Hauptstraße

Parkplatz wird in Fahrrad-Parkplätze umgewandelt

Das Pflaster zeigt es schon farblich: An der Hausnummer 35 geht es eng zu.
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Das Pflaster zeigt es schon farblich: An der Hausnummer 35 geht es eng zu.
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Fahrradständer sollen bei Bedarf herausgenommen werden können.

Von Nadja Lehmann

Steht ein Auto auf der eingezeichneten Parkfläche und kommt dann auf dem Fußweg ein Passant oder Passantin mit Rollator oder Kinderwagen vorbei, dann wird es eng vor der Hauptstraße 35. Zu eng. Gerade einmal 90 Zentimeter bleiben Platz. Dabei wurde die mittlere Hauptstraße bekanntermaßen ja gerade erst frisch gestaltet.

„Da bei der Umgestaltung der mittleren Hauptstraße nur eine Erneuerung der Oberflächen und eine punktuelle Aufweitung der Fahrbahn für den gegenläufigen Radverkehr vorgesehen war, blieb die Engstelle im Gehweg vorhanden“, lautet dazu die Erklärung in der Beschlussvorlage, die nun im Fachgremium den Kommunalpolitikerinnen und -politikern vorgelegt wurde. Und die verabschiedeten einstimmig die Umwandlung des besagten Auto-Parkplatzes in einen Fahrrad-Parkplatz mit vier Anlehnbügeln.

Etwas Bauchschmerzen hatte Bernhard Cremer (Bündnis für Burscheid) dabei schon: „Es ist ein schlechter Zeitpunkt. Wir haben die mittlere Hauptstraße gerade fertiggestellt. Jetzt wollen wir das Pflaster wieder rausnehmen. Das wirkt wie ein Schildbürgerstreich.“ Soweit es möglich sei, wolle man das Pflaster unangetastet lassen, versprach Fachbereichsleiter Marc Baack. Und die Maßnahme sei nicht wesentlich teurer, als hätte man sie von Anfang an so geplant.

„Das Problem ist die Engstelle. Der Parkplatz ist zu nah am Haus. Jetzt können wir das auf günstigem Weg lösen“, fand der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Becker. Eine erste Kostenschätzung hatte sich auf rund 5500 Euro (für zwei Anlehnbügel) bzw. 7400 Euro (für vier Anlehnbügel) belaufen. Darin inbegriffen sind die Anlehnbügel selbst, die Tiefbauarbeiten und der Austausch des Pflasters.

Da die Fläche auch für Veranstaltungen genutzt wird, sollen die Fahrradständer, wie am Platz vor der Kreissparkasse, in Bodenhülsen gesetzt werden, so dass diese bei Bedarf entnommen werden können.

Möglicherweise müssen auch dortige Versorgungsleitungen verlegt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Auf die besorgte Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hartmut Schepanski, wie aufwändig das sei, hatte Marc Baack beruhigende Kunde: „Die Leitungen liegen in rund 60 Zentimetern Tiefe. Das geht schnell und unkompliziert.“

Autofreie Innenstadt kann sehr schön sein

Beifall gab es auch von Ute Hentschel (Grüne): „Die Zeiten, in denen der Einzelhandel stur nach Parkplätzen gebrüllt hat, sind vorbei. Immer mehr Leute kommen mit dem Rad.“ Und die Bauzeit ohne Autos an der mittleren Hauptstraße hätten besonders Familien sehr genossen: „Eine autofreie Innenstadt kann sehr schön sein“, befand Hentschel, die aus Erfahrung spricht: Bekanntlich hat sie an der Hauptstraße eine Buchhandlung.

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