Hauptstraße

Ob die Aussichtsplattform kommt, ist ungewiss

Von der Trasse aus schwingt sich die Rampe empor zur Hauptstraße. Dort war eine Aussichtsplattform geplant. Die Rampe wird voraussichtlich noch diese Woche fertig. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Von der Trasse aus schwingt sich die Rampe empor zur Hauptstraße. Dort war eine Aussichtsplattform geplant. Die Rampe wird voraussichtlich noch diese Woche fertig.
  • VonNadja Lehmann
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Hauptstraße: Fertigstellung der Rampe ist für Freitag geplant.

Burscheid. Sie war und ist umstritten: Die Rampe, die von der Trasse empor zur Hauptstraße wächst und so Flaneure, Biker und Skater hinauf in die Innenstadt locken soll. Zu steil. Zu teuer. Überflüssig. So hatten die es die Kritiker moniert, zu denen auch der Bund der Steuerzahler gehörte. „Für diese Vision greift Burscheid tief ins Portemonnaie der Steuerzahler“, hatte Andrea Defeld vom Bund der Steuerzahler angemerkt. „Aussichtsplattform und Rampe kosten zusammen aktuell etwa 803 000 Euro. Im Jahre 2016 lagen die Schätzungen noch bei 534 000 Euro. Das Land beteiligt sich zu 70 Prozent an den förderfähigen Kosten.“

„Aktuell werden Möglichkeiten der Kostenreduzierung geprüft.“

Renate Bergfelder-Weiss

„Jetzt ist sie da“ – so hatte es pragmatisch zuletzt Manfred Lindenau vom BUND gesagt, der dem Projekt ebenfalls skeptisch gegenübersteht. Nun ist sie nicht nur da, sondern schreitet der Vollendung entgegen: „Die Fertigstellung der Rampe steht kurz bevor“, bestätigt Renate Bergfelder-Weiss, Sprecherin der Burscheider Stadtverwaltung, auf Anfrage. Die offizielle Fertigstellung und Bauabnahme der Rampe und damit die Aufhebung der Sperrung des Radweges Balkantrasse sei für den morgigen Freitag geplant.

Doch die Rampe ist ja nur der erste Schritt. So war es jedenfalls geplant. Denn sie soll in eine Aussichtsplattform münden, auf der im Idealfall etwas Gastronomisches angeboten wird – mit Blick auf die Trasse. Doch nun geraten diese Pläne ins Wanken. „Die öffentliche Ausschreibung zur Errichtung der Plattform wurde aufgehoben, da kein wirtschaftliches Angebot eingegangen ist“, erklärt Bergfelder-Weiss. „Aktuell werden Möglichkeiten der Kostenreduzierung geprüft.“ Über das letztendlich weitere Vorgehen entscheide die Politik.

Auch die Aussichtsplattform hatte der Bund der Steuerzahler kritisiert und eine erfolgreiche Bewirtschaftung angezweifelt. „Für die meisten Gastronomen in Burscheid dürfte es schwierig werden, die Aussichtsplattform zu bewirtschaften, denn Cafés und Restaurants liegen zu weit weg“, hatte Andrea Defeld dazu gesagt. Die platzartige Erweiterung oberhalb der Trasse bezeichnete sie als „teure Radtouristenfalle“.

Auch Burscheider hatten den Kontakt zum Bund der Steuerzahler gesucht und darauf hingewiesen, dass ihrer Ansicht nach die Trasse weder eine besondere Aussicht noch hohe Verweildauer biete.

Für Verwunderung hatte bereits auch gesorgt, dass die Lokalpolitiker sich Ende 2021 statt für Glas für ein vertikales Stahlgitter entschieden hatten. Dabei war gerade die Geländervariante mit beleuchtetem Glas ursprünglich ausschlaggebend für die rasche Förderung durch das NRW-Städteministerium gewesen.

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