Fitnessstudios

Nicht alle Geräte stehen zur Verfügung

Daniela Zyball hat die Resonanz der Mitglieder des „Family Fitness Club“ gutgetan: „Der Zusammenhalt war stark“, sagt sie. Foto: Matthäus Reuss
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Daniela Zyball hat die Resonanz der Mitglieder des „Family Fitness Club“ gutgetan: „Der Zusammenhalt war stark“, sagt sie.

So klappt’s mit den Hygieneregeln im Fitnessstudio.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Im „Family Fitness Club“ an der Industriestraße hat Inhaberin Daniela Zyball die Coronapause genutzt und den Rezeptionsbereich umgebaut. In Handarbeit, berichtet sie. „Und es hat Spaß gemacht.“

Doch jetzt ist sie froh, dass es wieder weitergeht. Noch nicht in vollem Umfang - aufgrund der Maßnahmen in der Corona-Krise gelten auch in ihrem Studio Einschränkungen. So kann von den 20 Fitnessgeräten derzeit nur die Hälfte gleichzeitig genutzt werden. Das ist der Abstandsregelung von drei Metern geschuldet. Bei der Nutzung der Geräte kommen Daniela Zyball und ihr Team aber den Kunden entgegen. „Es darf auch ein Wunsch geäußert werden. Wir können flexibel absperren“, sagt sie. Nach jeder Trainingseinheit werde alles desinfiziert. Die Verhaltensregeln hängen überall aus.

Am Montag, 11. Mai, öffnete der „Family Fitness Club“ wieder seine Türen. „Ich habe mich gefreut, aber war auch unsicher,“ berichtet Daniela Zyball. Erst am Samstag vor der Wiedereröffnung hatte es die dazugehörigen Verordnungen des Landes NRW gegeben. Es wurde ein hektisches Wochenende, bis alle erforderlichen Maßnahmen umgesetzt worden waren. „Ich muss aber dem Ordnungsamt ein großes Lob aussprechen. Freitags hatte ich dort angerufen, und schon da hat man mir beratend zur Seite gestanden.“ Das Ordnungsamt war nach der Eröffnung dann vor Ort – und bescheinigte dem Studio, dass alles richtig umgesetzt sei.

In der vergangenen Woche sind bei Daniela Zyball und ihrem Team auch wieder die Kursangebote gestartet. Da auch hier bestimmte vorbereitende Hygienemaßnahmen gelten, muss man sich dazu derzeit im Vorfeld allerdings anmelden.

„Die Resonanz nach der Wiedereröffnung ist toll“, sagt Daniela Zyball. Es gebe Mitglieder, die mit einem Besuch noch abwarten möchten, aber die meisten kämen schon wieder ins Studio. „Wir haben Aktive, die kommen jetzt jeden Tag.“ Sie ist überwältigt, wie stark der Zusammenhalt ist. Während des Lockdowns habe sie viele E-Mails von Mitgliedern bekommen.

„Manchmal war ich zu Tränen gerührt“, gesteht sie. Viele sagen von sich aus: „Du brauchst mir für die trainingsfreie Zeit nichts erstatten.“ Das möchte Daniela Zyball gar nicht. Sie sucht mit jedem das Gespräch, bietet Aktionsgutscheine etwa für die Vibrationsmatte oder das Personal-Training an. „Das ist eine Sache der Fairness“, sagt sie.

Froh, wieder öffnen zu können, das ist man auch im „Sports Loft“ an der Kölner Straße. Dort war der Andrang anfangs noch verhalten. „Jetzt werden es nun wieder mehr Besucher“, berichtet Michelle Richter. Gleich am 11. Mai ging es auch dort wieder los. „Wir haben Glück und viel Platz. Daher können wir die Abstandsauflagen gut erfüllen.“

Nachdem die behördlichen Anordnungen feststanden, wurden die Fitnessgeräte im „Sports Loft“ kurzerhand auseinandergerückt. Nur vier Geräte stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die „ruhigeren“ Kurse wie Pilates, Yoga und Rückenfitness sind ebenso wieder angelaufen. Ein 10-Punkte-Plan für die Besucher regelt die Maßnahmen in puncto Infektionsschutz.

„Die Ungewissheit bleibt bestehen. Sie lässt sich nicht einfach abschütteln.“
Daniela Zyball

Knapp zwei Monate konnte nicht trainiert werden. Das Studio vergütet die nicht genutzte Zeit nun den Mitgliedern: „Wir bieten einen Getränkegutschein für ein halbes Jahr oder einen Verzehrgutschein an, oder man kann sich die Zeit auf das nächste Vertragsende gutschreiben lassen“, erklärt Michelle Richter.

Die Freude, dass es weitergeht, ist in den Studios groß. Doch es bleibt auch die Angst. „Die Ungewissheit bleibt bestehen. Die lässt sich nicht momentan nicht einfach abschütteln“, fasst es Daniela Zyball zusammen.

Studios

Seit Montag, 11. Mai, dürfen in Nordrhein-Westfalen die Fitnessstudios wieder öffnen. Auch dort gelten die Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus – Abstand und Hygiene. Duschen und Saunen sind derzeit zu. Beim Betreten des Studios muss eine Mund-Nase-Maske getragen werden, ebenso beim Gerätewechsel. Beim Trainieren darf sie abgenommen werden. NRW war das erste Bundesland, das seine Fitnessstudios nach dem Lockdown wieder öffnete. Deutschlandweit warteten rund zwölf Millionen Mitglieder auf die Wiederaufnahme ihres Trainings.

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