Beratung

Silke Riemscheid hält entschlossen die Stellung

Silke Riemscheid findet die persönliche Begegnung wichtig. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Silke Riemscheid findet die persönliche Begegnung wichtig.

Auf persönliche Gespräche verzichtet „Treffpunkt Ehrenamt“ nicht, sie sind nach telefonischer Anmeldung möglich.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Noch immer ist ihr „Treffpunkt Ehrenamt“ von Normalität weit entfernt. Entfernt von jener Selbstverständlichkeit, mit der Silke Riemscheid früher mitsamt ihren Mitstreitern donnerstagvormittags im Rathaus anzutreffen war – unten im Erdgeschoss, nahe am Haupteingang, bereit zu Gespräch und Hilfestellung.

Bereit, jene zu vermitteln, die eine passende ehrenamtliche Arbeit für sich suchten. Und bereit, jene zu unterstützen, die auf diese helfenden Hände angewiesen sind. Denn das ist Riemscheids Job: Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren, aber noch nicht so recht wissen, wo und wie, mit der richtigen Aufgabe zusammenzubringen.

Eigentlich hatte Silke Riemscheid davon geträumt, nach den Sommerferien des vergangenen Jahres wieder zurückzukehren. „Das Team ist vorsichtig“, sagt sie heute. Beraten hat sie dennoch, zunächst telefonisch. Denn Anfragen habe es auch im zweiten Jahr der Pandemie gegeben – wie beispielsweise von einem Neu-Burscheider, der seine Frau mitbrachte, die dann so begeistert war, dass sie spontan miteinstieg. „Nachdem wir am Telefon gesprochen hatten, habe ich zum Gespräch eingeladen, weil ich die persönliche Begegnung wichtig finde“, erzählt Riemscheid. Das fand dann ganz wie gewohnt im Rathaus statt.

Und als das Ehepaar die Höhestraße wieder verließ, war es um zwei Aufgaben reicher: im Evangelischen Altenzentrum und in der Tagesstätte Alpha. Reicher an Informationen war es auch: „Beide sind neu in Burscheid und lernen es jetzt kennen. Und in einem Beratungsgespräch spricht man ja auch über ganz allgemeine Themen – wie über das, was es an einer Stadt zu wissen gibt“, sagt Silke Riemscheid, Wahl-Hilgenerin mit norddeutschen Wurzeln, die die Stadt allein schon schon durch ihre lange politische Tätigkeit in der CDU und im Stadtrat kennt.

An dieser Art der Beratung will Silke Riemscheid nun zunächst festhalten: zuerst Kontaktaufnahme am Telefon, dann ein persönlicher Termin im Rathaus. „Dort halten wir uns natürlich an alle Regeln und halten Abstand“, sagt sie.

Der Rückzug der Menschen in der Pandemie hat Folgen für die Gesellschaft.

Silke Riemscheid

Doch in der Weihnachtszeit sei es ohnehin ruhiger geworden und auch zum neuen Jahr herrsche Zurückhaltung: „Ich glaube, die Unsicherheit unter den Menschen ist einfach groß. Niemand weiß, wie die Entwicklung des Corona-Virus verläuft und welche Folgen das hat.“

Viele hätten sich zurückgezogen. „Das hat Folgen für die Gesellschaft“, sagt Riemscheid. „Diese Menschen gilt es wieder zu aktivieren.“ Sie selbst sei optimistisch, was Corona angehe, bekennt Riemscheid: „Die Medizin entwickelt immer mehr und immer weiter. Jetzt wird ja schon an Corona-Pillen geforscht. Und ich denke, im Sommer wird sich die Lage wieder entspannen.“ Und dann werde wieder sichtbar werden, was Grundbedürfnis des Menschen sei, davon ist Riemscheid überzeugt: Nähe, Gespräch, Engagement.

Bis dahin hält sie die Stellung – und den Kontakt mit dem bisher insgesamt sechsköpfigen Team, das aus Christa Puppe, Roswitha Rusniak-Florath, Silke Riemscheid, Hermann Greger, Barbara Borkowski und Renate Lunow bestand, in der Pandemie zur WhatsApp-Gruppe geworden ist und auch manchen Aderlass verkraften musste. Wie den von Hermann Greger, der Burscheid nach persönlichem Schicksalsschlag verlassen hatte.

Gemeinsam mit ihm und Christa Puppe wollte Silke Riemscheid eigentlich einen Volkshochschulkurs anbieten, in dem Bald-Ruheständlern Perspektiven und Chancen des neuen Lebensabschnitts vermittelt werden sollten. Anfang 2020 war das und gefühlt lange her. Den Kurs hat Silke Riemscheid nun erst einmal zu den Akten gelegt. Mit großem Bedauern. „Das Thema Ruhestand und die Vorbereitung darauf finde ich wichtiger denn je“, sagt sie. „Hermann Greger hat da so viel vorbereitet; es wäre schade, würde das nicht zum Tragen kommen.“ Ganz die Hoffnung aufgegeben, den langjährigen Mitstreiter doch wieder zurück zu gewinnen, hat sie nicht.

Aber sie würde sich auch über neue Gesichter freuen. Wer mit Silke Riemscheid Kontakt aufnehmen will (als neuer Mitstreiter oder Mitstreiterin im „Treffpunkt Ehrenamt“ oder als jemand, der eine neue Aufgabe im Ehrenamt sucht), kann das telefonisch tun unter Tel. (0 21 74) 78 60 16.

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