Pinguine, „Die Gier“ und ein Dialog aus Macbeth

Auszug aus der „An der Arche um Acht“ in drei Szenen (Ulrich Hupp) im Stück Szenenewechsel. Die Pinguine: Anna Brand, Tom Kschamer und Dirk Schirmer
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Auszug aus der „An der Arche um Acht“ in drei Szenen (Ulrich Hupp) im Stück Szenenewechsel. Die Pinguine: Anna Brand, Tom Kschamer und Dirk Schirmer

Endlich wieder Theater: Im Evangelischen Gemeindehaus wurde „Szenenwechsel“ aufgeführt.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Zum „Szenenwechsel“ der Theatergruppe der evangelischen Kirchengemeinde Burscheid kamen Samstagabend etwa 100 Gäste zur Premiere. Am darauffolgenden Tag präsentierte die Theatergruppe ihr aktuelles Programm ebenfalls.

„Endlich wieder Theater“, so die Theaterpädagogin Anke Theron-Schirmer nach der langen Pause. Zusammen mit Daniel Kleinschek hatte sie die Regie für „das mit den erwachsenen Schauspielern mindestens 20. Stück“ geführt, erzählte sie. Die Schauspieler freuten sich sehr, nicht nur „aus Spaß an der Freude“, sondern zudem, sich auszuprobieren.

Aufgrund Corona hatten die Schauspieler für ihren Auftritt zwölf unabhängige Szenen einstudiert, die überwiegend Monologe beinhalteten. So konnte in der schlimmsten Coronaphase jeder für sich selbst proben.
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„Manchmal erschließt sich der Sinn nicht sofort, daher ist es gut, dass sie das Programmheftchen dazu haben“, sagte Theron-Schirmer zu den Gästen, die sie am Eingang bat, eine Maske zu tragen und ihnen gratis eine Maske aushändigte.

Sie berichtete, dass leider ein Schauspieler aus Krankheitsgründen ausgefallen und er aufgrund seines Gesangs und Gitarrenspiels nicht zu ersetzen war. Bis knapp vor Schluss musste sie auch um einen weiteren Schauspieler bangen, ob er sich nicht bei seiner Frau mit Covid angesteckt hatte. Als die Entwarnung kam, war die gesamte Theatergruppe sehr erleichtert, dass sie nicht umdisponieren mussten.

Prometheus, Hera und Zeus eröffneten den Abend und überließen anschließend guten und schlechten Pinguinen die Bühne. Ebenfalls ein Hase im Rausch sowie seltsame Eltern oder die Unterschicht, begeisterte das Publikum. Ebenfalls „gebrüllt vor Lachen“ hatten die Zuschauer bei den gebildeten Sätzen mit vielen Reimen, die in Eigenkreation der Theatergruppe entstanden.

In der 20-minütigen Pause berichteten Alex und Harald Jankowski aus Bergisch Gladbach, wie sehr sie den Theaterabend nach langer Pause genossen. Dazu zählte natürlich auch der Austausch. Von einer Freundin aus Wermelskirchen hatten sie vom „Szenenwechsel“ in dem evangelischen Gemeindehaus erfahren.

Die Zuschauerin Lea Strunk hob vor allem die Performance „Die Gier“ von Wilfried Schmickler hervor. Ihr gefiel die pointierte Gesellschaftskritik und fand die Darstellung sehr interessant. „Sehr treffend ohne viele Worte. Aber sehr humorvoll gestaltet, so dass man darüber lachen kann und nicht den Kopf in den Sand stecken muss“, sagte sie. Dass die Szenen zum Nachdenken anregen, befand sie ebenfalls als gut sowie die Schauspieler, die bei den einzelnen Szenen mitgewirkt hatten. „Jeder kann seine eigene Message aus den Szenen ziehen“, sagte sie erfreut.

Weiter stand ein Monolog aus „Electronic City“, „Heidenröslein“ sowie ein bearbeiteter Dialog aus Macbeth sowie eine Neudichtung aus „König Ödipus“ auf dem Programm.

Im Frühjahr wird „Peterchens Mondfahrt“ aufgeführt. Dann stehen 25 Kinder auf der Bühne. Die Proben dafür laufen bereits. „Die Kostüme dafür sind fast alle fertig“, so Anke Theron-Schirmer.

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