Arbeiten

Regenrückhaltebecken soll bald fertig sein

So präsentierte sich das Regenrückhaltebecken bei einem Ortstermin im Januar des vorigen Jahres.
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So präsentierte sich das Regenrückhaltebecken bei einem Ortstermin im Januar des vorigen Jahres.
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Abschließende Arbeiten in der Nähe des Vitalbads. Im Hagen ist derzeit Einbahnstraße.

Von Nadja Lehmann

Die Autofahrer haben es bereits bemerkt: Die Straße Im Hagen ist zurzeit nur als Einbahnstraße befahrbar. Darauf weist jetzt die Stadt hin. Denn dort geht der Bau des Regenrückhaltebeckens in die Schlusspirouette. Sofern die Witterung in diesem Frühjahr mitspiele, sei die Fertigstellung des Beckens für Ende April 2023 geplant, heißt es aus dem Burscheider Rathaus.

Aktuell finden noch folgende Arbeiten statt: Oberflächenarbeiten zur Wiederherstellung des Parkplatzes am Vital-Bad, Bau eines Schaltkastens für die Steuerung und Überwachung des Regenrückhaltebeckens, Setzen von Randeinfassungen und Herstellung der Straßen- und Parkflächenentwässerung, Asphaltarbeiten in der Zufahrt zur Pumpstation und in der Straße Im Hagen, Rückbau und Renaturierung der provisorischen Parkflächen und die Einrichtung von Ladesäulen für E-Fahrzeuge auf dem östlichen Parkplatz.

Als Teil der Bauabwicklung werden auch Erneuerungsarbeiten der Straße Im Hagen realisiert, teilt die Stadt mit. „Im ersten Schritt gehört dazu die Sanierung des Gehweges und der Schrammborde. Für diesen Eingriff in den Straßenraum ist es leider notwendig, eine Fahrtrichtung zu sperren“, erklärt Sprecherin Ann-Kathrin Gusowski. Im Anschluss daran soll die Deckschicht der Straße zwischen Regenrückhaltebecken und Schule vollständig erneuert werden; dazu wird diese für einige wenige Tage komplett gesperrt.

Seit Anfang 2021 wird gebaut, Fertigstellung für April geplant

Zum Hintergrund: Unter der östlichen Parkplatzfläche des Vital-Bades wird seit Anfang 2021 ein 1500 Kubikmeter großes unterirdisches Regenrückhaltebecken errichtet. Gut neun Meter geht es hinab in die Baugrube, an der es vor ziemlich genau einem Jahr einen Ortstermin gab, an dem Bauherr Technische Werke Burscheid einen Eindruck davon gab, was passiert.

Für das Projekt hatten sich die TWB fachkundige Hilfe ausgeliehen: Das war Jens Klingebiel vom Wupperverband. Denn die TWB hatten nach dem Weggang von Mitarbeiter Frank Grauvogel keinen profunden Ingenieur mehr an Bord und klopften deshalb beim Wupperverband an. „Ich hatte gerade ein Projekt abgeschlossen, das passte also sehr gut“, berichtete Klingebiel im Januar 2022.

Warum das gewaltige Bauprojekt? „Es dient dem Gewässerschutz“, erklärte Klingebiel. Denn zuvor hatte die Stadt ihr Niederschlagswasser unbehandelt Im Hagen eingeleitet. „Das ist das Oberflächenwasser von rund sechs Hektar. Und das rauscht ungebremst in den Bornheimer Bach“, beschrieb Klingebiel.

Bei Platzregen können das schon mal 700 Liter pro Sekunde sein: „Das ist viel zu viel für den Siefen – an Wasser und auch an Dreck. Die Wassermassen räumen quasi den Bach leer – und jeder kleine Krebs findet sich plötzlich fortgeschwemmt in Leverkusen wieder“, sagte Jens Klingebiel.

Künftig ist das anders. Ein Lamellenklärer wird das Regenwasser empfangen, das auf der 70 Kubikmeter großen Fläche gebremst wird und gleich ersten Dreck abgibt – wie Reifenabrieb oder Hundehäufchen.

Nach Abschluss der Arbeiten ist der Bornheimer Bach von hohen Einleitungsmengen befreit. „Auch die unmittelbar betroffenen Park- und Wegeflächen erfahren Erneuerung und Aufwertung“, betont die Verwaltung in ihrer aktuellen Mitteilung.

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