Verbrauchertipp

Plätzchenbacken geht auch ohne Ei

Die leckeren Naschereien zu Weihnachten können in allen Formen ausgestochen und nach dem Backen dekoriert werden.
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Die leckeren Naschereien zu Weihnachten können in allen Formen ausgestochen und nach dem Backen dekoriert werden.

Verbrauchertipp: Manche Zutaten in Keksrezepten lassen sich ganz einfach ersetzen.

Von Michelle Jünger

Burscheid. Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Gerade wenn man spontan backt, hat man aber vielleicht nicht alles vorrätig, was man laut Rezept braucht. Oder – wie die hin und wieder leeren Regale zeigen – manche Sachen sind einfach nicht erhältlich. Trotzdem muss man nicht auf Backen und Naschen verzichten. Die Verbraucherzentrale Bergisch Gladbach hat einige nützliche Tipps parat, wie man manche Zutaten ersetzen kann.

Eier: Eier in der richtigen Größe sind grundsätzlich in der Weihnachtszeit nicht immer zu bekommen. Sie sind aber Bestandteil der meisten Keksrezepte. Unersetzlich sind sie allerdings nicht. Unter anderem kann man Kichererbsenmehl in Wasser aufrühren. Ein bis zwei Esslöffel des Mehls mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser ergeben die Menge eines Eis Größe M. Alternativ kann man aber auch 60 Gramm Apfelmus oder eine halbe, pürierte Banane nehmen. Das sollte aber vom Geschmack des Gebäcks abhängig gemacht werden.

Auch gemahlene Leim- oder Chiasamen können im Verhältnis ein Esslöffel Samen, drei Esslöffel Wasser nach dem Quellen statt eines mittelgroßen Eis genutzt werden. Auch Eiweiß für den Zuckerkleber von Lebkuchenhäuschen lässt sich ersetzen: Der Sud von Kichererbsen aus der Dose oder dem Glas lässt sich ebenso aufschlagen und mit Puderzucker vermischen, sodass eine klebrige, weiße Masse daraus wird. Die Kichererbsen kann man dann im püriertem Zustand übrigens auch zu Plätzchen verarbeiten.

Mehl: Gemahlene Nüsse oder Mandeln schmecken im Teig nicht nur gut, sie können auch hervorragend Mehl ersetzen, wenn man nicht genug Zuhause hat. Beachten sollte man allerdings, dass dann die Buttermenge im Rezept etwas reduziert werden muss, da die Nüsse von sich aus schon Fette enthalten.

Alternativ kann aber auch Weizenkleie, Haferflocken oder Grieß genutzt werden. Hierbei sollten die Bäckerinnen und Bäcker jedoch beachten, dass diese Zutaten mehr Flüssigkeit benötigen. Da muss eventuell die Menge an Milch oder Eiern etwas erhöht werden, damit der Teig und hinterher die Kekse nicht zu trocken werden. Am wichtigsten ist beim Mehlersatz vor allem: Die Ersatzzutaten sollten so fein wie Mehl gemahlen werden. Auch sollte maximal die Hälfte der vorgesehenen Mehlmenge ersetzt werden, sonst verändern sich die Teigeigenschaften zu sehr.

Butter: Statt Butter funktioniert am besten Margarine, was auch wesentlich günstiger ist als Butter. Aber auch Nussmus, mit etwas Pflanzenöl, kann einen Teil Butter ersetzen. Rührteige kann man statt mit Butter auch gut mit Pflanzenöl, wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl anrühren. Dabei entsprechen 80 Gramm Öl 100 Gramm Butter im Rezept.

Zucker: Die meisten Plätzchen werden neben Eiern auch mit Zucker angerührt. Ein paar Gramm sind dabei meist nicht schlimm, der Geschmack bleibt da gleich. Ersetzen kann man Kristallzucker aber auch durch flüssige Süßstoffe wie Honig, Ahornsirup oder Fruchtdicksäften. Hier entsprechen 80 Milliliter der flüssigen Alternative, 100 Gramm Zucker. Dann sollten allerdings andere Flüssigkeiten wie Milch etwas reduziert werden – Der Teig wird sonst zu dünn und lässt sich nicht mehr schön ausrollen oder klebt.

Weitere Tipps und Wissenswertes rund um die Weihnachtsbäckerei gibt es online unter www.verbraucherzentrale.nrw./node/12366

Beratung

Die Beratungsstelle Bergisch Gladbach, Am Alten Pastorat 32 ist montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 9 bis 13 Uhr sowie montags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Tel.: (0 22 02) 9 26 31 01
E-Mail: bergisch-gladbach@verbraucherzentrale.nrw

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