Bergische Symphoniker

Publikum bejubelt gelungenes Konzert

Asya Fateyeva bot eine überragende Deutschland-Premiere.
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Asya Fateyeva bot eine überragende Deutschland-Premiere.

Saxofonistin Asya Fateyeva war beim 3. Philharmonischen Konzert zu Gast.

Von Daniel Diekhans

Burscheid. Mit Edward Gregsons Konzert für Saxofon und Orchester gab es beim 3. Philharmonischen Konzert eine deutsche Uraufführung – und die Neugier der 300 Gäste war mit Händen zu greifen. Solistin Asya Fateyeva nutzte dies für einen ungewöhnlichen Auftritt. Noch bevor sie die Bühne betrat, spielte sie auf ihrem Saxofon samtig-weiche Töne, die sofort ins Ohr gingen.

Diese „Fernmusik“ setzt der Brite Gregson an den Anfang seines 2006 entstandenen Konzerts, in dem sich Klassik mit Einflüssen aus Filmmusik und Jazz verbindet. Ein Werk wie geschaffen für die deutsch-ukrainische Saxofonistin Fateyeva, die mit Anfang 20 den Deutschen Musikwettbewerb gewann und auf ihren Alben ein Repertoire von Bach bis Gershwin eingespielt hat. Unter der Leitung des Schweizers Philippe Bach und begleitet von den Bergischen Symphonikern ging die 32-Jährige das Saxofonkonzert an. Der erste Satz entwirft laut Komponist Gregson die „Vorstellung einer Stadt“. Die berauschende Vielfalt des urbanen Lebens klang an im „Gespräch“ zwischen Altsaxofon und den verschiedenen Orchestergruppen.

Besonders intensiv war die Begegnung von schnellen Saxofonlinien und swingendem Schlagzeug. So expressiv Fateyeva ihr Instrument auch handhabte, ihre fein nuancierte Tongebung blieb erhalten.

Orchesterstimmen strahlen farbenfroh

Das kam auch dem Satz zum Thema „Liebe“ zugute, für den die Solistin zum Sopransaxofon griff. Während die Streicher sich immer höher hinaufschwangen, beherrschte Fateyeva das Geschehen mit durchdringenden Moll-Klängen. Ihre Virtuosität war beim rhythmisch gespannten Finale gefragt, das mit „Leben“ überschrieben ist. Farbenfroh strahlten auch die Orchesterstimmen – und ein Gänsehautmoment stellte sich ein, als die Musik zum schlichten C-Dur des Auftakts zurückkehrte.

Diese Uraufführung wurde vom Publikum einhellig und ausdauernd bejubelt. Von einer „riesigen Freude“ sprach Fateyeva. Angesichts des Kriegs in ihrer alten Heimat schlug sie bei der Zugabe dann aber nachdenkliche Töne an. Zur hellen Grundstimmung trug das übrige Programm des Abends bei. Wie Gregsons Saxofonkonzert steht auch Haydns 97. Symphonie in C – für den Wiener Klassiker die festliche Tonart schlechthin. Ihr Charakter wurde von den Fanfaren unterstrichen, die Gastdirigent Bach mit leichter Hand aus dem Orchester hervorholte. Obwohl Sibelius' 3. Symphonie ebenfalls in C steht, öffnet er sich hier bereits der Moderne.

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