ASB-Seniorentreff

RaMona Spiller übernimmt die Gruppen

Sabine Kosse, 3.v.r., obere Reihe, wurde von den Seniorinnen und den Senioren verabschiedet. Ihr folgt RaMona Spiller, 4.v.r., obere Reihe, nach.
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Sabine Kosse, 3.v.r., obere Reihe, wurde von den Seniorinnen und den Senioren verabschiedet. Ihr folgt RaMona Spiller, 4.v.r., obere Reihe, nach.

ASB-Seniorentreffs haben ein neues Zuhause – Sabine Kosse übergibt die Leitung

Von Michael Corts

Man merkte Sabine Kosse die Erleichterung an: „Dass es mit den Gruppen weiter geht, freut mich besonders.“ Die zum Teil seit 15 Jahren treu zusammen kommenden Damen und Herren im auch sehr fortgeschrittenen Lebensalter waren gleicher Meinung und verabschiedeten die Leiterin des Burscheider ASB-Seniorentreff an ihrem letzten Arbeitstag gebührend. Mit einem Präsent und einem Gedicht aus der Feder von Annemarie Dopke wurde dem Dank für die lange Tätigkeit in der offenen Seniorenarbeit Ausdruck verliehen.

Die Sorge um die unter der Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes initiierten wöchentlichen Seniorentreffen war ja nicht unbegründet. Nach 27 Jahren der umfangreichen Seniorenhilfe-Angebote im Haus der Begegnung war die in die Jahre gekommene Villa im Luchtenberg-Park nicht mehr nutzbar.

Dort, im Haus der Begegnung hatte Sabine Kosse viele Jahre die Leitung inne. „ Wir haben sehr vieles gemacht. Yoga-Kurse, Tanztee, Integrative Disco zum Beispiel“ zählt Kosse auf und erklärt, dass die offenen Seniorentreffs schon eine Tradition von 20 Jahren haben.

Woche für Woche hatte man sich getroffen. Dienstags als offene Seniorengruppe für alle. Und seit einigen Jahren donnerstags für betagte Bürgerinnen und Bürger mit einem anerkannten Pflegegrad.

Nach dem Nutzungsende in der Villa Luchtenberg hatte es dann im Frühjahr erfreuli-cherweise für die beiden Gruppen in den Räumen des ÖHHB ein neues Zuhause gegeben. Da dort aber die wöchentliche Regelmäßigkeit nicht immer gegeben war, suchte man weiter und hat nun bei der der Caritas in der Altenberger Straße einen sehr geeigneten Raum gefunden.

„Hier, im Gemeinschaftszentrum der Seniorenresidenz ist alles passend“ sagte Sabine Kosse und beschreibt mit ein wenig Stolz, dass man sich auch in der Pandemie nicht aus den Augen verloren habe: „Die lange Coronapause war für alle schwierig. Uns ist aber niemand verloren ge-gangen, wir hatten immer Kontakt.“ Per Telefon, persönlichen Besuch, sogar mittels einer kleinen Zeitung mit den wichtigsten Nachrichten untereinander habe man sich über die Zeit gerettet.

Dass es aber doch viel schöner ist, sich persönlich zu treffen, merkt man den Senioren beim Kaffee-Kuchen-Schmaus, dem anschließenden Rummikub-Spiel und den angeregten Gesprächen deutlich an. „ Hier habe ich Kontakt und treffe meine Freundin und Schwägerin wieder“ erzählt Christel Reuswig, die als frühere Burscheiderin nun in Refrath wohnt und Woche für Woche mit dem Bus zum Treff kommt.

Schon zu Hause fühlt sich auch RaMona Spiller. Als Nachfolgerin von Sabine Kosse wird sie die Gruppen begleiten und Ansprechpartnerin für die Besucher sein. Spiller, die sich zur Zeit auch noch in einer Ausbildung zur Genesungsbegleite-rin befindet, empfindet bei ihrer neuen Tätigkeit, wie sie sagt, Freude und Dankbarkeit. Sie betont: „ Ich hätte es auch ehrenamtlich gemacht. Dass ich nun für diese schöne Aufgabe noch eine Entlohnung bekomme, ist besonders schön.“

RaMona Spiller hat schon einige Kontakte zu den Seniorinnen und Senioren aufbauen können. Besonders am Herzen liegen ihr die Teilnehmer des Donnerstags-Treff: „Für einige der ambulant gepflegten Damen und Herren ist die Abholung zum Seniorentreff der einzige Kontakt nach draußen.“ Sabine Kosse ergänzt mit der Information, dass diese Gruppe noch etwas Luft hat. Interessierte könnten sich beim ASB melden.

Der Besuch in der Dienstagsgruppe war für den Autor dieses Artikels ein fröhliches, aber auch überraschendes Erlebnis. Musste er doch feststellen, dass ein Seniorentreff kein grauer, muffeliger Langweiler-Zirkel zu sein braucht, sondern mit Offenheit, Humor und Lebensfreude auch das Leben jenseits der Neunzig attraktiv sein kann.

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