Park- und WC-Anlage: Dürscheider sehen Platzprobleme

Bereits Anfang Juli hatten Edwin Elias und die Mitstreiter der Bürgerinitiative zum Stand der Dinge berichtet – auf Abstand natürlich. Archivfoto: Ursula Hellmann
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Bereits Anfang Juli hatten Edwin Elias und die Mitstreiter der Bürgerinitiative zum Stand der Dinge berichtet – auf Abstand natürlich. Archivfoto: Ursula Hellmann

Nach Beschluss des EU-Parlaments: Lkw-Fahrer brauchen bald Schlafmöglichkeiten in den Raststätten

Von Nadja Lehmann

Lkw-Parkplätze sind wichtig, ausgeschlafene Fahrer bürgen für mehr Sicherheit: Diese Position hat Edwin Elias von der Bürgerinitiative (BI) Dürscheid von Anfang an vertreten: Den von der Autobahn GmbH (die frühere Deges) favorisierten Standort an der A 1 für eine Park- und WC-Anlage (PWC-Anlage) in Sicht- und Hörweite der Dürscheider Häuser hält er in diesem Zusammenhang dennoch für keine kluge Wahl.

Das sieht der Leverkusener CDU-Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz für das Pendant auf der anderen Autobahnseite in Steinbüchel ähnlich. Und er bringt noch einen europäischen Aspekt in die Debatte ein: „Mit dem Beschluss des Mobilitätspaketes hat das Europäische Parlament neue Regeln vor allem für Lkw-Fahrer festgelegt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass die Fahrer künftig ihre Schlafpausen nicht mehr in ihren Fahrzeugen verbringen dürfen. Mit dieser Regelung werden auch die Pläne für die PWC-Rastanlage in Steinbüchel in Frage gestellt.“ „Dies führt das Errichten einer Park- und WC-Anlage in der geplanten Ausführung ad absurdum“, sagt auch Elias.

Sowohl Scholz als auch Edwin Elias rücken stattdessen beharrlich den Standort Köln-Niehl in den Mittelpunkt. „In Köln-Niehl ist genug Platz, um dort auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Fahrer zu errichten“, betont Scholz. Auf den geplanten Güterumschlagplatz in Köln-Niehl, den die Hafen und Güterverkehr Köln GmbH entwickelt, hatte Elias aufmerksam gemacht. „In Niehl handelt es sich um eine ganz andere Größenordnung als in Dürscheid – sechsmal so groß, mit der Option auf Erweiterung“ – das hatte Elias in den vergangenen Monaten immer wieder hervorgehoben. Niehl könne „Modellcharakter“ haben, Vorbild sein für ähnliche Flächen: Davon ist Elias fest überzeugt, der auch die Kombination aus Straße und Schiene aus Gründen der Nachhaltigkeit favorisiert. „Auch einen Parksuchverkehr würde es nicht geben, die Parkplätze werden schon jetzt genutzt“, sagt Elias. Im Januar hatte das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt, dass die Bundesanstalt für Straßenwesen ein Konzept für ein bundeseinheitliches Lkw-Parkleitsystem auf Autobahnen erstelle.

„Das Mobilitätspaket führt die Errichtung der PWC-Anlage ad absurdum.“

Edwin Elias, BI Dürscheid

Der Sprecher der Bürgerinitiative Dürscheid will im Idealfall ein integrales Logistikkonzept umsetzen, das Lkw-Fracht auf die Schiene bringt. Im Bundestagabgeordneten Dr. Hermann-Josef Tebroke (CDU) hat Edwin Elias schon seit geraumer Zeit einen prominenten Fürsprecher gewonnen: Die BI will sich weiter gegen die geplante Anlage wehren – sachbetont und mit Gegenvorschlägen.

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