Corona-Krise

Rathaus nimmt Normalbetrieb wieder auf

Besucher werden gebeten, den Rathaus-Haupteingang an der Höhestraße zu nutzen: Dort warten Desinfektionsspender und Listen, in die man sich mit Kontaktdaten eintragen muss. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Besucher werden gebeten, den Rathaus-Haupteingang an der Höhestraße zu nutzen: Dort warten Desinfektionsspender und Listen, in die man sich mit Kontaktdaten eintragen muss.
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Stadtverwaltung bietet ab Montag Dienstleistungen auch ohne Termin an.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Wer wünscht es sich nicht: Ein ganz normales Dasein, in dem Abstandsgebote und Gesichtsmasken keine Rolle mehr spielen und in dem ein Impfstoff dem Corona-Virus die Stirn bietet. Die Burscheider Stadtverwaltung macht nun einen Anfang und will vom kommenden Montag an das Rathaus wieder ein Stück weit in den Normalbetrieb führen.

Wie Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss mitteilt, werden ab Montag, 3. August, die Dienstleistungen im Rathaus bis auf weiteres grundsätzlich auch wieder ohne Terminvereinbarung angeboten. Ausnahmen hiervon bilden das Bürgerbüro mit dem Servicebüro des Rheinisch-Bergischen Kreises (Kfz-Angelegenheiten) und die Bearbeitung von Wohngeldangelegenheiten.

„Auch mit den Corona-Regeln will die Stadtverwaltung gerne wieder zu einem normaleren Alltag zurückkehren“, teilt Bergfelder-Weiss mit.

„Die Burscheider haben sich vorbildlich an die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln gehalten, und die Infektionszahlen in unserem Stadtgebiet sind niedrig geblieben. Deswegen haben wir uns entschieden, die Dienstleistungen für unsere Bürger schrittweise in den Normalbetrieb zu führen“, sagt dazu Bürgermeister Stefan Caplan. „Aber auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten stehen die Mitarbeiter für Anliegen zur Verfügung, wenn zuvor ein Termin vereinbart wurde.“

Alle Verwaltungsbereiche - vom Standesamt und Ordnungsamt über Bauamt, Wahlamt und Jugendhilfebüro - können dann wieder ohne Termin aufgesucht werden. Für das Bürgerbüro und das Servicebüro des Rheinisch-Bergischen Kreises (Kfz) sowie für Wohngeldangelegenheiten sind zunächst aber weiterhin Terminvereinbarungen erforderlich.

„Im Vordergrund bei der schrittweisen Öffnung des Rathauses steht für uns weiterhin der Gesundheitsschutz für unsere Besucher und Mitarbeiter. Zur Einhaltung der gültigen Coronaschutz-Regeln müssen weiterhin Abstände eingehalten und Gesichtsmasken getragen werden. Auch die Handdesinfektion und der Eintrag in ein Formular zur Kontaktnachverfolgung ist notwendig“, erklärt Fachbereichsleiter Dirk Runge.

Empfehlungen der Verwaltung:

Wer meint, ins Rathaus gehen zu müssen, soll für sich selbst vorab prüfen, ob ein persönliches Erscheinen zwingend erforderlich ist oder ob ein Telefonat oder eine E-Mail nicht ausreichen könnte, bittet die Verwaltung.

Bürger- und Servicebüro:

Für den Besuch des Bürgerbüros inklusive Servicebüro des Kreises (Kfz-Angelegenheiten) werden Besucher gebeten, die Terminkapazitäten im digitalen Terminkalender auf der städtischen Webseite (www.burscheid.de) zu nutzen. Diese hätten sich sehr bewährt, heißt es von Seiten der Verwaltung: „Die Wartezeit auf einen Besuchstermin im Bürgerbüro konnte deutlich verringert werden und liegt bei maximal einer Woche, meist deutlich darunter.“

Dabei müsse beachtet werden, dass für Kfz-Angelegenheiten bis auf weiteres die Regelung besteht, dass in den örtlichen Servicebüros des Rheinisch-Bergischen Kreises (im Bürgerbüro) nur die Terminanfragen der jeweiligen Bürger des Wohnortes bedient werden können.

Im Ausnahmefall kann ein Termin für das Bürgerbüro und für Kfz-Angelegenheiten auch über die Telefonzentrale unter Tel. (0 21 74) 670-0 vereinbart werden.

Wohngeld:

Für Wohngeldangelegenheiten kann bei Bedarf mit der jeweiligen Sachbearbeiterin ein Termin vereinbart werden. Ansprechpartnerinnen sind Frau Schwarze (A - K) unter der Rufnummer Tel. (0 21 74) 6 70-3 53 und Frau Schumacher (L - Z) unter Tel. (0 21 74) 67 0-3 52.

Eingang:

Besucher des Rathauses sollten den Haupteingang an der Höhestraße nutzen. Nach einem Klingeln wird man eingelassen, der zuständige Sachbearbeiter wird informiert und nimmt die Besucher in Empfang.

Maske:

Besucher sollten an den Mund-Nase-Schutz denken, sollten sich die Hände desinfizieren und die Kontaktdaten hinterlassen – dies alles bleibt obligatorisch.

Hintergrund

Rückblick: „Ein Kontaktverbot hilft allen“: Mit diesem Appell wandte sich die Verwaltung Ende März an die Burscheider und bat, von Besuchen im Rathaus abzusehen. Nicht einmal abgelaufene Ausweispapiere fielen da unter die Kategorie „wichtig“, war doch die Reisefreiheit ohnedies eingeschränkt. Nun will die Verwaltung vorsichtig wieder eine Art Normalbetrieb herstellen. Maßnahmen wie Maske, Kontaktdaten-Abgabe und Desinfektion der Hände bleiben aber bestehen.

Aktuell: In Europa wächst die Angst vor einer zweiten Welle. Auch in China steigen die Fallzahlen wieder an. In 24 Stunden wurden so viele Neuinfektionen gezählt wie in den letzten drei Monaten nicht mehr.

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