Ausstellung

Roland Schwamborn verleiht mit Moorlauge seinen Bildern Patina

  • VonNadja Lehmann
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Ausstellung im Evangelischen Altenzentrum Auf der Schützeneich zeigt Burscheider Motive.

Burscheid. Auch im Aufenthaltsraum des Evangelischen Altenzentrums hatte Corona für Stillstand gesorgt. Dort hatten die Bilder einer Malerin länger gehangen als geplant. Doch nun dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner sich neue optische Freuden zu Gemüte führen: Denn Roland Schwamborn stellt dort aus – in Zusammenarbeit mit dem Bergischen Geschichtsverein (BGV). So ist es passenderweise auch ein Blick zurück, den Schwamborn wagt: auf alte, manchmal verschwundene Häuser, auf Plätze und Ecken, auf die Budde-Stiftung, auf die Pestalozzi-Schule, in der die Konfessionen verschiedene Eingänge hatten und vieles mehr. „Alt Burscheid in der Kunst“ heißt die Ausstellung, zu deren Vernissage sich rund 30 Interessierte versammelten und Barbara Sarx-Jautelat vom BGV einführende Worte sprach.

Schließlich hatte die BGV-Publikation „Zeitreise in Bildern“ Schwamborn als Vorlage gedient. 14 der 18 Exponate haben eine ähnliche Patina wie ihre fotografischen Pendants: Schwamborn hat sie mit Moorwasser gemalt – die übrigen in Acryl und Aquarell. Für die Burscheiderinnen und Burscheider ist Roland Schwamborn ein vertrautes Gesicht: Zum einen ist er ein waschechter Sohn der Stadt, zum anderen war er mit einer eigenen Druckerei in Burscheid selbstständig und last but not least ist er seit 2009 engagiertes Mitglied bei „Kunst im Schaufenster“.

Malen wollte er schon von klein auf, verrät er: „Als Zehnjähriger beobachtete ich einen Maler auf Amrum bei seiner Arbeit und träumte davon, eines Tages auch einmal so malen zu können.“ Durch seinen Beruf, gelernter Schriftsetzer- und Buchdruckermeister, habe schon immer etwas Künstlerisches in ihm gesteckt: Anlagen, die Schwamborn im Ruhestand noch verfeinerte, indem er unter anderem bei Walter Dinges aus Odenthal (ebenfalls bei „Kunst im Schaufenster“) lernte, die Bilder in die richtige Perspektive zu setzen. Dort entdeckte er auch das für ihn charakteristische Arbeiten mit Moorlauge.

Die Ausstellung läuft bis Ende März 2023 und ist nach einem Schnelltest auch für Nicht-Bewohner des Luchtenberg-Richartz-Hauses offen.

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