Feierstunde

Schüler setzen klares Zeichen gegen Diskriminierung

Großes Gewusel vor der Bühne: Schülerinnen und Schüler erlebten die Aufnahme ihrer Schule ins bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
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Großes Gewusel vor der Bühne: Schülerinnen und Schüler erlebten die Aufnahme ihrer Schule ins bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
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Feierstunde: Johnnes-Löh-Gesamtschule schließt sich bundesweitem Netzwerk gegen Rassismus an.

Von Nadja Lehmann

„Macht die Augen auf und schaut hin“, sagt Schülersprecher Jannek eindringlich, als er am gestrigen Freitagmittag das Mikro ergreift und gemeinsam mit Schülersprecherin Siva die Feierstunde moderiert. Vor der eilig auf dem Schulhof aufgebauten Bühne stehen zwar nicht alle über 800 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Löh-Gesamtschule, aber doch sehr viele. Der Geräuschpegel ist hoch, so dass sich Siva und Jannek selbst mit Mikro erst einmal energisch durchsetzen müssen. Schließlich ist es kein Tag wie jeder andere. Die Burscheider Schule wird offiziell ins Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen.

Gefragt, warum die Schule diesen Schritt macht, fällt die Antwort von Schulleiterin Angelika Büscher ganz klar aus: „Ich weiß nicht, warum man es nicht machen sollte!“ Denn die Johannes-Löh-Schule bestehe aus vielen Nationen: „Für uns gehören das Miteinander und das Zusammenleben verschiedenartiger Menschen dazu.“ Und das setze man auch im Unterricht um, weise in der Präventionsstufe auf Gefahren durch Alkohol und Drogen, aber eben auch auf Ausgrenzung, Mobbing und Cybermobbing hin. „Wir geben interreligiösen Religionsunterricht“, berichtet Büscher. Heißt: Evangelischen Religionsunterricht gibt es ebenso wie katholischen und muslimischen. „Und wir arbeiten da auch teilweise zusammen.“

Die Teilhabe an dem bundesweiten Programm bilde für die Schule gewissermaßen den Rahmen ihres schon vorhandenen Tuns. In geheimer Abstimmung sprach sich, wie Büscher sagt, „eine überwältigende Mehrheit“ der Schulmitglieder für die Teilnahme aus.

Helfende Hände hat sich die Johannes-Löh-Schule dazu auch geholt. Jugendbuchautor Christian Linker aus Leverkusen behandelt in einigen seiner Bücher die Themen Zivilcourage gegen Rechts sowie gegen Radikalisierung.

Büscher: Rassismus muss im Keim erstickt werden

Die Bergischen Panther, eine Handballballspielgemeinschaft aus Burscheid, Hilgen und Wermelskirchen, sowie der in Burscheid lebende ehemalige Basketballer, Olympiateilnehmer, Europameister und erfolgreiche Trainer der Bayer Giants Leverkusen, Hansi Gnad, engagieren sich ebenfalls. „Rassismus“, sagt Büscher, „muss man im Keim ersticken.“ Davon zeugen nun Urkunde und Schild, das Gabriele Wawer, Regionalkoordinatorin des Netzwerks auf Kreisebene, mitgebracht und überreicht hat. Rund 3500 Schulen gehören dem Netzwerk in Deutschland an.

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