Neue Broschüre

Neuer fußläufiger Zugang zum Friedhof geplant

Der Friedhof an der Altenberger Straße soll auch bei Fahrradfahrern beliebt sein - die dürfen dort aber gar nicht fahren. Archivfoto: Doro Siewert
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Der Friedhof an der Altenberger Straße soll auch bei Fahrradfahrern beliebt sein - die dürfen dort aber gar nicht fahren.
  • Markus Schumacher
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Im Stadtentwicklungsausschuss wird eine neue Broschüre angekündigt

Burscheid. So richtig zufrieden ist kaum einer mit dem Burscheider Friedhof an der Altenberger Straße. Deshalb hatte der Stadtentwicklungsausschuss zuletzt einige Verbesserungsvorschläge gemacht und unter anderem eine Broschüre und einen Weg für Fußgänger am Geilenbacher Weg beantragt. Erste Antworten gab nun Holger Wilke, Leiter des Amtes für Bürgerangelegenheiten und Gebäudemanagement. Der Tenor: Sprunghaft steigen wird die Zufriedenheit mit der Begräbnisstätte wohl nicht so bald . . .

Aber immerhin: „Die von Ihnen gewünschte Broschüre steht kurz vor der Veröffentlichung“, verkündete Wilke. Gegen Ende des Monats werde sie wohl auf der Internetseite der Stadt zu finden sein, dazu gebe es sie dann auch zum Download und auf Papier.

Rehwild und Radfahrer sollen draußen bleiben

Bei einem möglichen Weg Richtung Geilenbach über die Zufahrt zum Containerplatz des Baubetriebshofes musste er aber abwinken: „Dort gibt es keinen Platz für einen Fußweg.“ Man habe Gespräche mit dem Baubetriebshof geführt, der die Einfahrt nutze. „Und die fahren da große Container mit großen Fahrzeugen rein“, berichtete Wilke. Daher bräuchten die auch viel Platz zum rangieren – so dass keiner mehr bleibe, um einen Fußweg abzutrennen.

Wilke habe aber eine andere Stelle etwas weiter nördlich ausgeguckt, an der sich ein fußläufiger Weg Richtung Geilenbach viel leichter – und preiswerter – realisieren ließe. Dieser Weg führe über eine Anliegerstraße, so dass dort nicht mit Pkw langgefahren und auch nicht geparkt werden dürfe: „Das müssten wir dann wohl mit entsprechenden Schildern noch mal deutlich machen“, glaubte Wilke. Grund für Ärger der Geilenbacher, die lange Umwege über die Stadt in Kauf nehmen mussten, nachdem ein vorhandener Weg mit einem Tor gesperrt worden war, sollte es dann nicht mehr geben. Der Weg müsste nur ein bisschen ausgebessert werden. „Und dann bräuchten wir dort nur noch das Tor etwas umzubauen, damit es abends von selbst schließt“, berichtete Wilke, „denn sonst kommen gerne die Rehe auf den Friedhof.“

Die haben da aber eben so wenig verloren, wie Radfahrer. „Daher sollte dort auch Schild aufgestellt werden, dass auf das Radfahrverbot hinweist“, regte Ralph Liebig (SPD) an. Das sah Bürgermeister Stefan Caplan anders: „Ob da ein Schild steht oder nicht – das hat null Einfluss.“ Diese Erfahrung habe die Stadt leider immer wieder machen müssen.

Der Alte Friedhof wird derzeit umgestaltet

Der erste Burscheider Friedhof war rund um die evangelische Kirche angelegt, er war mit einer Mauer mit zwei überdachten Zugängen umschlossen und bezog das 1659/60 erbaute zweite Burscheider Schulhaus mit ein. Genutzt wurde er bis 1933. Seit 1876 stand ein neuer Friedhof an der Altenberger Straße zur Verfügung. Der dritte Burscheider Friedhof ist der heutige: Er wurde schon dreimal erweitert. 2000 fanden die ersten Beerdigungen auf den neu erschlossenen Löhfeldern statt.

Der Alte Friedhof wurde dann noch Thema im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung: Unter dem Namen „Innenstadtpark-West“ wird er seit Mai umgestaltet. Er soll zukünftig drei Nutzungsbereiche aufweisen: Südlich des Gartenwegs wird unter anderem die Wegführung verändert. Dort soll ein Generationengarten mit einem Duft- und Sinnesgarten an beiden Seiten des Wegs entstehen. Der schon bestehende Boule-Platz wird versetzt und in den Generationengarten integriert. Das Baudenkmal des Ein-Mann-Bunkers erhält einen neuen Standort am südwestlichen Zugang zum Park.

Sitzordnung

Er habe ja im Stadtentwicklungsausschuss immer Schwierigkeiten mit der dortigen Sitzordnung der Ausschussmitglieder, gestand Joachim Wirths (FDP), als er sich im Haus der Kunst selbst einen Platz suchte. „Wieso das denn?“, wunderte sich Bürgermeister Stefan Caplan (CDU), „es ist doch ganz einfach: Es gibt hier keine Sitzordnung.“

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