Polizei und Verkehrswacht werben für mehr Rücksicht

-
+
-

Aktion an der Trasse – Nächster Termin in Burscheid ist am Dienstag, 20. Juli

Von Nadja Lehmann

Sommerferien. Sonnenschein. Bernd Schäfer blickt nach links, blickt nach rechts. „Ruhig ist es“, sagt der Geschäftsführer der Verkehrswacht Remscheid angesichts der (noch) überschaubaren Zahl an Radfahrern, Skatern, Fußgängern auf der Trasse. Im mittlerweile achten Jahr haben sich an diesem Montag Polizei und Verkehrswacht zusammengefunden, um unter dem Motto „Gemeinsam auf der Trasse – aber sicher!“ für Rücksicht und Miteinander zu werben.

Für Bernd Schäfer ist das wichtiger denn je. „Der Verkehr auf der Trasse hat zugenommen“, sagt er über das zweite Corona-Jahr, in dem viele Menschen das Radfahren neu oder wieder entdeckten. „Die Verkaufszahlen sprechen ja eine deutliche Sprache“, sagt Schäfer. „Fahrräder sind ausverkauft.“ Insgesamt neun Termine stehen für Polizei und Verkehrswacht in den Ferien auf dem Programm: zwei in Burscheid und sieben in Remscheid am Schnittpunkt Bergisch Born.

Bernd Schäfer wirbt nicht für Rücksichtnahme allein, sondern auch für Sicherheit und Sichtbarkeit. Und zieht sich gleich selbst den kleinen zitrusgelben Hänger über, der an Kinder verschenkt wird. „So eine gelbe Weste mit Reflektorstreifen hilft schon enorm“, sagt er mit Blick auf die im Bergischen zahlreichen Motorradfahrer. „Da fahren viele ganz in Schwarz. Und weil Motorradfahrer eine so schmale Silhouette haben, sind sie für Autofahrer ohnehin schwerer zu sehen. Da genügt ein Moment der Unachtsamkeit.“

Angelockt werden die Passanten mit einer Banane

Es sind Hinweise, Tipps und Erläuterungen, über die Bernd Schäfer schnell mit den Trassennutzern ins Gespräch kommt. „Unser Lockmittel ist die Banane“, schmunzelt er. Dafür hält mancher Radfahrer und Fußgänger gerne an. Wie Wolfgang Hallscheidt, der herzlich als „Stammgast“ begrüßt wird und in puncto Sicherheit als Vorbild glänzt: So gar die Schnürsenkel leuchten in frischem Zitrus, von der Weste ganz zu schweigen. „Ich bin eigentlich schon immer Rad gefahren“, sagt der fitte und drahtige Senior, dem man die 80 nicht ansieht.

Er fährt aus Überzeugung immer mit Licht. „Gerade auch an hellen Sommertagen“, betont er. Denn gerate man unvermittelt in ein Dunkelfeld, könne sich die Pupille gar nicht so schnell erweitern, wie es angesichts anderer schneller Verkehrsteilnehmer notwendig sei: „Da übersieht man schnell etwas.“

Einig ist er sich mit Bernd Schäfer, dass es auf der Trasse sinnvoll ist, wenn die Fußgänger links gehen und damit dem Verkehr quasi entgegen. „Dann sehen die Fußgänger, wer oder was kommt, und können reagieren“, sagt Schäfer. Eine Verhaltensweise, für die noch mehr geworben werden muss, wie Schäfer sagt: „Denn viele, die es so machen, werden angepöbelt.“

Erstmals mit an der Trasse steht Rüdiger Heil vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz. Er hat jede Menge massiver Schlösser dabei und macht auf Sicherheitslücken aufmerksam. „So ein teures E-Bike weckt Begehrlichkeiten“, sagt er. Die Zahl der Fahrraddiebstähle sei deutlich gestiegen, und Heil macht klar, dass es sich angesichts von 6000, 7000 Euro teuren Bikes lohnt, in gute Schlösser zu investieren – die sich im heimischen Carport sogar in Wand und Boden verankern lassen. „Außerdem sollte man einen Fahrradpass haben und das Fahrrad im Blick behalten“, rät Heil.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Auf den guten Start folgt ein harter Rückschlag
Auf den guten Start folgt ein harter Rückschlag
Auf den guten Start folgt ein harter Rückschlag
Männer bestehlen 89-jährige Seniorin
Männer bestehlen 89-jährige Seniorin
Männer bestehlen 89-jährige Seniorin

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare