Stadt wartet auf Fördermittel

Skaterpark kommt mit Angebot für Jung und Alt

Einen Skaterpark wünschen sie die Jugendlichen schon lange. Sie müssten keine weiten Strecken mehr zurücklegen. Archivfotos: Michael Schütz/up
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Einen Skaterpark wünschen sie die Jugendlichen schon lange. Sie müssten keine weiten Strecken mehr zurücklegen.

Bauarbeiten könnten noch in diesem Jahr beginnen.

Von Claudia Radzwill

Eine gute Nachricht gibt es für die Burscheider Jugendlichen: Der Skaterpark soll kommen. Integriert in die Sportanlage Im Hagen. Nahe der Innenstadt und über die Radtrasse gut erreichbar. Noch aber wartet die Stadt auf Fördermittel.

Zum Hintergrund: Im Oktober 2020 stellte die Stadt Projektanträge im Rahmen des Programms „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“. „Priorität hat dabei die Umgestaltung der Sportanlage Im Hagen mit rund 750 000 Euro“, teilt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss mit. Mit einer Entscheidung über die Anträge wird im März gerechnet.

Neben dem Skaterparadies soll es dort eine Sprunggrube, zwei sanierte Kleinspielfelder, eine Boulebahn und kleinere Stationen für Gymnastik geben. Angedacht sind auch eine mit Wildblumen begrünte Aufenthaltsfläche, eine Kletterstation oder eine Trainingsfläche für Yoga und Qi Gong.

„Die Fördermittel wurden nach Beratung und Beschlussfassung im Sportausschuss beantragt“, erklärt Renate Bergfelder-Weiss. „In Abstimmung mit dem Stadtsportverband und der Schulleitung der angrenzenden Johannes-Löh-Gesamtschule sollen auf der Sportanlage Sport- und Erholungsmöglichkeiten für Jung und Alt entstehen.“

Ein eigener Skaterplatz – Timo Wittke, Jamell Harb und ihre Freunde werden sich darüber sehr freuen.

Einen Skaterpark wünschen sie die Jugendlichen schon lange.

Im Sommer noch hatten sie das Gespräch mit Ralph Liebig von der SPD gesucht, als dieser auf Wahlkampftour fürs Bürgermeisteramt war. Ein eigener Skaterpark würde für die Jugendlichen bedeuten, nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Leverkusen-Wiesdorf oder Odenthal fahren zu müssen, hatten sie ihm erklärt. Dorthin also, wo es die nächstgelegenen Skaterareale gebe. Dabei gebe es im Stadtgebiet viele Flächen, die sich für ihr Vorhaben eignen würden.

Ralph Liebig versprach damals, nachzuhaken. Auch am Ball zu bleiben, wenn er nicht Bürgermeister würde. Das Versprechen hielt er ein. „Die SPD stellte noch im Sommer einen offiziellen Antrag, eine solche Fläche auszuweisen“, sagt er. Im Dezember hatte die Burscheider SPD dann das Skater-Projekt auf ihrem Youtube-Kanal „Fachwerkdigital“ noch einmal in den Fokus genommen – um das Thema in die Öffentlichkeit zu rücken, wie Liebig sagt. Zu Wort kamen Jugendliche, die – mangels Alternative – derzeit den neu gestalteten Platz vor der Sparkasse auf der Oberen Hauptstraße zum Skaten und Biken nutzen. „Was nicht jedem Passant gefällt“, weiß Ralph Liebig.

„Der Skaterpark ist ein vielfach geäußerter Wunsch vieler Burscheider. Das wissen wir.“
Renate Bergfelder-Weiss, Stadtsprecherin

„Der Skaterpark ist ein vielfach geäußerter Wunsch vieler Burscheider Jugendlicher, Kinder und Erwachsener. Das wissen wir“, sagt auch Renate Bergfelder-Weiss. Daher wurde er bei der Planung der Umgestaltung der Sportanlage Im Hagen mitberücksichtigt.

Ideen, wie „ihr“ Skaterpark aussehen könnte, hätten die jungen Skater-Fans schon. Ihr Vorbild ist die Anlage in Odenthal. Wichtig ist ihnen dabei eine gerade Asphaltfläche mit Boxen, Rampen und Banks. Was mit den Fördergeldern realisiert werden könnte, wird sich zeigen. Bei Ralph Liebig sind schon Angebote von Eltern eingegangen, die Rampen zu Verfügung stellen wollen, berichtet er.

Wie es jetzt weiter geht? „Falls wir im März die Förderzusage erhalten, soll Mitte April mit der Planung, dem Baugenehmigungsverfahren und der Ausschreibung der Arbeiten auf dem Platz Im Hagen losgehen“, sagt Renate Bergfelder-Weiss. Erstellt werden muss auch ein Lärmschutzgutachten. Wenn alles klappt, könnte man noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen.

Förderprojekt

Die Förderanträge, die die Stadt bei der Bezirksregierung Köln stellte, umfassen die Umgestaltung der Sportanlage Im Hagen mit rund 750 000 Euro und die Modernisierung der Tribüne in der Max-Siebold-Halle mit rund 378 000 Euro. Wenn die Stadt die Förderzusage erhält, werden die Projekte mit 90 Prozent der Antragssumme unterstützt.

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