Förderung

Sechs Sportvereine erhalten rund 19.000 Euro

Der Ballspielverein 1911 Burscheid will auf der Sportanlage Griesberg das Flutlicht umrüsten. Die Sportpauschale hilft dabei. Archivfoto: Doro Siewert 
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Der Ballspielverein 1911 Burscheid will auf der Sportanlage Griesberg das Flutlicht umrüsten. Die Sportpauschale hilft dabei. Archivfoto: Doro Siewert 
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Für die Sportpauschale 2022 wird der Griff in die Rücklage notwendig.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Auf ihren Ruf als Musikstadt ist Burscheid stolz. Diverse Förderprogramme sorgen aber dafür, dass man sich auf sportlicher Ebene ebenfalls sehen lassen kann. Die wichtigen Stichworte lauten dann „Sportpauschale“ oder „Moderne Sportstätten“. Um erstere, nämlich die Sportpauschale 2022, ging es bereits in Sport- und Hauptausschuss, und bekam dort einstimmig grünes Licht. Quasi als letzte Instanz gab auch der Stadtrat den Weg frei.

Rund 60 000 Euro erhält die Stadt in diesem Jahr aus den Mitteln der Sportpauschale gemäß Gemeindefinanzierungsgesetz. Für vereinseigene Maßnahmen können davon ungefähr 30 Prozent eingeplant werden, mithin also um die 18 000 Euro. Diese 30 Prozent regelt auch die Obergrenze der Summe, mit der ein Verein rechnen darf, nämlich höchstens 6000 Euro. Diese Mittel sind bereits im Haushaltsplan veranschlagt.

Allerdings muss doch ein wenig tiefer in den Geldtopf gegriffen werden. Denn um die Sportpauschale 2022 haben sich insgesamt sechs Vereine beworben, die zusammen auf mehr als die eingeplanten 18 000 Euro kommen. Tatsächlich ergeben sich dann etwas mehr als 19 000 Euro. Heißt: Die Rücklage muss angebrochen werden.

Die Politiker folgten in diesem Fall der Empfehlung der Stadtsportverbands, der die Entnahme in Höhe von 1196 Euro aus der Rücklage befürwortet hatte. Der Grund für den Anstieg der Fördersumme war der Antrag des Tennisclubs Grün-Weiß. Er kam zu spät, doch der Stadtsportverband wollte ihn nicht unter den Tisch fallen lassen. „Der Vorstand des SSV Burscheid hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den verspätet eingereichten Antrag des TC GrünWeiß für die Sportpauschale 2022 zu berücksichtigen, allerdings nur, wenn dadurch die 30-Prozent-Regelung nicht zu Lasten der rechtzeitig eingereichten Anträge geht und es bei einer Verteilung nach der 30-Prozent-Regelung bleibt“, erklärte der Stadtsportverbandsvorsitzende Bodo Jakob.

Die Wünsche, Pläne und Bedürfnisse der sechs Burscheider Vereine, die einen Antrag gestellt haben, sind so verschieden wie sie selbst. So hat der Tennisclub Grün-Weiß, der mit seinem Antrag etwas spät dran war, das Geld genutzt, um in anderer Beziehung der erste zu sein: Mit gelungener Platzinstandsetzung startet der Verein, der Auf dem Schulberg zuhause ist, als einer der ersten in die Saison. Das Auftaktturnier ist schon über die Bühne gegangen. Mit insgesamt 3010 Euro schlug die Instandsetzung zu Buche; durch die Sportpauschale gab es rund 903 Euro als Unterstützung dazu.

Treppenhaus am Weidenweg soll überarbeitet werden

Der Turnerbund Groß Oesinghausen (TBÖ) möchte das in die Jahre gekommene Treppenhaus seiner Vereinshalle am Weidenweg auffrischen, das wandfüllende Gemälde von Schloss Burg aber soll erhalten werden. Mit rund 4756 Euro ist der TBÖ da insgesamt dabei. Aus der Sportpauschale gibt es rund 1427 Euro. Die Burscheider Turngemeinde erhält 6000 Euro. Die Gesamtkosten für Elektroinstallation, eine Zuwegung zur Garage sowie die Dachentwässerung betragen 31 000 Euro.

Der Ballspielverein 1911 Burscheid freut sich für die LED-Umrüstung des Flutlichts am Sportplatz Griesberg über 6000 Euro Zuschuss. Gesamtkosten: 25 748,68 Euro. Die Turngemeinde Hilgen 04 bekommt für die Ausstattung des Fußballjugendförderzentrums einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro. Gesamtkosten: 10 000 Euro.

Der Ländliche Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh erhält für die Sanierung der Außenfassade einen Zuschuss von 1866 Euro. Gesamtkosten: 6211,31 Euro.

Die Rücklage wird übrigens nicht zum ersten Mal angezapft. Zur Erinnerung: Bereits 2021 reichte das Geld nicht. Acht Vereine hatten sich damals beworben und kamen zusammen auf rund 26000 Euro. Auch ihnen standen die 18000 Euro gegenüber, die verteilt werden durften. In der Beschlussvorlage hatte die Stadtverwaltung auch damals vorgeschlagen, die fehlende Summe aus der Rücklage zu entnehmen. „Ausnahmsweise“ hieß es damals ausdrücklich in der Vorlage. Die Mehrheit der damals beantragten Maßnahmen hing mit dem landesweiten Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ zusammen.

Hintergrund

Die Förderung der vereinseigenen Sportstätten gilt als wichtiger demografischer Faktor, weil sie ein wohnortnahes Sportangebot für die Bürgerinnen und Bürger garantiert und so einen Beitrag zur gesamtstädtischen sportlichen Infrastruktur bildet.

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