SPD will Großhamberg mit einem Staudamm schützen

Klaus Becker (SPD, r.) und Anwohner Karl-Heinz Heine weisen dem Staudamm seinen Platz zu. Archivfoto: nal
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Klaus Becker (SPD, r.) und Anwohner Karl-Heinz Heine weisen dem Staudamm seinen Platz zu. Archivfoto: nal

Heute Abend tagt der Umweltausschuss im Haus der Kunst

Von Nadja Lehmann

Wenn am heutigen Dienstag die Mitglieder des Umweltausschusses im Haus der Kunst zusammentreten, dann wird auch die SPD einen Wunsch im Gepäck haben: den nach einem ökologischen Staudamm in Großhamberg.

Wer erinnert sich nicht an den unablässig herunterrauschenden Regen Mitte Juli, der aus kleinen behaglichen Bächlein reißende unberechenbare Wassermassen machte und vielen Menschen im Rheinland ihr Zuhause nahm? Auch Burscheid bekam seinen Teil ab. Bei allem Schrecken und Schaden aber waren sich die Menschen hier jedoch einig, Glück im Unglück gehabt zu haben. Es gab keine Toten und Verletzten. Schäden aber durchaus. Wie in Großhamberg. In dem kleinen Ortsteil entwickelte sich der gemächliche Bornheimer Bach zum gefährlichen Strom.

SPD-Fraktionschef Klaus Becker ist dort schon öfters zu Gast gewesen. Und auch im Juli war er dort wieder zur Stelle. Mit den Jusos hatte er die Gefahrenlage in Großhamberg bereits vor Jahren in den Blick genommen und eine Idee entwickelt: Ein Damm könnte es richten. „Damals ist das in den Gremien versickert“, sagt Becker.

Diesen Lösungsansatz machte Becker, der im Juli mit Anwohner Karl-Heinz Heine und dem Bergischen Volksboten aufs Ortsbegehung war, erneut aus: In Form einer großen Mulde. Die liegt Großhamberg quasi gegenüber. Fischteiche hat es hier mal gegeben, das Gebiet steht unter Naturschutz. Der hoch gelegene Weg führt empor in Richtung Rötzinghofen. Unter ihm, an den einstigen Fischteichen, tut sich die riesige Mulde auf. Sie könnte zum Auffangbecken für den Bornheimer Bach werden, den ein auf Wegniveau gelegener Staudamm bändigen soll. „Der Bach hat hier alle Möglichkeiten“, fand Klaus Becker schon im Juli. Ohne dass die Natur verschandelt wird, da sind sich der SPD-Politiker und Karl-Heinz Heine einig. Durch Rohre im begrünten Damm könnte die Fließgeschwindigkeit des Bachs verringert werden. „Das Genehmigungsverfahren muss noch dieses Jahr angepackt werden“, gab Becker die Marschroute vor.

Für den Mühlenbetrieb wurde der Bach in ein Korsett gepresst

Die in Großhamberg gelegnen alte Mühle hat einiges damit zu tun, dass Großhamberg mit solcher Wucht getroffen wurde. Denn für den Mühlenbetrieb wurde der Bornheimer Bach unters Straßenpflaster der Kreisstraße 2 und in Rohre gezwängt. „Sie waren ursprünglich aber nur für den Mühlenbetrieb gedacht“, erklärte Karl-Heinz Heine bei der Ortsbegehung. Ein Problem, das die Feuerwehr in den dramatischen Unwetterstunden im Juli sofort erkannte: Direkt an der Verrohrung baute sie eine von drei Pumpstationen auf, versuchte, Entlastung zu schaffen. Bis es nicht mehr ging.

Nun wird der SPD-Antrag am heutigen Dienstag im Haus der Kunst Thema. Amtsleiter Marc Baack wird berichten und Stellung beziehen. Zuvor ist der Wupperverband zu Gast: Dessen Vertreter will die Überflutungssituation Revue passieren lassen und Möglichkeiten aufzeigen, die die Wiederholung einer solchen Einsatzlage vermeiden helfen sollen.

Der Ausschuss tritt heute Abend um 17.30 Uhr im Haus der Kunst zusammen; die Sitzung ist öffentlich. Im Anschluss tagt, ebenfalls im Haus der Kunst, der Beirat für Abfallentsorgung.

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