Veranstaltungsreigen

Quintett singt von Bademaus bis zum Edelweiß

Helmut Bollig, Lothar Romanowski, Franz-Josef Schmitz, Horst Neugebauer und Dirk Wengenroth sind (L)a Capella. Foto: Peter Klohs
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Helmut Bollig, Lothar Romanowski, Franz-Josef Schmitz, Horst Neugebauer und Dirk Wengenroth sind (L)a Capella.

(L)a Capella und Tanzstudio Diwan El Shark eröffneten den Veranstaltungsreigen.

Von Peter Klohs

Die Kultur ist zurück in Burscheid. Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen dürfen wieder ohne spürbare Einschränkungen stattfinden, zumindest so lange, wie die Inzidenzzahlen auf einem relativ niedrigen Niveau verbleiben. Am Freitag fanden auf dem Freigelände vor dem Kulturbadehaus an der Bürgermeister-Schmidt-Straße direkt zwei Programmpunkte statt.

Das Tanzstudio Diwan El Shark zeigte 45 Minuten lang mit diversen Tänzerinnen die ganze Bandbreite des tänzerischen Angebots des Studios unter der Leitung von Karin Grünewald. Traditionelle orientalische Tänze, spezieller Bauchtanz, lateinamerikanische Rumbas, dargeboten von ambitionierten Tänzerinnen, von angenehm moderner Musik unterstützt. So fiel vor allem „Big Spender“ auf, der Shirley-Bassey-Hit von 1967, den die Tänzerinnen in einer schrägen Mixtur aus Techno und Hardrock in Bewegung umsetzten. Langer Beifall belohnte die leidenschaftliche Darbietung. Auch Bürgermeister Stefan Caplan zeigte sich begeistert.

Den zweiten Teil des kulturellen Abends bestritt das Vokalquintett (L)a Capella aus Burscheid. Bereits beim Aufbau der Mikrofone und der anderen Technik flachsten die Fünf nach Herzenslust („Nee, watt is datt fürn Gedöns, bis es soweit is’.“) Um kurz nach 20 Uhr begannen die fünf Sänger mit ihrem Programm.

„Es ist eine unbeschreibliche Freude, wieder vor Publikum singen zu dürfen.“

Lothar Romanowski, (L)a Capella

Sänger und Instrumentalist Lothar Romanowski bedankte sich zunächst bei den 40 Besuchern des Konzertes. „Es ist eine unbeschreibliche Freude, wieder vor Publikum singen zu dürfen“, sagte er und fügte an, dass die Anzahl desselben zweitrangig sei. Und in der Tat applaudierten die Gäste zuweilen derart lautstark, dass man die doppelte Anzahl an Zuhörenden vermuten hätte können.

Das Gesangsquintett hat bekannterweise ein Faible für die Musik der Bläck Fööss und für andere kölsche Töne. Und so begann das Konzert auch mit zwei Stücken der Kölner Band: „Ming eetste Freundin“ und das weitaus bekanntere „Katrin“ erklangen unter Gitarrenbegleitung, bevor ein Lied aus eigener Feder humorig das Programm weiterführte: Die Abenteuer einer Bademaus im Badehaus wurden geschildert.

„Wir waren 2008 zum ersten Mal hier“, erzählte Romanowski, und Franz-Josef Schmidt, in der Mitte des Quintetts platziert, ergänzte: „Damals durften wir noch rein“, was für allgemeines Gelächter sorgte.

Sodann machten die Sänger ihrem Namen Ehre und sangen „Kemmerscheder Sommer“ auf die Melodie von „California Dreamin“ der Mamas and the Papas tatsächlich à cappella, Stimmen pur. Bassist Dirk Wengenroth musste etwas eingebremst werden, seine voluminöse Stimme hätten die Zuhörenden selbst ohne Mikrofon deutlich gehört. „Heimweh“ schloss sich an, ein von Freddy Quinn am Ende der 50er-Jahre gesungenes Kleinod, das die Schönheiten von Namibia, das damals noch Deutsch-Südwestafrika hieß, beschreibt („Brennend heißer Wüstensand…“).

Von Freddie zu Ivo Robic ist der Weg nicht allzu weit, so dass sich dessen „Morgen“ sehr passend anschloss. Reinhard Meys berühmte Hymne „Über den Wolken“ kann das Quintett gewiss auch à cappella singen, was wegen der etwas fantasielosen Gitarrenbegleitung vielleicht auch wünschenswert gewesen wäre. Das Arrangement des beliebten Stückes hätte dies bestimmt hergegeben.

Dann ging es musikalisch in den Alpenraum. „Weit weit weg“ des österreichischen Liedermachers Hubert von Goisern im schönen Arrangement von Lorenz Maierhofer, verzauberte gleichsam das Publikum. Das „Kleine Edelweiß“ (6-Zylinder) kam temperamentvoll daher.

Und dann machten die dunklen Wolken ihre Drohung doch noch wahr: Es regnete, durchaus heftig. Die Sänger reagierten mit „Am Tag, als der Regen kam.“

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