Dorfgemeinschaft

Pattscheid steht Kopf beim Dorffest

Nach der Party ost vor der Party. Auch am Sonntag war bei den Schützen noch jede Menge los.
+
Nach der Party ist vor der Party. Auch am Sonntag war bei den Schützen noch jede Menge los.

Man merkte den Dörflern an, dass sie das gemeinsame Feiern vermisst haben.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Vier Tage lang konnte die Dorfgemeinschaft Pattscheid-Romberg-Linde wieder richtig feiern. Das 70. Dorffest stand unter dem Motto „Parolivengers“. Ein Wortspiel aus den jeweiligen zwei Anfangsbuchstaben der drei Dörfer kombiniert mit den „Avengers“.

Rund 1200 Anwohner und Gäste feierten gemeinsam, schätzten die Veranstalter. Für vier Tage wurden Getränke gekauft, die waren bereits schnell am Anfang weg und mussten nachgekauft werden.

Beim Korso hatten vor allem die kleinen Dorfbewohner in ihren Verkleidungen eine Menge Spaß.

Nachdem es am Freitag eine Party mit Cocktails und DJ gab, gab es am Samstag einen Festumzug mit fünf Trekkern und drei Wagen. Begleitet hatten diesen der „Bayer Spielmannszug“ und Karnevalisten aus Lützenkirchen. „Das war zwar nicht der Kölner Karneval, aber für Pattscheid hat es gereicht“, scherzte Udo Wötzel vom Verein. Im Anschluss verkleidete sich das Dorf-Schützenkönigspaar mit den Kindern und seinem Hofstaat nach dem Motto als Marvel`s bzw. Pa-Ro-Li Avengers. Die Dorfkönigin wurde demnach zu „Gamora“ und der Dorfkönig Sascha Lülsdorff zu „Doctor Strange“. Ihre Kinder Milo sowie Clara gingen als „Black Panther“ und „Bad Girl“ auf die Fete.

Dorfbewohner tanzten„bis in die Puppen“

„Bis in die Puppen“, tanzten die Dörfler, unter anderem mit den „Die Unglaublichen“. Unter dieser Kostümierung steckten Martina und Sebastian Gierse mit ihren Kindern Jana und Julian. Sie gehören ebenfalls zu dem kinderreichen Hofstaat. Die Königspaar-Kinder durften am Samstagabend so lange feiern, bis sie müde wurden. Um 0 Uhr war es dann soweit, berichtete die Dorfkönigin. Sie ging mit den Kindern heim, während der König es noch bis 3 Uhr krachen ließ.

Zum traditionellen Wecken am nächsten Tag kam es jedoch erst gar nicht. Frisch und munter saß der Schützenkönig vor dem geschmückten Haus. „Der hat doch gar nicht erst geschlafen“, vermuteten die Kumpanen aus seinem Hofstaat schmunzelnd. Auch die Königin kam wenig später frisch und fröhlich mit der Krone auf dem Kopf zum Frühschoppen. Denn im Nu hatte der Hofstaat zwei Festzelte aufgebaut und die anderen fleißigen Helfer des Hofstaats brachten tellerweise Schnittchen.

Im Festzelt wird am Montagabend bei der Krönung des neuen Schützenpaares noch einmal eine Menge los sein.

Pünktlich mit dem Zoch aus den Niederlanden kam die holländische Kapelle „Joekskepèl Sjiengeleboem“ mit ihren Instrumenten. Sie legten ihre bunten Mäntel ab und stärkten sich zunächst in den schattigen Festzelten mit den belegten Brötchen. Anschließend spielten sie am Nachbarhaus gegenüber und weckten alle anderen umliegenden Nachbarn. Auf buntgeschmückten Fahrrädern kamen nach und nach die Kinder für den Korso angefahren. Begeistert begutachteten und staunten die Nachbarn über die Räder. Als anschließend die Polizei für die Straßensicherheit vorbeikam, organisierte sich der Kinderkorso auf Rädern. Voran ging das Königspaar. Eine Fahrspur für ihren Korso zum Festplatz trennten sie durch das Halten eines Flatterbandes ab. Dort angekommen, standen Luftballon-Wettbewerbe oder Preisnageln sowie Damen- und Jugenddarts auf dem Programm. Für die Kinder-Bespaßung kam der „Kölner Spielecircus“.

Am heutigen Montag, 4. Juli, wird das bis dahin noch amtierende Schützenkönigs-Paar Christin und Sascha Lülsdorff entkrönt, und die Proklamation des neuen Königspaares steht an. „Es war toll und schön, aber wir freuen uns auch auf etwas Ruhe und Erholung. Es bedeutet schon viel Verantwortung“, resümierte Dorfkönigin Christin Lülsdorff. Viele sagten, es würde mit Kindern nicht funktionieren, berichtete sie. Obwohl es manchmal zwar etwas nervenaufreibend war, klappte es aber auch als Familie gut.“ Lülsdorff zog einst aus Wuppertal nach Pattscheid und kannte vorher niemanden außer die damalige Dorfkönigin. Als sie auf dem Dorfplatz nach der Königin suchte, bekam sie den Spitznamen „Findelkind“ und wurde schnell ins Dorf integriert.

Im Jahr 2016 schon wurde sie im Festausschuss aufgenommen und kam als Mutter eines sechs Monate alten Babys in den Vorstand der Dorfgemeinschaft.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Mit der Kamera entdeckt sie Burscheid
Mit der Kamera entdeckt sie Burscheid
Mit der Kamera entdeckt sie Burscheid
Silke Riemscheid hält entschlossen die Stellung
Silke Riemscheid hält entschlossen die Stellung
Silke Riemscheid hält entschlossen die Stellung
Silke Riemscheid hilft gerne weiter
Silke Riemscheid hilft gerne weiter
Silke Riemscheid hilft gerne weiter
21-Jährige bei Unfall schwer verletzt
21-Jährige bei Unfall schwer verletzt
21-Jährige bei Unfall schwer verletzt

Kommentare