Mobilitätsprojekt

Pendler sollen per Rad nach Köln fahren

Elke Reichert, Reinhard Schmitz, Ragnar Migenda, Dr. André Berbuir, Sabine Manheller, Silke Stach-Reinartz, Claudia Wieja, Christoph Herrmann und Walter Schaaf (von links) unterzeichneten die Absichtserklärung.
+
Elke Reichert, Reinhard Schmitz, Ragnar Migenda, Dr. André Berbuir, Sabine Manheller, Silke Stach-Reinartz, Claudia Wieja, Christoph Herrmann und Walter Schaaf (von links) unterzeichneten die Absichtserklärung.

Neue Verbindung wird über Opladen und Mülheim führen – Projektpartner unterzeichnen Leitlinien.

Von Leon Hohmann

Burscheid. Es dürfte mit zu einem der ambitioniertesten Mobilitätsprojekte der Regionale 2025 gehören: Vier Radschnellwege sollen in den kommenden Jahren sternförmig nach Köln führen und so die bisherigen Pendlerstrecken entlasten. Dabei soll eine Verbindung über Bergisch Gladbach, eine zweite über Leverkusen führen. Nun haben die Projektpartner verbindliche Leitlinien für die Umsetzung vereinbart – und sprechen in diesem Zusammenhang von einem Meilenstein für die nachhaltige Mobilität im Rechtsrheinischen.

Die sogenannten Radpendlerrouten haben aktuell den B-Status bei den Regionale-2025-Projekten. Das heißt, sie befinden sich gerade in der Realisierungsreife. Damit sind sie – anders als beispielsweise der Umbau des Hauses der Kunst und die Mobilitätstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis – noch ein Stück weit von der Umsetzung entfernt.

Balkantrasse könnte Zubringerroute werden

Einen konkreten Zeitplan für den (Aus-)Bau gibt es damit ebenfalls noch nicht. „Eine Machbarkeitsstudie hat ermittelt, dass diese verbesserte Infrastruktur täglich fast 15 000 Menschen zügig, gesund und klimaneutral zu ihren beruflichen oder privaten Zielen bringen kann“, heißt es nun aus dem Kreishaus. Beteiligt sind an den neuen Fahrradschnellwegen neben dem Rheinisch-Bergischen Kreis auch der Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, Lomar, Troisdorf und Niederkassel.

„Das Projekt hat eine große Tragweite für den Rheinisch-Bergischen Kreis und das Rechtsrheinische. Damit entsteht ein echter Zugewinn in der Alltagsmobilität der Bevölkerung“, sagt die zuständige Kreisverkehrsdezernentin Elke Reichert. 80 Kilometer sollen die vier sternförmigen Radschnellwege lang sein, die durch Zubringerrouten zu einem durchgängigen Radwegenetz ausgebaut werden sollen. Dabei dürfte auch die Balkantrasse eine wichtige Stellung einnehmen, verbindet sie doch schon jetzt Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid mit Leverkusen-Opladen. Geplant ist, dass die Fahrradroute von dort über Wiesdorf, Manfort, Flittard und Stammheim über Mülheim bis nach Köln-Deutz führt. Auch soll der Öffentliche Nahverkehr in das Konzept eingebunden werden.

Damit auch wirklich rund 15 000 Menschen diese neuen Pendlerrouten nutzen, schrauben die Städte und Kreise an einem attraktiven Konzept und haben nun die Leitlinien festgelegt. Die vier Pendlerrouten sollen eine durchgängige Breite von 3,50 bis 5,50 Meter aufweisen. Darüber hinaus sollen die Radschnellwege möglichst ohne Umwege zu ihrem Ziel führen, „mit wenigen Ampeln oder anderen Verzögerungen und gut wiedererkennbaren Markierungselementen“, heißt es in einer Stellungnahme des Kreises. „Für Bauvorhaben über kommunale und Kreisgrenzen hinweg ist es wichtig, dass sich die beteiligten Institutionen bereits in der Planungsphase auf einheitliche Standards einigen. Für die geplante Realisierung der Radpendlerrouten im Rechtsrheinischen ist die Unterzeichnung der Planungsgrundlage daher ein wichtiger Meilenstein“, sagt Reichert.

Das dürfte angesichts von 80 zu bauenden Kilometern Radwegenetz aber nur einer von noch vielen Meilensteinen sein.

Hintergrund

Routen: Einen Überblick über den groben Verlauf der neuen Radschnellwege sowie der Zubringerrouten ist auf der Internetseite der Regionale 2015 einzusehen.
regionale2025.de/projekte/11/

Förderung: Neben der Regionale 2025, die den Weg bis zur Fertigstellung der neuen Fahrradwege fördert und begleitet, sind das Zukunftsnetz Mobilität NRW, die Region Köln/Bonn und die Initiative „Stadt Umland NRW“ beteiligt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sie sind eine wirkliche Schützenfamilie
Sie sind eine wirkliche Schützenfamilie
Sie sind eine wirkliche Schützenfamilie
Erfahrene Racer freuen sich über ihren Sieg
Erfahrene Racer freuen sich über ihren Sieg
Erfahrene Racer freuen sich über ihren Sieg
Bürger sollen ihre Stadt sauber halten
Bürger sollen ihre Stadt sauber halten
Bürger sollen ihre Stadt sauber halten
Auch das Wohlbefinden der Seele ist wichtig
Auch das Wohlbefinden der Seele ist wichtig
Auch das Wohlbefinden der Seele ist wichtig

Kommentare