlage entstehen soll“, sagt Jakob. Er bleibt jedoch vorsichtig optimistisch: Hoffnung auf eine Realisierung im nächsten Jahr mache ihm der Hinweis des Ministeriums, 2022 ein Förderprogramm nur aus den bereits vorliegenden Anträgen zu generieren.

Einen Haken allerdings gibt es. Und den sprach der SPD-Politiker auch gleich in Köln an: Ob an dem Grundsatz der Förderung von nur einem Projekt pro Kommune weiterhin festgehalten werde? Denn Burscheid hatte gleichzeitig einen zweiten Antrag auf den Weg gebracht, der der Erneuerung der Tribüne in der Max-Siebold-Halle gilt. Dieser ist (noch) in der Förderpriorität tiefer angesiedelt, nämlich in der Stufe B. „Grundsätzlich sollte das kein Hinderungsgrund sein, ob die Tribünenanlage aber tatsächlich 2022 zum Zuge kommt, hängt vom Fördervolumen und der landesweiten Antragssituation ab“: So habe die Antwort der Bezirksregierung gelautet, die ihn, wie Bodo Jakob bekennt, „nur teilweise zufrieden stellt“.

Im Oktober musste alles ganz schnell gehen

Im Oktober hatte der Sportausschuss per Dringlichkeitsbeschluss die beiden Anträge auf den Weg gebracht. Die Zeit lief den Politikern quasi davon, denn Ende Oktober musste alles bereits dem Landesministerium vorliegen. „Erst Mitte Juni kam überhaupt die Ankündigung, dass es ein solches Programm gibt“, hatte Fachbereichsleiter Dirk Runge damals erklärt.

Insgesamt stehen dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ für das Jahr 2021 voraussichtlich rund 31 Millionen Euro zur Verfügung – für ganz Nordrhein-Westfalen. Die Sportanlage Im Hagen ist dabei mit rund 750 000 Euro veranschlagt, die Tribüne in Hilgen mit knapp 380 000 Euro. „Es ist dringend geboten, etwas zu machen“, hatte Dirk Runge schon im Oktober betont – mit Blick auf Im Hagen. Denn die Sportanlage, entstanden 1979, ist alles andere als taufrisch: Die Leichtathletikanlagen befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand, die Spielfläche ist aufgeplatzt. Entstehen sollen neben Sprunggrube und Laufbahn zwei sanierte Kleinspielfelder, ein Skateranlage, eine mit Wildblumen begrünte Aufenthaltsfläche, ein Kleinspielfeld, eine Schatteninsel mit Boulebahn, Stationen für Gymnastik und fürs Klettern sowie ein Rückzugsraum für Qigong und Yoga. Eine wichtige Rolle spielen Begrünung sowie die Anbindung an die Trasse.

Handlungsbedarf herrscht auch in Hilgen: Die aus dem Jahr 1976 stammende Max-Siebold-Halle wird von der Ernst-Moritz-Arndt-Schule sowie der Grundschule Dierath genutzt, aber auch von Kindergärten und Vereinen. Und von der Handballspielgemeinschaft Bergische Panther, deren Fans sie von der Teleskopbühne anfeuern. Diese ist jedoch in die Jahre gekommen – und damit reparaturanfällig. Die neue Tribüne soll elektrisch betrieben werden. Heißt: Mittels einer Steuerung kann sie ein- und ausgefahren werden. Zudem sollen einzelne Teile der Tribüne beweglich und ausfahrbar sein.

Investitionspakt

Durch die Förderung des Landes sollen Kommunen beim Erhalt ihrer Sportinfrastruktur unterstützt werden. Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken und gleichzeitig Orte der sozialen Integration zu schaffen. So werden Schwimmbäder erneuert, Sporthallen saniert, Skateanlagen errichtet. Das Land berichtet von vielen Projekte von hoher Qualität.

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