Positiver Trend: Immer weniger sind arbeitslos

Die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach meldet für den März sinkende Arbeitslosenzahlen. Archivfoto: Arne Dedert/dpa
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Die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach meldet für den März sinkende Arbeitslosenzahlen. Archivfoto: Arne Dedert/dpa

In Burscheid haben 662 Menschen keinen Job, in Wermelskirchen 2175

Von Nadja Lehmann

Mit den Arbeitslosenzahlen geht es abwärts. Aktuell sind zu Ende März in Burscheid 662 Menschen ohne Job. Im Vormonat waren es 680 gewesen. Den Höchststand hatte die Arbeitsagentur im März 2021 mit 734 arbeitslosen Burscheiderinnen und Burscheidern gemeldet.

Auch Wermelskirchen liegt im Trend. Dort haben 2175 Menschen keine Arbeit. Im Februar waren es 2231 gewesen. Auch in Wermelskirchen wurde der Höchststand an Arbeitslosen im März des vergangenen Jahres verzeichnet, als 2565 Personen keinen Job hatten.

„Der wichtigste Schlüssel, den Bedarf an Fachkräften zu decken, ist Qualifizierung und Weiterbildung.“

Nicole Jordy, Arbeitsagentur Bergisch Gladbach

Die aktuelle Tendenz bildet sich im März auch im Rheinisch-Bergischen Kreis ab. Mit 1091 Arbeitslosmeldungen und 1221 Abmeldungen sank im Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8 161 (-145 Arbeitslose, -1,7 Prozent). Das sind 1425 Arbeitslose (14,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. 454 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 27 (5,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 19 (4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 452 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 74 Person oder 14,1 Prozent weniger als im Vormonat und 71 (13,6 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Entwicklung der Stellenangebote

Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,3 Prozent. In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 103 (- 3,2 Prozent) auf 3104 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1243 Personen (-28,6 Prozent). Im Bereich der Grundsicherung sank sie um 42 (-0,8 Prozent) auf 5057 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 182 weniger (-3,5 Prozent).

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im März 345 Stellen. Dies sind 187 (35,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 79 (18,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1653 freie Arbeitsstellen (plus acht beziehungsweise +0,5 Prozent zum Vormonat) gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 328 Stellen (34,8 Prozent) mehr. Für Burscheid listet die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach im Bestand 145 freie Stellen auf (-4 Prozent im Vergleich zum Vormonat), für Wermelskirchen 188 (-8,7 Prozent im Vergleich zu Februar 2022).

Ein Blick auf den Gesamtbezirk der Arbeitsagentur, die die Kreise Oberberg und Rhein-Berg sowie die Stadt Leverkusen betreut: Im März haben sich 3180 Personen arbeitslos gemeldet – das sind 565 oder 15,1 Prozent weniger als im Vormonat. 1248 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Minus von 129 Personen oder 9,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein Minus von 41 Personen oder 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im März 3716 Personen. Dies sind 574 oder 13,4 Prozent weniger als im Vormonat. 1333 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 88 Personen oder 6,2 Prozent weniger als im Vormonat und 144 oder 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 21 784 Personen. Dies sind 544 oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 4080 oder 15,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,6 Prozent.

„Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an“, sagt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Im Oberbergischen Kreis liegt die Arbeitslosigkeit sogar deutlich unter Vor-Pandemie-Niveau. Die Arbeitskräftenachfrage bleibt hoch – der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen liegt in allen drei Regionen über dem Vor-Pandemie-Niveau. Neben der Ausbildung von jungen Menschen ist der wichtigste Schlüssel, diesen Bedarf an Fachkräften zu decken, Weiterbildung und Qualifizierung. Wir laden alle Unternehmen, aber auch alle Beschäftigten, die einen Berufsabschluss nachholen oder sich für die Herausforderungen der Zukunft fit machen wollen, dazu ein, sich bei uns zu melden. Wir beraten alle Interessierten gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten.“

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