Reisende müssen Corona-Hürden meistern

Ob das Grevelingen Meer in Zeeland, Prag (oben v. l.), Paris, Sri Lanka (Mitte v. l.), Florenz und die Toskana oder Rotterdam in den Niederlanden (unten v. l.)– spätestens Ostern wollen die Solinger verreisen. Die Verbraucherzentrale verrät, unter welchen Bedingungen dies und ein Sommerurlaub möglich sind. Fotos: Christian Beier
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Ob das Grevelingen Meer in Zeeland, Prag (oben v. l.), Paris, Sri Lanka (Mitte v. l.), Florenz und die Toskana oder Rotterdam in den Niederlanden (unten v. l.)– spätestens Ostern wollen die Solinger verreisen. Die Verbraucherzentrale verrät, unter welchen Bedingungen dies und ein Sommerurlaub möglich sind.

Verbraucherzentrale rät, die Risiken eines Ausfalls genau abzuwägen

Von Philipp Müller

Trotz hoher Corona-Zahlen sinkt die Lust nicht, auf Reisen zu gehen. Der Lockdown mit seinen fehlenden Freizeitmöglichkeiten belastet immer stärker. Da steht vor allen das Thema Urlaub ganz oben auf der Liste, um sich einmal wieder abzulenken. Die Verbraucherzentrale (VZ) Bergisch Gladbach Tipps, wie das möglich sein könnte.

Zugleich machte Stefanie Vogt von der Verbraucherzentrale in Bergisch Gladbach klar: „Auf Nummer Sicher geht, wer seine Ferien auch in diesem Jahr zu Hause verbringt. Reiselustige, die trotz Corona einen Urlaub in der Ferne planen, müssen dagegen weiterhin mit Einschränkungen rechnen“. Verbraucher, die spätestens im Sommer wieder ihre Koffer packen und an einem anderen Ort Seele und Beine baumeln lassen möchten, sollten sich daher vorab gut informieren.

Wohin kann man reisen?

Im Grunde immer dahin, wo man auch einreisen darf. Natürlich spielt die Corona-Lage vor Ort eine Rolle. Die VZ gibt dazu diesen Tipp: „Das Auswärtige Amt bietet online einen laufend aktualisierten Überblick über Reisebestimmungen und Sicherheitshinweise für jedes Land weltweit und spricht bei einer akuten Gefährdungslage eine entsprechende Reisewarnung für das jeweilige Land aus.“

www.diplo.de/sicherreisen

Was sollte vor einer Reisebuchung beachtet werden?

Zunächst einmal gilt laut VZ diese goldene Regel: „Für Pauschalreisen, die Transfer, Unterkunft, Verpflegung, Unternehmungen und weiteren Service umfassen, sieht das Gesetz mehr Rechte vor als für individuell gebuchte Reisen.“ Pauschalreisende zahlen den Reisepreis meistens in Etappen. Wer selber alles einzelnen bucht, muss zumindest beim Flug sofort in Vorkasse gehen. Dieses Geld sei bei der Unmöglichkeit einer Reise oft unwiederbringlich verloren. Bei Pauschalreisen gebe es den Insolvenzschutz. Deshalb solle man auch erst dann die Anzahlung leisten, wenn der Reisesicherungsschein ausgehändigt sei. „Im Falle eines Aus für eine Reise gilt: Stornieren oder absagen können Urlauber immer, die Frage ist nur, wie teuer dies wird“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Welche Storno-Regeln gelten?

Grundsätzlich sagt die Verbraucherzentrale: „Kommt es aufgrund des Coronavirus am ausgesuchten Urlaubsort zu massiven Einschränkungen und spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aus, können zumindest Pauschalurlauber von ihrem Vertrag zurücktreten und ihr Geld zurückverlangen.“ Es mache aber auch Sinn, zu schauen, ob man Flextarife buchen kann, um den Reiseort bei einer Aufhebung von Corona-Beschränkungen aufsuchen zu können. Diesen bieten viele Reiseanbieter mit unterschiedlichen Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten an. Umsichtige Urlaubsplaner sollten daher stets die Angebote mehrerer Reiseveranstalter genau prüfen. Denn die Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten werden oft nur für einen begrenzten Reisezeitraum angeboten.

Wie können Individualreisende von Einzelbuchungen zurücktreten?

Das hänge immer von den einzelnen Verträgen ab. Bei einzeln gebuchten Reiseleistungen besteht ein Recht auf kostenfreie Stornierung nur dann, wenn es vertraglich vereinbart wurde. Für gebuchte Unterkünfte in Deutschland werden je nach Art der Verpflegung zwischen 60 und 90 Prozent des vereinbarten Preises fällig. Nur wenn die Leistung nicht erbracht werden kann, muss sie auch nicht bezahlt werden. Das gilt etwa bei einem behördlich verfügten Beherbergungsverbot.

Wie sichern sich Reisende am besten ab?

Mit der Reise folgen die Versicherungsangebote. Sowohl eine Auslandsreisekrankenversicherung als auch eine Reiserücktrittversicherung ist sinnvoll. Dabei sollte geprüft werden, ob darin pandemiebedingte Ausfälle mit eingeschlossen sind.

Beratung

Beratung und eine Checkliste zur Reiseplanung im aktuellen Corona-Jahr bietet die Verbraucherzentrale in Bergisch Gladbach online oder unter Tel. (0 22 02) 9 26 31 01.

verbraucherzentrale.nrw/reiseaerger

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