Interview

Oktoberfest kehrt nach Burscheid zurück

Im September bat der 1. Vorsitzende Michael Wehner zum Schützenfest an die Hauptstraße. Jetzt naht bereits das Oktoberfest à la Burscheid.
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Im September bat der 1. Vorsitzende Michael Wehner zum Schützenfest an die Hauptstraße. Jetzt naht bereits das Oktoberfest à la Burscheid.

Am 21. Oktober wird bei den Schützen groß gefeiert

Das Gespräch führte Stephan Eppinger

Was erwartet das Publikum beim Burscheider Oktoberfest?

Michael Wehner: Musikalisch stehen die Sumpfkröten aus dem Salzburger Land ganz im Mittelpunkt. Die Band kommt inzwischen seit 17 Jahren zu uns nach Burscheid. Aktuell standen die fünf Musiker noch beim Münchener Oktoberfest auf der Bühne. Im Anschluss geht es zum Oktoberfest nach Wien, und dann kommt die Band zu uns. Wir waren auch schon zweimal beim großen Konzert der Sumpfkröten in deren Heimatort Großarl unweit von Bischofshofen. Dort treten sie im Zelt vor 2500 Leuten auf. Zu uns kommen sie in ihrer alten Besetzung, mit der sie beim letzten Oktoberfest 2019 in Burscheid waren. Gespielt werden volkstümliche Melodien genauso wie Rocksound.

Wie läuft aktuell der Vorverkauf für das Fest?

Wehner: Im Moment läuft das noch etwas schleppend. Reserviert werden können bei uns Tische mit acht Karten pro Tisch sowie 40 Getränkebons. Beim Bier setzen wir wieder auf das echte Paulaner Wiesenbier. Dazu kommen Weißbier und alkoholfreie Getränke.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Wehner: Die Preise haben wir moderat angepasst, da die Kosten gestiegen sind. So ist zum Beispiel das Bier teurer geworden und auch der Band müssen wir mehr Gage zahlen, die ja eine lange Anreise mit ihrem Bus hat. Und wir brauchen den Gewinn aus dem Oktoberfest, um unser Schützenhaus zu unterhalten. Die Mitgliedsbeiträge und Spenden würden da alleine nicht ausreichen.

Wie viele Plätze gibt es im Schützenhaus beim großen Fest?

Wehner: Wir haben 35 Tische, an die zwischen acht und zehn Personen passen. Dazu kommen Stehtische, und auch im Foyer ist die Theke in Betrieb. Wir wollen aber die Gästezahl etwas begrenzen, da wir nicht wissen, was noch mit Corona auf uns zukommt. Da warten wir noch auf die entsprechende Landesverordnung. Eine Maskenpflicht wäre zum Beispiel fatal für unsere Veranstaltung.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Wehner: Die Band ist gebucht und die Getränke sowie die Tische sind bestellt. Am 15. Oktober starten wir dann im Schützenhaus mit dem Aufbau. Es wird wieder schön alpin dekoriert, mit vielen Details vom blau-weißen Wimpel bis zur Lederhose. Wir werden dann auch noch in der Stadt Plakate und Banner aufhängen.

War das Schützenfest eine Generalprobe für das Oktoberfest?

Wehner: Beide Veranstaltungen kann man nur schwer vergleichen. Bei Schützenfest sind vor allem die Schützen selbst angesprochen, beim Oktoberfest haben wir ein breiteres Publikum. Mit der Zuschauerzahl waren wir beim Schützenfest nicht ganz zufrieden. Aber viele Vereine konnten aus finanziellen Gründen gar kein Fest feiern. Wir haben da Glück, dass wir ein Schützenhaus mit einer großen Halle haben und nicht teuer ein Zelt mieten müssen. Gut besucht war unsere Kinderkirmes. Beim Oktoberfest sind wir jetzt zuversichtlich, auch wenn klar ist, dass es weniger Besucher als 2019 sein werden. Die Corona-Pandemie ist leider noch nicht vorbei.

Nach dem Oktoberfest steht eine Premiere für die Bogenschützen im Verein an.

Andreas Tonn: Ja, dann werden wir unser Bogenschießkino in der Halle aufbauen. Das hatte ich 2019 bei einer Ausstellung in Paderborn entdeckt. Es bietet mehr Abwechslung als beim Schießen auf ein starres Ziel, weil sich im Kino alles bewegt. Umgesetzt wurde die Idee vor dem Hintergrund, dass ein Wermelskirchener Verein, der das Bogenschießen für Menschen mit und ohne Handicap anbietet, eigentlich eine eigene Außenanlage haben wollte. Das war nicht möglich und so kam das Interesse an unserem Bogenschießkino, das wir mit den Fördermitteln der EU finanzieren konnten. Das Kino ist barrierefrei mit dem Rollstuhl zugänglich. Für den Aufbau müssen wir die Halle nach dem Oktoberfest komplett leerräumen.

Wie groß ist das Interesse im Verein am Bogenschießen?

Tonn: Beim Start hatten wir bei den Erwachsenen viele Interessenten. Das hat auch durch Corona leider ziemlich nachgelassen. Hier versuchen wir gerade, wieder etwas mehr Werbung für diesen Sport zu machen. Da hoffen wir jetzt auf die Wirkung unseres neuen, attraktiven Bogenschießkinos. Bei den Kindern ist das Interesse nach wie vor groß – da haben wir zwischen acht und zehn junge Bogenschützen.

Ab wann kann ein Kind beim Bogenschießen teilnehmen?

Tonn: Das lässt sich nicht genau sagen. Ganz zentral sind die Größe und die Kraft des Kindes. Dazu kommt auch die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, und die Bereitschaft, die Technik des Bogenschießens zu erlernen. Das ist bei jedem Kind ganz unterschiedlich ausgeprägt.

Hintergrund

Oktoberfest im Burscheider Schützenhaus in der Hauptstraße 122 am 21. Oktober; Eröffnung: 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Karten kosten 19 Euro, die Bierbons 2,50 Euro. Tischreservierungen und Karten gibt es immer donnerstags ab 19 Uhr im Schützenhaus.

Zwei Jahre mussten die Burscheider wegen der Pandemie auf ihr Oktoberfest warten. Am 21. Oktober steht die Rückkehr der beliebten Veranstaltung des Burscheider Schützenvereins an. Direkt im Anschluss hat das neue Bogenschießkino seine Premiere im Schützenhaus. Darüber haben wir mit dem 1. Vorsitzenden Michael Wehner und dem Geschäftsführer Andreas Tonn vorab gesprochen.

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