Ordnungsamt bittet Bürger, auf Böller zu verzichten

Am Himmel wird es heute Nacht wohl weniger hell und laut zugehen als sonst beim Jahreswechsel. Mit einer großen Menge an Böllerpampe ist nicht zu rechnen. Archivfoto: Michael Schütz
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Am Himmel wird es heute Nacht wohl weniger hell und laut zugehen als sonst beim Jahreswechsel. Mit einer großen Menge an Böllerpampe ist nicht zu rechnen. Archivfoto: Michael Schütz

Stadt weist darauf hin, dass es in der Silvesternacht einiges zu beachten gibt

Von Nadja Lehmann

Silvester wird ruhiger in diesem Jahr, soviel ist sicher. Dennoch: Es gibt so einiges zu beachten. Darauf weist jetzt auch die Stadtverwaltung nochmals hin, schließlich ist es heute schon so weit. Mit der aktuellen Änderungsfassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die zum 16. Dezember in Kraft getreten ist, wird unter anderem der Umgang mit Feuerwerk zum Jahreswechsel geregelt. So ist in der Verordnung speziell geregelt, dass zum Jahreswechsel 2020/2021 öffentlich veranstaltete Feuerwerke sowie jede Verwendung von Pyrotechnik auf von den zuständigen Behörden näher zu bestimmenden publikumsträchtigen Plätzen und Straßen untersagt sind. Ein Feuerwerkverkaufsverbot wurde auf Bundesebene beschlossen. Die dritte Verordnung zur Änderung der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz vom 18. Dezember ist am 22. Dezember in Kraft getreten.

Von der gesetzlichen Möglichkeit, die Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen zu untersagen, falls sonst größere Gruppenbildungen zu erwarten sind, macht das Ordnungsamt keinen Gebrauch. Das teilt Stadtsprecherin Ann-Kathrin Gusowski mit.

„Aus meiner Sicht ist dies derzeit nicht notwendig. Der Marktplatz und auch der Raiffeisenplatz in Hilgen liegen jeweils in der Nähe einer Kirche bzw. von Fachwerkhäusern. An solchen Stellen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ohnehin untersagt“, erklärt Ordnungsamtsleiter Marco Fuss.

Zusammenkünfte in größeren Gruppen sind an Silvester aufgrund der Coronaschutzverordnung ebenfalls nicht möglich. Darüber hinaus sollten aber auch in kleinem Kreis die bekannten „AHA-Regeln“ (Abstand und Maske) beachtet werden, um ein erhöhtes Ansteckungsrisiko auszuschließen.

Auf Markt- und Raiffeisenplatz darf ohnehin nicht gezündelt werden

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk macht das Ordnungsamt – wie in jedem Jahr – darauf aufmerksam, dass Feuerwerkskörper nicht in der Nähe (150 Meter) von besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen, wie zum Beispiel Kirchen, Kinder- und Altenheimen, Tankstellen sowie Reet- und Fachwerkhäusern, abgebrannt werden dürfen.

Auch ist das Zünden von Feuerwerkskörpern grundsätzlich an Bedingungen geknüpft. Mit einem Ordnungsgeld rechnen muss allerdings, wer entgegen den Bestimmungen der Coronaschutzverordnung öffentlich ein Feuerwerk veranstaltet. Bei Verstößen gegen die Verordnung droht ein Bußgeld bis zu 25 000 Euro.

Das Burscheider Ordnungsamt appelliert an die Bürger, das diesjährige Silvester möglichst ohne Böller zu verbringen. Wer nicht auf den Silvesterbrauch verzichten will und beispielsweise noch Knaller, Raketen etc. vorrätig hat, sollte in jedem Fall beachten, dass diese nur in deutlichem Abstand zu Zuschauern und Zuschauerinnen oder Kraftfahrzeugen gezündet werden und dass die einschlägigen Regelungen der Coronaschutzverordnung insbesondere zur Kontaktbeschränkung und zur Einhaltung der Mindestabstände eingehalten werden.

Auch ist darauf zu achten, dass Silvesterraketen nicht auf Balkonen, Terrassen oder Schuppen usw. landen, auf denen möglicherweise. brennbare Gegenstände gelagert sind.

Absolut verboten ist eine gezielte Ausrichtung von Feuerwerk auf Menschen, Tiere und Gebäude. Außerdem warnt Marco Fuss vor nicht in Deutschland zugelassenen Feuerwerkskörpern: „Gefahren gehen nicht immer vom Verhalten des Verbrauchers aus, sondern häufig von Feuerwerkskörpern, die nicht in Deutschland zugelassen sind, weil sie nicht den Sicherheitsanforderungen genügen.“ Diese Anforderungen legt das Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM) fest.

Und auch Bürgermeister Stefan Caplan sagt: „Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung und raten dringend zu einem Silvester 2020/2021 möglichst ohne Böller.“

Mehr zu aktuellen Änderungen der Coronaschutzverordnung NRW:

https://t1p.de/1lvi

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