Burscheid

Senioren- und Pflegeberatung bleibt in der Stadt

Die Senioren- und Pflegeberaterinnen Cosima Schächinger und Ute Scharf bleiben in Burscheid. Foto: Stadt Burscheid/B.-W.)
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Die Senioren- und Pflegeberaterinnen Cosima Schächinger und Ute Scharf bleiben in Burscheid.
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Bürgermeister von Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen setzten sich gemeinsam ein.

Von Markus Schumacher

Die Senioren- und Pflegeberatung bleibt weiterhin in kommunaler Hand, das meldete der Bergische Volksbote bereits am Donnerstag. Gestern veröffentlichte auch die Stadt Burscheid eine entsprechende Pressemitteilung.

„In einer gemeinsamen Videokonferenz mit Landrat Stefan Santelmann und dem Sozialdezernenten des Kreises, Markus Fischer, haben die Bürgermeister der Städte Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen am vergangenen Mittwoch die Zusage verhandelt, dass die Senioren- und Pflegeberatung weiterhin in kommunaler Hand und Regie bleibt“, schreibt Pressesprecherin Renate Bergfelder-Weiss. Und: „In weiteren Gesprächen mit den Verantwortlichen des Kreises werden rechtliche Fragen, die Finanzierung und das Qualitätsmanagement im Detail abgestimmt.“

Die Vereinbarung sei von dem gemeinsamen Verständnis getragen, diese Themen zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu lösen.

Die Senioren- und Pflegeberatung sollte, so stellt es die Stadt Burscheid dar, wenn es nach den Vorstellungen des Rheinisch-Bergischen Kreises gegangen wäre, nur noch zentral vom Kreis wahrgenommen werden. Dies war Ende vergangenen Jahres bekanntgeworden – und sofort auf heftigen Widerstand in den Städten Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen gestoßen.

Denn hier betonte man die zunehmende Bedeutung dieses Angebots: „Die örtliche Senioren-, Pflege- und Wohnberatung hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. So stehen in Burscheid zwei kompetente Beraterinnen, Cosima Mai und Ute Scharf, den Seniorinnen, Senioren und Betroffenen für ihre Fragen und Nöte direkt vor Ort zur Verfügung“, schreibt Renate Bergfelder-Weiss. Das hilfreiche und vor allem ortsnahe Angebot werde sehr dankbar angenommen.

„Alle ziehen hier an einem Strang.“

Andreas Schiele, Pressesprecher des Rheinisch-Bergischen Kreises

„Und mit Blick auf den demografischen Wandel wird gerade dieses Thema immer wichtiger werden.“ Statt das erfolgreiche Angebot weiterhin in den Rathäusern der Städte zu belassen, war aber wohl der Plan, über einen Mitarbeiter-Pool des Rheinisch-Bergischen Kreises Sprechstunden an vereinzelten Tagen in den Städten anzubieten. Darin sahen alle drei Städte im Nordkreis eine Verschlechterung des etablierten Bürgerservices, den Leichlingen, Wermelskirchen und Burscheid so nicht hinnehmen wollten. Gemeinsam haben sie sich deshalb für den Erhalt der Senioren- und Pflegeberatung vor Ort eingesetzt.

„Gegen die engagierte und gut vernetzte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort kann eine Zentralisierung der Aufgabe nicht im Ansatz Bestand haben“, sind sich die Bürgermeister Frank Steffes (Leichlingen), Stefan Caplan (Burscheid) und Rainer Bleek (Wermelskirchen) einig.

„Alle ziehen an einem Strang“, betont Andreas Schiele, der Pressesprecher des Rheinisch-Bergischen Kreises. Gemeinsam habe man bei dem erwähnten Gespräch erörtert, wie ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Beratungsangebot vor Ort erhalten werden könne. Und es sei auch nie geplant gewesen, die Berater zentral an einem Ort zusammenzuziehen: „Aber gesetzlich vorgeschrieben ist eine Trägerschaft des Kreises oder der kreisfreien Stadt“, erklärt Schiele.

Nun prüfe man eben bei der Kreisverwaltung, wie die Trägerschaft der Senioren- und Pflegeberatung trotzdem bei den Städten bleiben könne – genauso wie die beiden Beraterinnen in Burscheid.

Senioren- und Pflegeberatung

Das Älterwerden ist durch individuelle Bedürfnisse der Lebensgestaltung geprägt. Bei Veränderungen der Lebenssituation, z. B. durch beginnende Pflegebedürftigkeit oder schwere Erkrankungen können Unsicherheiten und Alltagsprobleme auftreten, die Hilfe und Unterstützung bedürfen. Die Aufgabe der Senioren- und Pflegeberatung ist es, mit den Senioren und deren Angehörigen Maßnahmen zur Alltagsbewältigung und zum Erhalt von Lebensqualität zu erarbeiten sowie den Verbleib im eigenen Zuhause zu sichern.

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