Sie will Klimaschutz sozialverträglich machen

Julia Pfläging hat die Petition für mehr Klimaschutz gestartet. Foto: Doro Siewert
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Julia Pfläging hat die Petition für mehr Klimaschutz gestartet.

Julia Pfläging sammelt Unterschriften für eine Petition

Von Alexandra Dulinski

Schon mehr als 470 Unterschriften hat Julia Pfläging für den Klimaschutz gesammelt. Für eine Kampagne, die mehr Klimaschutz fordert, sucht sie Unterstützer, um Ende dieser Woche mit einer Unterschriftenliste bei Bundestagsabgeordnetem Jürgen Hardt (CDU) vorstellig zu werden.

Die Grundhoffnung der Petition sei, dass die Bundesregierung noch vor den anstehenden Wahlen härtere Gesetzte beschließt. „Viele Unternehmen wollen klimafreundlicher wirtschaften, haben aber Angst, dass die Konkurrenz, die das nicht macht, im Vorteil ist. Wenn der Gesetzgeber das nicht unterfüttert, wird das nichts“, sagt die 44-Jährige.

„Vielleicht kann ich ja Größeres bewirken.“

Julia Pfläging über Klimaschutz

Schwarm for Future nennt sich das Projekt, das übergeordnet hinter der Kampagne steht und sich für die 1,5-Grad-Politik starkmacht. Nur so lasse sich das Pariser Klimaabkommen einhalten und Deutschland bis 2035 klimaneutral machen, heißt es von Schwarm for Future.

Eine Forderung ist beispielsweise die Abschaffung von direkten oder indirekten Subventionen für Kerosin, Diesel, Kohle, Öl und Gas. Natürlich gehe das zulasten der kleinen Bürger, erklärt Julia Pfläging. „Subventionen auf Gas betreffen auch mich“, sagt sie. Aber man könne nicht so weitermachen wie bisher. „Wir müssen uns ändern.“

Sie kritisiert das Ungleichgewicht in der Gesellschaft: Ein Hartz-IV-Bezieher bekomme eine Maske gestellt, während eine Flugorganisation Milliarden Euro an Hilfen bekäme. Für die Kleinen bleibe dabei nichts übrig. „Wir müssen bei den Großen Einsparungen machen. Solange dieses Ungleichgewicht besteht, wird es auch nicht mit dem Klima funktionieren. Wir müssen das sozialverträglich machen.“

Die Kampagne gibt es nicht nur für den Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal II. Deutschlandweit haben schon mehr als 70 000 Menschen die Kampagne unterschrieben. „Ich denke, dass das insgesamt ein Umdenken bewirkt“, sagt Julia Pfläging. Auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis, aus dem sie stamme, habe sie die Petition gestartet – und bei dem dortigen Bundestagsabgeordneten Hermann-Josef Tebroke (CDU) offene Türen eingerannt. Ähnliches erhofft sie sich bei Jürgen Hardt – oder zumindest, dass bei den nächsten Abstimmungen klimafreundlicher entschieden wird.

„Vielleicht kann ich ja Größeres bewirken“, sagt Pfläging. Beispielsweise setze sie sich für de Anschaffung von Fahrradboxen in der Stadt ein – als Teil der Verkehrswende.

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