Ökumenische Trostsignale

Sonntags sollen die Kerzen in den Fenstern leuchten

Ein Zeichen der Besinnung: An Adventssonntagen ist die Kirche an der Hauptstraße erleuchtet, ebenso ihr Pendant in Dünweg. Archivfoto: nal
+
Ein Zeichen der Besinnung: An Adventssonntagen ist die Kirche an der Hauptstraße erleuchtet, ebenso ihr Pendant in Dünweg.
  • VonNadja Lehmann
    schließen

Burscheids Gemeinden senden „ökumenische Trostsignale“ gegen die Einsamkeit aus

Von Nadja Lehmann

Annerose Frickenschmidt spricht von „ökumenischen Trostsignalen“. Und die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Burscheid weiß auch genau, dass diese not tun: „In dieser Zeit, in der uns nicht nur die langen Nachtstunden zu schaffen machen, sondern auch Momente innerer Dunkelheit, suchen wir nach Trost“, sagt sie.

„Mehr denn je brauchen wir andere Menschen, ihre Nähe, ihr Lachen, geteiltes Leid, geteilte Ängste, geteilte Empörung auch über ein Virus, das uns noch so fest im Griff hat.“ Wie könne man spüren, dass man nicht vergessen sei, auch wenn man kaum jemanden unbekümmert treffen könne oder sogar die meisten Stunden des Tages allein verbringe?

Ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität

„Wir wollen einander signalisieren, dass wir uns nicht vergessen: nicht die Nachbarn, nicht die Kollegen, nicht die Verwandten oder Freunde und auch nicht die vielen in Burscheid und in aller Welt, die wir nicht kennen, von denen wir aber wissen, dass ihnen diese Zeit wie uns zu schaffen macht“, sagt Frickenschmidt.

Deshalb laden die Evangelische, Katholische und Freikirchliche evangelische Kirchengemeinde gemeinsam ein, in der Adventszeit immer sonntags zwischen 18 und 19 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen als ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. „Das Kerzenlicht ist für uns Christen und Christinnen auch ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens darauf, dass Gott in dieser Welt gegenwärtig ist und sie nicht verlorengibt“, sagt Frickenschmidt. Advent bedeute „Ankunft“.

Zeitgleich zum Entzünden der Kerzen werden die Kirchen in Burscheid und Hilgen von innen erleuchtet, und die Türen stehen offen für Menschen, die einen Moment der Stille und des Friedens suchen.

Und: Trostsignale wollen die Evangelische und die Katholische Gemeinde nicht nur sichtbar, sondern wie schon im Frühjahr auch hörbar werden lassen. Zusammen mit vielen Kirchengemeinden im Erzbistum Köln und in der Evangelischen Kirche im Rheinland läuten die Kirchenglocken in der Adventszeit jeden Abend um 19.30 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Diebe stehlen Waren im Wert von 10.000 Euro aus Firmenwagen
Diebe stehlen Waren im Wert von 10.000 Euro aus Firmenwagen
Diebe stehlen Waren im Wert von 10.000 Euro aus Firmenwagen

Kommentare