Kriminalität

Polizei warnt vor Inkasso-Betrug

Mehrere Fälle im Kreis.

Von Udo Teifel

Burscheid. Der Inhalt des Schreibens ist einfach dreist: Ein angeblich in Berlin ansässiges Inkasso-Büro forderte von Werner Mader als Zahlungsbefehl formuliert 315,73 Euro – er sei telefonisch einen Dienstleistungsvertrag mit der „Deutschen Gewinner Zentrale Lotto 6-49“ eingegangen und habe den daraus folgenden „offenen Betrag“ von 198,13 Euro plus Gebühren nicht beglichen. Auch auf zahlreiche „Mahnungen“ sei Herr Mader nicht eingegangen. Das Schreiben wirkte auf den ersten Blick echt, unterschrieben von einem Herrn „Dr. Hans-Joachim Büttner“, mit angehängten Überweisungsschein. Die Drohung: Bei „anhaltender Zahlungsverweigerung würde eine Bank-Vorpfändung“ erfolgen.

Und dann entdeckte Werner Mader genau das, was ihn stutzig werden ließ: Er sollte den Betrag auf ein griechisches Konto überweisen. „Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich mit dieser Gewinner-Zentrale wissentlich telefoniert habe, wenn überhaupt, habe ich solche dubiosen Anrufe abgewürgt.“ Mahnungen habe er nicht erhalten. „Das ist ein Fake-Inkasso und somit Betrug“, so Mader. Seine Recherchen im Internet bestätigten dies. „Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat im Internet eine Liste mit diesen Fake-Inkasso-Firmen veröffentlicht. Die Firma, die mir diesen Brief geschrieben hat, steht mit all ihren Daten inklusive Bankverbindung auf der Liste. „Und da gibt es auch Hinweise, wie man sich verhalten soll“, warnt Mader alle, die ähnliche Schreiben bekommen haben oder noch bekommen sollten.

Firma ist den Ermittlern der Polizei bekannt

Inzwischen ist Werner Mader zur Polizeiwache nach Burscheid gefahren und hat Anzeige erstattet. „Das ist der richtige Weg. Denn es handelt sich um eine Straftat, die wir natürlich zur Kenntnis kriegen sollten“, sagte Polizeisprecher Christian Tholl. Wenn man jemanden als Urheber dieser Schreiben ermitteln kann, bekomme er all diese Strafverfahren angehangen.

Die Polizei bestätigte zudem, dass diese Firma „polizeilich bekannt“ sei. Es seien schon mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Im Rheinisch-Bergischen Kreis sei, so heißt es auf eine Anfrage, „kein gehobenes Aufkommen an Anzeigenerstattungen“ erkennbar. „Ja, es gibt Anzeigen, aber das Aufkommen ist gering“, so Carina Höfelmanns von der Kreispolizei in Bergisch Gladbach.

www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/schwarzliste-inkasso

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