SPD: „Hilgen hat einen eigenen Fingerabdruck“

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Wahlprüfstein: Wie kann die Politik Hilgen stärken? Reicht das Lidl-Projekt aus?

Von Nadja Lehmann

Für den 13. September sind die Burscheider aufgerufen, bei der Kommunalwahl Bürgermeister, Stadtrat und Kreistag zu wählen. Der BV hat dazu Wahlprüfsteine formuliert: Fragen, die allen demokratischen Parteien zugegangen sind.

Frage 6: Hilgen fühlt sich manchmal übersehen und übergangen. Wie kann die Politik den Stadtteil stärken. Reicht das Lidl-Projekt aus?

CDU: Wir glauben nicht, dass sich Hilgen heute übersehen oder übergangen fühlt. Im Gegenteil, dort wird wahrgenommen, was schon alles passiert ist und dass wir auf die Entwicklung des Hilgener Zentrums großen Wert legen. Erreicht werden konnte bereits die Neugestaltung des Raiffeisen-Platzes, die Durchgängigkeit des Panoramaradweges, der Umbau der B51, der Neubau der Feuerwache, der Bau der Mobilstation und die neue Polizeistation. Aber auch die Umsetzung des ehemaligen Thiel-Geländes zu Wohnzwecken stärkt den Standort. Das Lidl-Projekt erfüllt gleich mehrere Funktionen. Es sorgt für eine Innenstadt-Nahversorgung, die von vielen ohne Auto erreicht werden kann. Es sorgt dafür, dass sich im Umfeld wieder der Einzelhandel festigt und wahrscheinlich auch neuer Einzelhandel hinzukommt. Außerdem wird damit das in Hilgen vorhandene Defizit (Wohnen im Alter, ambulant betreute Wohngruppe) beseitigt.

SPD: Hilgen hat sich in den letzten Jahren, dank IEHK, gut entwickelt. Engagierte Bürger setzen sich ehrenamtlich für Hilgen ein. Das Brunnenfest hat seinen festen Platz im Veranstaltungskalender gefunden. Das Gleiche gilt für das Hilgener Schützenfest. Die TGH (Turngemeinde Hilgen) bietet ein vielfältiges Sportprogramm an. Der Oldtimertreff am alten Bahnhof ist überregional bekannt. Wir denken, dass Hilgen schon jetzt einen eigenen Fingerabdruck hat. Das wollen wir auch so beibehalten und unterstützen. Das Lidl-Projekt ist eine Baumaßnahme, welche für Hilgen prägend sein wird. Hier möchte die SPD mehr bergisches Fachwerk integriert wissen. Die Fassade des Gebäudes ist für uns eine elementare Frage, die auch bei der endgültigen Vergabe und der politischen Beschlussfassung wichtige Bedeutung für uns haben wird.

Bündnis für Burscheid: Wir denken nicht, dass Hilgen übersehen und übergangen wird - jedenfalls nicht mehr in den letzten zwölf Jahren. Hilgen gilt heute als sehr rühriger Stadtteil. Und mit den Projekten „Bahnhof/Ziegelei“ und „Lidl“ geht es ja weiter. Auch letzteres ist inhaltlich - Lebensmittel-Nahversorgung, ambulantes betreutes Wohnen und ein neuer Brunnenplatz als Dorfmittelpunkt - ein großer Gewinn für Hilgen, vor allem für die Ortsmitte. Unsere Sorge ist nur, ob das bislang geplante Gebäude das Ortsbild nicht überfordert.

Bündnis 90/Grüne: Hilgen wird auch im IEHK gleichberechtigt mit Burscheid behandelt. Spezielle Projekte sind vorgesehen, die die Lebensqualität steigern werden. Die Lidl-Eröffnung wird einen entscheidenden Impuls bringen. Dinge des täglichen Bedarfs bringen zusätzlich Publikum auch für andere Geschäfte und Institutionen ins Dorf. Außerdem sind viele Menschen in Hilgen bereit, sich einzubringen: sie garantieren ein aktives Dorfleben. Aufgabe der Politik ist es daher, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, etwa durch Optimierung der Infrastruktur oder unbürokratische Hilfen.

UWG: Hilgen hat aufgeholt, siehe Neugestaltung des Ortskerns; Neubau und Umgestaltung B51 von der Stadtgrenze Wermelskirchen bis Dünweg. Neuanlage Raiffeisenplatz, zentrale Haltestellen Linie 230/240/252/260.

FDP: Hilgen ist in den letzten Jahren durch angemessene Wohnbautätigkeit stetig gewachsen, das Thiel-Gelände hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht, dessen Auswirkungen noch gar nicht vollständig abzusehen sind. Entsprechend setzt die FDP sich dafür ein, dass Kitas, Schulen und Betreuungsangebote, aber auch Spielplätze und Sportanlagen weiter zu planen sind. Durch den jetzt staufreien Umbau der Bundesstraße und die Umgestaltung des Raiffeisenplatzes ist verkehrlich einiges geschehen. Neben der Ansiedlung eines Vollsortimenters im Zentrum erwarten wir uns auch wichtige Impulse durch die Entwicklung des Ziegeleigeländes zusammen mit Wermelskirchen. Durch die Einbeziehung von Hilgen in das IEHK bestehen finanzielle Anreize für Hauseigentümer, am Fassadenprogramm des IEHK teilzunehmen und dadurch das Stadtbild zu verbessern.

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