Brand

Polizei beschlagnahmt abgebranntes Wohnhaus in Hilgen

Am Mittwochnachmittag untersuchte ein Brandermittler das ausgebrannte Wohnhaus in Hilgen.Foto:Doro Siewert
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Am Mittwochnachmittag untersuchte ein Brandermittler das ausgebrannte Wohnhaus in Hilgen.
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Feuerwehr war am Dienstag bis in die Nacht hinein an der Waldstraße im Einsatz.

Von Leon Hohmann und Nadja Lehmann

Noch bis tief in die Nacht hinein beschäftigte der Wohnhausbrand in der Waldstraße die Einsatzkräfte. Erst um 0.30 Uhr am Mittwochmorgen rückten die letzten Feuerwehrleute ab – neun Stunden, nachdem sie am Dienstag um 15.49 Uhr alarmiert worden waren.

Am Tag nach dem Brand ragen verkohlte Holzbalken aus dem Dach das Mehrgenerationen-Wohnhauses, in dem sechs Menschen lebten. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt, wird nun die Ursache für den Ausbruch des verheerenden Feuers ermitteln. Am Vormittag war der Brandherd noch zu heiß, um im Gebäude nach der Ursache zu forschen. Am Nachmittag fuhr dann aber ein Brandermittler nach Hilgen, teilte eine Sprecherin der zuständigen Kreispolizeibehörde in Bergisch Gladbach auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Mit ersten Ergebnissen sei frühestens in den kommenden Tagen zu rechnen.

Bewohnbar ist das mehrgeschossige Haus mit hellen Backsteinen und dunklem Ziegeldach nicht mehr. Die Flammen wüteten so stark, dass das erste Obergeschoss sowie die Räume unter dem Dach komplett ausbrannten.

„Ich habe signalisiert, dass ich auf jeden Fall ansprechbar bin, wenn Hilfe benötigt wird.“

Bürgermeister Stefan Caplan

Teils meterhohe Flammen schlugen den Burscheider Einsatzkräften entgegen, als sie den Einsatzort an der Waldstraße / Ecke Altenhilgen erreichten. Sowohl im Gebäude als auch von außen bekämpfen sie anschließend das Feuer. So wurde von Drehleitern aus das Dach abgedeckt, um den Brandherd zu lokalisieren und in einem zweiten Schritt sicherzustellen, dass sich unter den Schindeln keine Glutnester befanden.

45 Einsatzkräfte kämpften am Nachmittag und Abend gegen Flammen und Glutnester und führten Nachlöscharbeiten durch. Alle vier Löschzüge der Stadt Burscheid waren im Einsatz. Unterstützung erhielten die Freiwilligen Wehrleute dabei von Kameraden aus der Nachbarstadt Wermelskirchen, die mit einer zweiten Drehleiter nach Hilgen gekommen waren. Gegen 20.15 Uhr machten sich dann auch Feuerwehrleute aus Leichlingen zur überörtlichen Hilfe auf den Weg in die Waldstraße. Sowohl deren Löschzug 1 (Stadtmitte) als auch die Burscheider Einheit Dierath lösten die Ehrenamtler ab, die sich zu diesem Zeitpunkt schon gut viereinhalb Stunden im Einsatz befanden. Sie führten noch umfangreiche Löscharbeiten durch, wie die Wehrleute auf Facebook schrieben. Nach weiteren vier Stunden, um 0.30 Uhr, war dann auch für die Leichlinger der Einsatz beendet.

In dem sozialen Netzwerk Facebook zeigten sich viele Nutzer aus Burscheid und der Region am Mittwoch betroffen über den Wohnhausbrand in Hilgen und boten zum Teil ihre Hilfe an – für die sechs Bewohner des Hauses, die durch das Feuer plötzlich ihr Zuhause verloren hatten.

Auch Bürgermeister Stefan Caplan ging, wie er gestern auf Anfrage berichtete, noch am gleichen Tag auf die Bewohner zu. „Es geht dann ja vornehmlich darum, ein Obdach anzubieten“, sagte Caplan. Er habe dann rasch erfahren, dass die Bewohner jeweils familiären Unterschlupf gefunden hätten. „Ich habe signalisiert, dass ich auf jeden Fall ansprechbar bin, wenn Hilfe benötigt wird“, so Caplan, der sich erschüttert zeigte: „Die Bewohner haben alles verloren.“

Auch die Feuerwehrleute erhielten Unterstützung von der Bevölkerung. So seien bereits zu Beginn des Einsatzes Anwohner auf die Floriansjünger zugekommen und baten ihnen Kaffee an. Später hätten die Ehrenamtlichen Verpflegung in einem nahen Supermarkt gekauft, berichtete Jens Knipper, Pressesprecher der Feuerwehr Burscheid, am Tag nach dem Brand in Hilgen in seinem Abschlussbericht.

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