Schüler sollen Leben retten lernen

Bei Obsthändler Bazylewski in der Südstadt machten die Bergischen Lebensretter auf Erste-Hilfe-Maßnahmen aufmerksam. Foto: Christian Beier
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Bei Obsthändler Bazylewski in der Südstadt machten die Bergischen Lebensretter auf Erste-Hilfe-Maßnahmen aufmerksam.

Organisation Bergische Lebensretter wirbt weiter für umfassende Erste-Hilfe-Kenntnisse

Von Moritz Jonas

Seit drei Jahren setzen sich Kathrin Funk und Elke Bojarski mit ihrer Organisation der Bergischen Lebensretter dafür ein, dass Bewusstsein für lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Solinger Schülern zu stärken. Für diese Zielgruppe wirkt der Veranstaltungsort ihrer letzten Aktion fast etwas ungewöhnlich, beim Betrieb für Obst, Gemüse, Beet- und Balkonpflanzen Bazylewski klärte Kathrin Funk über wiederbelebende Maßnahmen auf. Sie sei schlichtweg für jede Bühne dankbar, die sich ihrer Organisation biete.

„Mit einer Herz-Druck-Massage kann jeder sofortige Hilfe leisten.“

Kathrin Funk, Fachärztin für Anästhesie

Außerdem gehört Inhaber Markus Bazylewski schon seit dem Beginn der Lebensretter zu den treusten Unterstützern. „Herr Bazylewski ist tatsächlich unser allererster Spender gewesen“, erzählt Funk. Deshalb war es für ihn auch klar, dass er seinen Laden dafür gerne zur Verfügung stellt: „Ich so wie meine gesamte Familie finden, es ist ein wichtiges Thema, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat“, erklärt Bazylewski. An dieser mangele es noch weitestgehend, meint Funk dazu. Zwar gäbe es bereits einige Schulen, die regelmäßig Projekte in Zusammenarbeit mit den Bergischen Lebensrettern durchführten, von einer flächendeckenden Behandlung der Thematik Wiederbelebung seien die Solinger Schulen aber noch weit entfernt, stellt die Gründerin fest.

„Das Problem ist, viele Lehrer denken, wenn sie ein zusätzliches Thema zur Reanimation mit in ihren Lehrplan aufnehmen, würde das total viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagt die Fachärztin für Anästhesie. Das sei aber nicht richtig, denn es sei ein Vorgang, den jeder mit ganz geringem Aufwand erlernen könne, so Funk weiter. Deshalb versucht sie auch, die Materialien für die Schulen so komprimiert und anschaulich wie möglich bereitzustellen.

Der Lebensretter-Song gibt den Rhythmus bei der Massage vor

Als nächstes Projekt soll ein professioneller Kurzfilm entstehen, durch den die Schüler anhand eines Beispiels sehen können, wie Leben retten funktioniert. Des Weiteren soll für den Lebensretter-Song, welcher den Prozess der Herz-Druck-Massage für die Schüler musikalisch und textlich begleitet, ein professionelles Musikvideo produziert werden. Ein Vorhaben, das für die gemeinnützige Organisation aber nicht ohne Spenden zu stemmen sei, sagt Funk.

Bei der Aktion im Laden in der Südstadt waren nur wenige Jugendliche dabei. Einige Kunden hingegen könnten zwischen dem Obst-, Gemüse- und Pflanzenkauf auch für das Leben retten begeistert werden. Viele versuchten sich an den Übungspuppen selbst in der Reanimation. „Ich denke, wir konnten heute trotzdem einige Leute auf uns aufmerksam machen und hoffentlich auch einige Spender für uns gewinnen“, freut sich Funk.  Denn sie wisse selbst am besten, dass sie für das Erreichen ihres Ziels, so viele Schüler wie möglich in lebensrettenden Maßnahmen zu schulen, einen langen Atem brauche. Einen den sie aber auch gerne investiere: „Ein plötzlicher Herzkreislaufstillstand kann jeden treffen, aber gleichzeitig kann auch ein jeder mit einer Herz-Druck-Massage sofortige Hilfe leisten und Leben erhalten“, begründet Funk ihre Motivation. Weitere Infos gibt es unter:

www.bergische-lebensretter.de

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