Probelauf des „Drive-In“ klappt auf Anhieb

Die Zusammenarbeit mit den Impfärzten funktionierte bestens. Symbolfoto: Christian Beier
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Die Zusammenarbeit mit den Impfärzten funktionierte bestens. Symbolfoto: Christian Beier

Rund 1100 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer erhielten ihre Erstimpfung

-nal- Die Impfkampagne nimmt Fahrt auf, auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Am vergangenen Wochenende erhielten jetzt rund 1100 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus.

Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden hatte die Feuerwehr Bergisch Gladbach mit der logistischen Organisation eines „Impf-Drive-In“ für die Feuerwehren des Südkreises und der Kreismitte beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit den Impfärzten des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde das Pilotprojekt in wenigen Tagen geplant und umgesetzt, teilt nun Elmar Schneiders, Sprecher der Gladbacher Feuerwehr mit. So konnten am vergangenen Sonntag rund 700 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Rösrath, Overath, Kürten, Odenthal und Bergisch Gladbach auf einem städtischen Parkplatz an der Bensberger Straße im Stadtteil Heidkamp in zwei eingerichteten Impfstraßen in ihren Privat-Pkw geimpft werden.

Alles war vorab durchgeplant worden: Die Angehörigen der Feuerwehr erhielten zunächst per E-Mail den erforderlichen Anamnesebogen, das Aufklärungsmerkblatt und eine Checkliste für den reibungslosen Ablauf der Impfung. Jeder Feuerwehreinheit wurde eine genaue Uhrzeit zugewiesen.

Bei Eintreffen gab es nach Begrüßung und einer ersten Vorprüfung die erforderlichen Unterlagen. An der zweiten Station, die unter anderem mit zwei Impfärzten des Rheinisch-Bergischen Kreises besetzt war, wurden die Dokumente entgegengenommen und nach dem ärztlichen Anamnesegespräch gestempelt und unterschrieben. In der dritten Station folgten am offenen Fahrzeugfenster die Impfungen durch vier weitere Impfärzte.

Im Anschluss stand den geimpften Einsatzkräften ein Nachsorgebereich zur Verfügung. Hier hielten sich eine Rettungswagen-Besatzung sowie ein Notarzt für eventuell auftretende Impfreaktionen bereit.

„Unsere Planung basierte auf der Annahme, dass wir in drei Minuten vier Personen impfen können. Mit zunehmender Dauer spielten sich die Teams immer besser ein und dank der tollen Vorbereitung der zu impfenden Kolleginnen und Kollegen konnten wir bereits ab dem Vormittag teilweise unter zwei Minuten eine Impfung durchführen“, sagen die Projektleiter Christian Fischer und Simon Schwab von der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Frank Haag, der Vizechef der Feuerwehr Bergisch Gladbach, zieht ein durchweg positives Resümee zum Pilotprojekt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf der Impfaktion. Die Zusammenarbeit mit den Impfärzten hat perfekt geklappt. Wir sind uns einig, dass wir in dieser Konstellation bis zu 1600 Menschen an einem Tag impfen können.“

Dr. Uwe Berk, der ärztliche Leiter des Impfzentrums des Rheinisch-Bergischen Kreises, begleitete den Impf-Drive-in vor Ort und zeigte sich sehr zufrieden: „ Logistik und Motivation der Feuerwehrkräfte haben mich begeistert. Das gemeinsame Konzept ist voll aufgegangen, und ich bin dankbar für die hohe Beteiligung der Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Kreis.“

Die Bilanz von Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden: „Die erfolgreichen Impfaktionen für unsere Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende – insbesondere der Drive-In am Sonntag – beruhigen mich in zweierlei Hinsicht. Zum einen bekommen die Feuerwehrleute dadurch einen viel besseren Eigenschutz, um die Sicherheit für die Bevölkerung weiterhin aufrecht erhalten zu können. Zum anderen haben wir mit dem Testlauf Drive-In einen wichtigen Schritt zu einem zukunftsorientierten Verfahren getan, um so etwas bei Bedarf auch für andere Zwecke schnell realisieren zu können. Mein Dank gilt allen, die sich in Planung und Umsetzung sehr engagiert eingesetzt haben.“

Bei der zweiten Impfung soll es mit QR-Code noch digitaler zugehen

Mit der Organisation und Durchführung waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach befasst. Für die beteiligten Ärzte und Einsatzkräfte stand neben Verpflegung auch ein Pausenbereich sowie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Optimiert werden kann der Ablauf noch durch weitere Digitalisierung. So ist geplant, den jetzt geimpften Einsatzkräften vor der zweiten Impfung am 6. Juni einen personalisierten QR-Code zuzusenden und somit die Registrierung an der Impfstraße zu beschleunigen, teilt Elmar Schneiders mit.

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