Augenoptik

Screenings machen ihr am meisten Spaß

Michelle Christina Terpilak ist Jahresbestmeisterin bei den Augenoptikern. Fotos: Ingo Lammert/HWK
+
Michelle Christina Terpilak ist Jahresbestmeisterin bei den Augenoptikern.

Michelle Christina Terpilak ist Jahresbeste bei den Augenoptikern

Von Stephan Eppinger

Burscheid. Die Burscheider Augenoptikerin Michelle Christina Terpilak wird von der Düsseldorfer Handwerkskammer als Jahresbestmeisterin ausgezeichnet. 786 Jungmeister haben dort erfolgreich ihre Prüfung absolviert, die Burscheiderin ist in diesem Jahr die Beste ihres Berufs.

Terpilak ist die Begeisterung für ihren Beruf anzumerken: „Mir gefällt an meinem Beruf, dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Jeder Kunde ist anders und ich kann individuell auf seine Wünsche eingehen. Besonders viel Spaß macht es mir, Screenings durchzuführen. Dass ich diese Möglichkeit habe, verdanke ich der Firma Heicken-Optik.“

Nach der Prüfung stellte sich bei mir ein Gefühl der Erleichterung ein. Dennoch habe ich nicht damit gerechnet, Jahresbestmeisterin zu werden.

Michelle Christina Terpilak

Weiter sagt sie in einem Interview mit der Handelskammer: „Wir legen viel Wert auf modernste Messtechniken und besitzen viele Tools, um die Durchführung von Screenings überhaupt möglich zu machen. Auch die Kontaktlinsenanpassung macht mir viel Spaß. Noch bevor ich meinen Meisterbrief erhalten habe, habe ich mich zu einem Ortho-K-Seminar angemeldet und dieses bereits erfolgreich absolviert. Somit darf ich jetzt Speziallinsen anpassen, die über Nacht die Hornhaut so abflachen, dass man am Tag keine Sehhilfe mehr braucht.“

2014 macht Terpilak an der Marienschule in Opladen ihr Abitur – mit „ziemlich durchschnittlichen“ Leistungen, wie sie selbstkritisch berichtet. In der Oberstufe findet sie vor allem an den naturwissenschaftlichen Fächern großen Gefallen. Für ihre spätere Berufswahl ist die medizinische Ausrichtung des Augenoptikers entscheidend.

2014 startet Terpilak dann auch direkt in die Ausbildung. Wegen Betriebsschließung muss sie zweimal ihre Lehrstelle wechseln, bis sie bei Heicken-Optik in Leverkusen endlich ihren Betrieb für den Berufsstart findet. Auch ihr Verlobter begeistert sich für den Beruf und startet seine Lehre beim gleichen Arbeitgeber, der in Leverkusen und in Burscheid seine Filialen hat.

Michelle Christina Terpilak macht die Meisterfortbildung in Teilzeit

Nach der erfolgreich absolvierten Ausbildungszeit dauert es nicht lange, bis Terpilak den nächsten Karriereschritt in Angriff nimmt. Ein Jahr später meldet sie sich bei der ZVA-Akademie für Augenoptik in Knechtsteden für die Meisterfortbildung an, die sie in Teilzeit absolviert. Die Pandemie stellt auch die junge Frau vor Herausforderungen, doch mit der Kombination von Online- und Präsenzunterricht erreicht die Burscheiderin schließlich ihr angestrebtes Ziel. „Rückblickend würde ich alles genauso wieder machen.“

Sorgfältig passt die Augenoptikerin die Brille für die Kunden an. Screenings machen ihr am meisten Spaß.

Ihre Meisterprüfung hält noch eine andere Herausforderung bereit: Es ist ein heißer Sommertag mit 36 Grad im Schatten. Das macht die Prüfung mit Maske und Face-Shield nicht gerade einfacher. Allerdings war die Jungmeisterin bestens vorbereitet, so dass es für sie keinen Grund gab, aufgeregt zu sein. „Endlich schaut mir mal jemand von Anfang bis zum Ende zu und ich kann zeigen, was ich kann. Nach der Prüfung stellte sich bei mir ein Gefühl der Erleichterung ein und ich hatte das Gefühl, es hätte kaum besser laufen können. Dennoch habe ich nicht damit gerechnet, Jahresbestmeisterin zu werden.“

Die Chance, sich mit dem Meisterbrief jetzt selbstständig zu machen, ist für Terpilak aktuell keine Option. Sie möchte weiterhin bei Heicken-Optik arbeiten und wird auch in wichtige betriebliche Entscheidungen mit einbezogen. Schon diesen Monat folgt der nächste berufliche Schritt: Ihre Prüfung zur Optometristin. Trotz des steigenden Angebots an Brillen und Kontaktlinsen im Internet ist sie überzeugt, dass Augenoptiker vor Ort nicht ersetzbar sind. „In unserem Betrieb legen wir viel Wert auf Qualität und das schätzen unsere Kunden.“

Urkunde

Wegen der Corona-Pandemie wird es auch in diesem Jahr wieder keine große Meisterfeier für die Absolventen in der Stadthalle geben. Stattdessen bekommen die neuen Führungskräfte im Handwerk ihre großformatigen Urkunden mit der Post zugesandt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

„Die Inzidenz ist weiterhin wichtig“
„Die Inzidenz ist weiterhin wichtig“
„Die Inzidenz ist weiterhin wichtig“
Hilgen: Unfall mit zwei Schwerverletzten
Hilgen: Unfall mit zwei Schwerverletzten
Hilgen: Unfall mit zwei Schwerverletzten
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien
Ein-Mann-Bunker ist ein Relikt aus Kriegstagen
Ein-Mann-Bunker ist ein Relikt aus Kriegstagen
Ein-Mann-Bunker ist ein Relikt aus Kriegstagen

Kommentare